Gomez über einen Wechsel zum FC Bayern

Mario Gomez im tz-Interview: „Ich werde nichts sagen“

+
Mario Gomez schweigt beharrlich über seine Zukunft.

Ascona - Er ist begehrt in ganz Europa: Mario Gomez (22). Das Interview mit dem Nationalspieler, der momentan noch in Diensten des VfB Stuttgart steht...

Herr Gomez, sind Sie genervt von den Wechsel-Berichten?

Gomez: Nein. Ich habe es vor der EM gesagt und sage es wieder: Ich werde darüber nicht sprechen und mache mir keine Gedanken. Dafür ist mir die EM viel zu wichtig, als dass ich mich mit etwas anderem beschäftige.

Sie könnten dementieren, dass Sie einen Vorvertrag bei Bayern unterschrieben haben.

Gomez: Ich könnte, aber ich habe gesagt, dass ich nicht darüber rede.

Es wäre das Einfachste für Sie. Dann hätten alle Spekulationen ein Ende. Sie könnten sich das alles ersparen.

Gomez:Könnte ich. Aber wenn ich vor der EM sage, dass ich nicht über Vereine spreche, dann spreche ich nicht darüber.

Themawechsel. In der Partie gegen Polen hat nicht viel gefehlt – und Sie hätten im ersten EM-Spiel auch gleich Ihr erstes Tor geschossen…

Gomez: Stimmt, es haben zwei Millimeter gefehlt. Ich habe mich riesig geärgert.

Sie wirken sehr motiviert…

Gomez: Klar. Gerade im ersten Spiel, wo du nicht richtig weißt, wo du stehst, musst du gleich zeigen, dass du Vollgas geben willst. Auch von der Aggressivität her.

Was bedeutet es für Sie, in der Nationalmannschaft zu spielen?

Gomez: Dafür habe ich Jahre gearbeitet. Das ist das, wovon ich immer geträumt habe. Profi werden, Bundesliga spielen, Nationalspieler. Und jetzt bin ich dabei. Aber das heißt nicht, dass mir das reicht. Ich will weiter erfolgreich sein, Tore machen und Titel holen.

Sie haben zum ersten Mal mit Haarband gespielt.

Gomez:Ja. Es war einfach so, dass ich in den letzten Spielen sehr viel zu tun hatte mit meinen Haaren und die immer aus dem Gesicht streichen musste. Das hat mich genervt. Also habe ich mir so ein Band genommen. Ich wollte das so unspektakulär machen wie möglich, also habe ich es ein wenig unter den Haaren versteckt.

Wie ist eigentlich Ihr Verhältnis zu Kevin Kuranyi?

Gomez:Wir verstehen uns richtig gut. Das glaubt uns natürlich keiner, aber es ist die Wahrheit. Aber er macht auch Druck, klar. Jeder will spielen, deswegen gibt natürlich auch jeder alles. Man wäre ja auch fehl am Platze, wenn jemand sagen würde: Ich bin zufrieden, wenn ich auf der Bank sitze.

Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren waren Sie noch als Zuschauer im Stadion…

Gomez:Stimmt. Ich wollte damals ganz unerkannt bleiben, also habe ich eine Sonnenbrille aufgesetzt, eine Irokesen-Perücke, die es zu der Zeit gab und habe mich mitten unter die Fans gestellt. Das war in München gegen Schweden, wo Poldi zwei Tore gemacht hat. Da habe ich wahnsinnig mitgefeiert.

Und sind Sie unerkannt geblieben?

Gomez:Total. Kein einziger hat mich erkannt.

Was machen Sie hier, wenn Sie Freizeit haben?

Gomez: Ich nutze alle Möglichkeiten, die wir haben. Tischtennis, Billard, Playstation oder in der Lounge eine DVD gucken.

Und was am liebsten?

Gomez:Am meisten Spaß macht es, gegen Schweini auf der Playstation zu spielen. Jetzt hat er endlich einen Gegner gefunden.

Was erwarten Sie vom Spiel gegen Kroatien?

Gomez: Wir müssen versuchen, uns zu steigern. Kroatien ist spielerisch stärker als Polen. Aber wenn wir unser Potenzial abrufen, werden wir auch gewinnen.

Quelle: tz

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Beförderung von Salihamidzic beim FC Bayern? Rummenigge hat eine klare Meinung
Beförderung von Salihamidzic beim FC Bayern? Rummenigge hat eine klare Meinung
Salihamidzics „Zukunfts-Elf“ - so plant der FC Bayern die Mannschaft von morgen   
Salihamidzics „Zukunfts-Elf“ - so plant der FC Bayern die Mannschaft von morgen   
Thomas Müller: Erstes Statement nach angeblichem Wechselwunsch
Thomas Müller: Erstes Statement nach angeblichem Wechselwunsch
FC Bayern: Philippe Coutinho plappert Kabinen-Interna aus - ob das so abgesprochen war? 
FC Bayern: Philippe Coutinho plappert Kabinen-Interna aus - ob das so abgesprochen war? 

Kommentare