Nach 1:6 gegen Real

S04 zittert vor Bayern: "Die sind noch besser"

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Gegen Real Madrid bekamen die Schalker ihre Grenzen aufgezeigt - ein ähnliches Schicksal droht am Samstag in München.

Gelsenkirchen - Schalke 04 erlebte beim 1:6 (0: 2) gegen Real Madrid einen Albtraum. Am Samstag bei Bayern München droht das nächste Debakel.

Am Ende des Europapokal-Albtraums flüchtete Klaas-Jan Huntelaar in Galgenhumor. „Das heißt, wir müssen jetzt 6: 0 in Madrid gewinnen“, sagte der Torjäger von Schalke 04 nach dem historischen 1:6 (0:2)-Debakel im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen die Real-Superstars um Cristiano Ronaldo - dann verschwand er.

Manch einer vor dem Fernseher und unter den 54.442 Zuschauern in der Arena fragte sich bei der höchsten Europapokal-Heimniederlage eines deutschen Klubs, was der Bundesliga-Vierte eigentlich in der K.o.-Runde der Königsklasse zu suchen hatte. Und selbst Sportvorstand Horst Heldt geriet angesichts der Kräfteverhältnisse ins Grübeln. „Die haben 500 Millionen Euro Verbindlichkeiten und kaufen munter für 100 Millionen ein. Ich weiß nicht, wie die das machen. Darüber höre ich wenig Kritik“, klagte er.

Wie man Weltklassespieler ansammelt, ohne Schulden zu machen, dürfen Heldt und seine Schalker am Samstag (18.30 Uhr/Sky) hautnah erleben, wenn sie bei Bayern München antreten müssen. „Die sind noch besser“, meinte der Manager. Und auch ihm schien beim Gedanken daran ein wenig mulmig zu werden. Denn es droht das zweite Debakel innerhalb von vier Tagen.

„Wir fahren nicht dahin, um Schadensbegrenzung zu betreiben“, sagte Heldt zwar und versprach: „Wir werden keinen Riegel-Rudi am 16er aufbauen.“ Doch spätestens seit Mittwochabend, seit der „perfekten Nacht“ der Königlichen (Real-Trainer Carlo Ancelotti), ist jedem klar, dass Schalke von Europas Spitze Lichtjahre entfernt ist.

Gegen den Triple-Gewinner und Klub-Weltmeister FC Bayern wollen die Königsblauen sogar den einen oder anderen Spieler schonen. „Es macht keinen Sinn, angeschlagene Spieler spielen zu lassen“, sagte Heldt: „Dann müssen halt andere ran.“ Nach dem Real-Albtraum meldeten sich Kevin-Prince Boateng (muskuläre Probleme), Sead Kolasinac (Kieferprellung) und Roman Neustädter (Knieprobleme) mehr oder minder verletzt. Felipe Santana erlitt einen Muskelfaserriss und fällt nicht nur am Samstag gegen die Bayern, sondern gleich mehrer Wochen aus. „Das kommt noch dazu zu diesem Scheißspiel“, schimpfte Trainer Jens Keller.

Mit den „Galaktischen“ mithalten konnten nur die Schalker Fans, die ihr hoffnungslos unterlegenes Team 93 Minuten lang bedingungslos anfeuerten und nach dem Schlusspfiff einfach weitersangen. Immerhin mischte sich eine gehörige Portion Selbstironie in die Gesänge. „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ war beim Stand von 0:5 keine ernstgemeinte Aufforderung mehr.

sid

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