Nach dem Pokal-Aus

Scholl watscht drei Spieler ab - „Bayern wird verrückte Dinge tun“

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Mehmet Scholl sieht beim FC Bayern einige Veränderungen bevorstehen.

München - Nach dem Champions-League-Aus ist nun auch im DFB-Pokal Schluss für den FC Bayern. Über die Gründe und mögliche Konsequenzen äußerte sich nun Mehmet Scholl.

Aus drei mach eins – unter dieses Motto könnte man die vergangenen Wochen des FC Bayern stellen. Nach dem Aus in der Champions League gegen Real Madrid zog der deutsche Rekordmeister nun auch im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund den Kürzeren. Von einst drei Titelchancen besteht also nur noch eine: die in der Meisterschaft.

Alles kommt auf den Prüfstand

Zu wenig für die hohen Ansprüche an der Säbener Straße. Davon ist auch FCB-Legende Mehmet Scholl überzeugt. „Der Baum brennt jetzt“, sagte er in seiner Rolle als TV-Experte in der ARD. „Sie werden alles hinterfragen, den Kader, die Spieler, das Verhältnis vom Trainer zur Mannschaft. Auch den Fitnesszustand der Spieler werden sie überprüfen.“ Damit öffnete Scholl auch Diskussionen über Trainer Carlo Ancelotti die Türen. Der Italiener scheint durch die Misserfolge der vergangenen Wochen nicht mehr gänzlich unumstritten zu sein.

Trio im Zentrum der Kritik

Doch auch mit einigen Spieler ging Scholl nach Spielende hart ins Gericht. Kingsley Coman, bei dem die Bayern noch überlegen, ob sie die Kaufoption in Höhe von 21 Millionen Euro ziehen sollen, sowie Douglas Costa und Renato Sanches rückten in den Mittelpunkt seiner Kritik. „Hilft dir ein Costa, hilft dir ein Coman, hilft dir Sanches weiter? Ich glaube nicht“, ereiferte er sich vor laufender Kamera. Die angesprochenen Spieler hätte noch nicht nachweislich bewiesen, dass sie eine Hilfe für den FC Bayern darstellen würden.

Arsenal-Star muss her

Einen Mann, der den FCB nach Ansicht von Scholl durchaus nach vorne bringen könnte, brachte der 46-Jährige sogleich ins Spiel: Alexis Sanchez. Der Offensivstar von Arsenal London wird seit geraumer Zeit mit den Bayern in Verbindung gebracht. Für Scholl wäre eine Verpflichtung des Chilenen der richtige Ansatz. „Alexis Sanchez ist eine Kategorie, in der Bayern nun denken muss.“ Dabei dürfe man auch vor einer Ablösesumme, die jenseits von 30 Millionen Euro liegt, nicht zurückschrecken. 

Vertrauen in Rummenigge und Co.

Dies ist den Machern in München laut Scholl auch bewusst. „Ich glaube, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß verrückte Dinge machen werden“, prophezeite der ehemalige Nationalspieler. In die kommenden Reaktionen seiner früheren Bosse setzt Scholl vollstes Vertrauen. „Man kann sich darauf verlassen, dass die Verantwortlichen die richtigen Lösungen finden werden.“ Behält er Recht, dürfen sich die Bayern-Fans wohl auf einen ereignisreichen Sommer gefasst machen.

Video: Glomex

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