Experten-Bericht: Bayern-Management in Europa Spitze

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Der Experte stellt Uli Hoeneß & Co. ein Top-Zeugnis aus.

Barcelona - Der letzte Champions-League-Sieg des FC Bayern München liegt mehr als acht Jahre zurück, aber in wirtschaftlicher Hinsicht liegt der deutsche Fußballrekordmeister in Europa ganz vorn.

Nach dem Bericht eines spanischen Wirtschaftswissenschaftlers sind der FC Bayern und der FC Arsenal die am besten geführten Großvereine auf dem Kontinent. Am unteren Ende der Liste rangieren der FC Chelsea sowie Inter und AC Mailand. “Diese Clubs sind praktisch bankrott“, sagte der Ökonom José María Gay von der Universität Barcelona am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Schulden seien höher als das Kapital.

Das von Real Madrid praktizierte Modell der “Galaktischen“ habe keine Zukunft. “Real wird schon in dieser Saison Schwierigkeiten bekommen, seine Ausgaben zu decken.“ Dagegen sei das Management des FC Bayern vorbildlich. Das Verhältnis zwischen den Einnahmen und den Arbeitskosten sei günstiger als bei allen anderen großen Clubs. Bei der wirtschaftlichen Produktivität (gemessen am Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben) rangierten die Münchner in Europa an zweiter Stelle, hinter Manchester United. Die Investitionen für neue Spieler hielten sich - gemessen am Budget - in einem angemessenen Rahmen.

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Kein gutes Zeugnis stellte der Ökonom Real Madrid aus, dessen Präsident Florentino Pérez zu Saisonbeginn über 250 Millionen Euro für Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Kaká ausgab. “Die Zeit des Fußballs der 'Galaktischen' ist vorbei“, meinte Gay. “Man gibt mehr Geld aus, als man einnimmt.“ Der Experte bezifferte die Schuldenlast der “Königlichen“ auf 800 Millionen Euro. “Real wird seine Ausgaben kaum durch den Verkauf von Trikots oder durch Fernsehgelder hereinbekommen“, meint der Wissenschaftler.

Der FC Barcelona sei wirtschaftlich in einer etwas besseren Lage. Zwar wiesen auch die Katalanen einen Schuldenberg von 437 Millionen Euro auf, aber sie bekämen durch dem Gewinn des “Triples“ von Champions League, Meisterschaft und Pokal von den Sponsoren zusätzliche Gelder in die Kasse. Gay selbst ist Anhänger des Lokalrivalen Espanyol Barcelona, der traditionell gute Beziehungen zu Real Madrid pflegt.

dpa

Die teuersten Transfers der Fußballgeschichte

Die teuersten Transfers der Fußballgeschichte

Fußball: Die teuersten Transfers aller Zeiten
Wir haben für Sie die 15 teuersten Transfers der Fußballgeschichte zusammengestellt. Bei den Ablösesummen berufen wir uns auf transfermarkt.de. Platz 15: Gaizka Mendieta wechselte 2001 vom FC Valencia zu Lazio Rom - für 48 Millionen Euro. © dpa
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Platz 14: Mesut Özil wechselte im Sommer 2013 für 50 Millionen Euro von Real Madrid zum FC Arsenal. © dpa
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Platz 13: Der teuerste Torwart aller Zeiten: Gianluigi Buffon. 54 Millionen Euro überwies Juventus Turin 2001 an den FC Parma. © dpa
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Platz 12: Hernan Crespo wechselte 2000 vom FC Parma zu Lazio Rom - für 55 Millionen Euro. © dpa
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Platz 11: Der brasilianische Stürmer Hulk wechselte 2012 für 55 Millionen Euro vom FC Porto zum russischen Klub Zenith St. Petersburg. © dpa
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Platz 10: Brasiliens Superstar Neymar wechselt für 57 Millionen vom FC Santos zum FC Barcelona. © AFP
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Platz 9: Fernando Torres wechselte 2011 vom FC Liverpool zum FC Chelsea - für 58,5 Millionen Euro. © AFP
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Platz 8: Luis Figo wechselte 2000 vom FC Barcelona zu Real Madrid - für 60 Millionen Euro. © dpa
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Platz 7: Falcao kommt für ebenfalls 60 Millionen Euro von Atlético Madrid zum AS Monaco. © dpa
Platz 6: Edinson Cavani wechselte im Sommer 2013 für 64,5 Millionen Euro vom SSC Neapel zu Paris St. Germain. © AFP
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Platz 5: Kaka wechselte 2009 vom AC Mailand zu Real Madrid - für 65 Millionen Euro. © dpa
Platz 4: Zlatan Ibrahimovic wechselte 2009 von Inter Mailand zum FC Barcelona - für 69,5 Millionen Euro. © dpa
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Platz 3: Zinedine Zidane wechselte 2001 von Juventus Turin zu Real Madrid - für 73,5 Millionen Euro. © dpa
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Platz 2: Gareth Bale war Gerüchten zu Folge der teuerste Transfer aller Zeiten. Laut Real Madrid Präsident Florentino Perez betrug seine Ablöse Summe doch "nur" 91 Millionen Euro. Das heißt Platz zwei in diesem Ranking. © dpa
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Platz 1: Cristiano Ronaldo ist und bleibt der Rekordhalter: Seine Unterschrift war Real Madrid 2009 sage und schreibe 93 Millionen Euro wert - Manchester United durfte sich über einen warmen Geldregen freuen. © dpa

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