WM-Rekordtorschütze spricht

Klose über Bayerns Nachwuchs: „Brauchen Stürmer wie Lewy“

Nach dem DFB tritt Klose jetzt seinen FCB-Job an.
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Nach dem DFB tritt Klose jetzt ­seinen FCB-Job an.

Miro Klose ist der neue U17-Trainer beim FC Bayern. Der WM-Rekordtorschütze sieht den Rekordmeister in Zukunft gut aufgestellt. Aus einem bestimmten Grund.

München - Mit Neuzugängen hält sich das Profi-Team des FC Bayern bisher zurück, die Nachwuchsabteilung der Münchner hat im Sommer allerdings einen prominenten Transfer getätigt. Kein Geringerer als WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose übernahm als Trainer die U17 des Rekordmeisters. Am Samstag (11 Uhr) gibt er sein Pflichtspieldebüt gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Anfangs musste Miro vor allem gegen die Ehrfurcht seiner Kicker ankämpfen. Klose: „Ich habe versucht, das Eis zu brechen und zu zeigen, dass ich ein ganz Normaler bin – und nicht der Superstar, den da einige sehen.“ Auch wenn der 40-Jährige sein Können noch ab und zu aufblitzen lässt. Er erzählt: „Ab und zu spiele ich im Kreis mit, ich muss mich ja selbst in Form halten. Einen Freistoß habe ich auch schon in den Winkel gezimmert.“

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Was er beim FCB fördern will, sind die Jungs, die alles aufsaugen wollen – und so flexibel wie möglich sind. Klose: „Ein guter Spieler passt sich an, so wie Philipp Lahm. Egal wo er gespielt hat, seine Mannschaften waren gut.“

Als Ex-Knipser liegt sein Augenmerk natürlich auch auf den Angreifer der Zukunft. Er meint: „Wir brauchen Stürmer, die das ganze Paket haben. Robert Lewandowski hat einen guten linken Fuß, einen guten rechten. Er ist schnell, kann sein Spiel immer auf den Gegner anpassen. Wir hatten in Deutschland immer gute Stürmer, jetzt ist mal eine Periode, in der es nicht so läuft.“

Klose optimistisch: „Wir sind gut aufgestellt, wir haben echt gute Jungs“

Miros Motto: „Wenn du außen vorbei kommst, brauchst du auch einen, der vorne im Teich steht.“ So wie Salto-Klose eben. Für Erste würde den FCB-Fans wohl auch ein neuer David Alaba reichen – also einer, der dauerhaft den Sprung vom Campus an die Säbener Straße schafft. Klose meint: „Ich bin überzeugt, dass es in absehbarer Zeit klappt. Es ist alles da: Internat, Trainer. Wir sind gut aufgestellt, wir haben echt gute Jungs. Jetzt liegt es an uns Trainer, die zu entwickeln.“

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Klose trat seinen Dienst beim FCB deutlich früher als geplant an – dank des frühen Scheiterns der deutschen Elf bei der WM in Russland. Ausführlich mag sich der Offensivtrainer des DFB-Teams nicht dazu äußern, nur so viel: „Jogi Löw ist zu 1000 Prozent der Richtige. Aber jetzt müssen Dinge hinterfragt werden. Dass der Schiedsrichter schneller zurückläuft als unsere Spieler, das habe ich nur einmal gesehen bis jetzt.“ 

Jau

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