Oito lief über den Trainingsplatz

FCB-Findelhund: Pfleger will einmal in die Arena

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Zwei, die sich verstehen: Mario Fischer und Wahiba

München - Der Pfleger des FC-Bayern-Findelhunds will einmal in seinem Leben in die Allianz Arena, doch das ist ein Luxus, der bei seinem bescheidenen Lebenstil derzeit einfach nicht drin ist.

Früher war er Fan von Hansa Rostock. Doch seitdem Tierpfleger Mario Fischer (36) im Mai 2011 der Berge wegen nach München übersiedelte und im Tierheim an der Riemer Straße einen Arbeitsplatz fand, ist er selbstverständlich bekehrter Bayern-Fan. Seitdem träumt der gebürtige Mecklenburger heimlich davon, einmal im Leben ein Spiel der Bayern-Stars in der Allianz Arena zu sehen.

Ein Luxus, der bei seinem bescheidenen Lebenstil derzeit einfach nicht drin ist. Vielleicht könnte sein Traum nun Wirklichkeit werden. Das liegt an der Hündin Oito – einer Staffordshire-Mischlingshündin mit einem goldenen Herzen. Was ihr gar nichts nützt, weil sie nun mal unter die Bayerische Kampfhundverordnung fällt und sie damit in Bayern nicht erwünscht ist.

Plötzlich stand sie am Freitag da in ihrem lila Jäckchen – mitten auf dem heiligen Trainingsrasen des FC Bayern an der Säbener Straße. Bastian Schweinsteiger fing sie ein und fand einen Brief – gerichtet an den Bayern-Star Franck Ribéry: „Lieber Franck, (...) ich weiß nicht mehr, an wen ich mich wenden soll. Seit einer Woche suche ich nach einer Lösung für Oito, die alle für einen bösen Kampfhund halten. Dabei gibt es kein lieberes Tier als sie. (...) Wenn Du nur etwas tun könntest, wäre ich glücklich (...)“.

Franck Ribéry konnte beim besten Willen nicht helfen. Aber Mario Fischer. Er fand sofort einen Draht zu der ausgesetzten Hündin, geht täglich mit ihr Gassi: „Sie wohnt jetzt bei Jonny, unserem Rottweiler-Mischling. Die beiden verstehen sich super. Geteiltes Leid ist halbes Leid, habe ich mir gedacht. Bis wir einen Platz für sie außerhalb Bayerns gefunden haben, bin ich ihre Bezugsperson.“ Einen neuen Namen hat Oito auch schon. Mario hat sie Wahiba genannt – nach Franck Ribérys Frau. Als Dank für seine Bemühungen wäre doch vielleicht eine Bayernspielkarte für Mario drin. Oder?

Dorita Plange

Quelle: tz

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