Kritik an Schweinsteiger "unerhört und eine Frechheit"

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Christian Nerlinger glaubt, dass Bastian Schweinsteiger die Antwort auf dem Platzz geben wird.

München - Bastian Schweinsteigers verbaler Rundumschlag gegen einen Journalisten sorgt auch am Tag danach für Aufsehen. Der Verein stellt sich demonstrativ vor den Mittelfeldspieler.

In einer Mitteilung mit der Überschrift „Der FC Bayern steht zu Bastian Schweinsteiger“ zählte der Klub die Erfolge von Schweinsteiger auf, ehe Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge zitiert wurde: „Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als 'Chefchen' verhöhnt und in dieser Art und Weise diskreditiert wird, ist unerhört und eine Frechheit.“

Bastian Schweinsteigers Leben in Bildern

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Ein kleiner Bayer in Lederhosen: Bastian Schweinsteiger wurde am 1. August 1984 im oberbayerischen Kolbermoor geboren. Auf dem Bild ist er drei Jahre alt. © sampics
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Schon als Sechsjähriger spielte Schweinsteiger (l.) für den FV Oberaudorf. Hier schießt er auf seinem Jugendbolzplatz in einem Punktspiel in Oberaudorf ein Tor. © sampics
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Bastian Schweinsteiger (r.) bei der F-Jugend des FV Oberaudorf 1990 im WM-Trikot.   © sampics
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1991 bei seiner Einschulung. © sampics
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Nicht nur Fußball: Bastian Schweinsteiger ist auch ein talentierter Skifahrer. Erst 2001 beendete er seine Ski-Karriere. Das Foto zeigt ihn im Winter 1992 bei einem internationalen Skirennen in Westendorf. © sampics
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Bei einem Fußballcamp 1992 in Frankfurt traf Schweinsteiger als Achtjähriger Franz Roth, Uwe Seeler und Günther Netzer. © sampics
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Fußball von der anderen Seite des Bildschirms: Mit seinem Vater im Jahr 1997. © sampics
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Seit der Saison 2002/2003 für den FC Bayern. Hier gegen Mohamed Zidan vom FSV Mainz 05 in der Saison 2005/06. © sampics
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2004 spielte Schweinsteiger bei der Europameisterschaft in Portugal mit. Das Bild zeigt ihn im Zweikampf gegen Roman Tyce (Tschechien). © sampics
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Im Jahr 2006 jagte Schweinsteiger bei der Weltmeisterschaft den Ball und schoss Deutschland gegen Portugal auf den dritten Platz. © dpa
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Bundesliga 2007/08: Marcelo Bordon und Carlos Grossmüller  von Schalke 04 gegen Schweinsteiger. © sampics
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Als gebürtiger Bayer besucht Schweinsteiger regelmäßig mit seiner Freundin Sarah Brandner die Wiesn. © sampics
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Mal nicht am Ball: Bei einer Gala des FC Bayern 2008 im Circus Krone amüsierte sich Schweinsteiger mit Freundin Sarah Brandner prächtig.  © sampics
Bastian Schweinsteigers Leben Fotos Bilder Fußball
Im November 2011 bricht sich Bastian Schweinstiger beim Champions-League-Spiel gegen den SSC Neapel das Schlüsselbein. Er muss sechs Wochen pausieren. Anschließend bricht eine große Diskussion um einen "Nachfolger" als Leitstelle im zentralen Mittelfeld aus. "Man kann Basti nicht eins zu eins ersetzen", sagt sein Kollege Philipp Lahm. © Getty

Schweinsteiger hatte sich am Donnerstag wütend gegen einen Artikel in der Sport Bild verwehrt, in dem ihm Führungsqualitäten abgesprochen wurden. Dabei beschimpfte er den anwesenden Autoren des Artikels. „Wir verstehen, dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt“, sagte Rummenigge über die Kritik: „Dass er am Ende in dieser emotionalen Situation mit seiner Wortwahl übers Ziel hinausschoss, war nicht in Ordnung. Dies weiß er.“

Die Sport Bild verteidigte ihren Reporter indes. Schweinsteiger würde seinem Anspruch, Führungsspieler zu sein „viel zu selten“ gerecht, schrieb Chefredakteur Matthias Brügelmann auf der Internetseite des Blattes. „Wenn Schweinsteiger das anders sieht, ist das sein gutes Recht. Wir haben kein Problem damit, kritisiert zu werden. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Ob seine Wortwahl für Führungsqualität und Vorbildfunktion spricht, sollen andere beurteilen“, schrieb Brügelmann weiter.

Die Pressemitteilung im Wortlaut:

Bastian Schweinsteiger (26) hat 87 Länderspiele absolviert, er hat erfolgreich an 4 Welt- und Europameisterschaften teilgenommen, er wurde 5x Deutscher Meister, 5x DFB-Pokalsieger, er stand im Champions League-Finale, er erhielt nach der WM 2010 in Südafrika international das Prädikat „Weltklasse“, wurde ins FIFA-Allstar-Team und in Deutschland zum „Mann des Jahres“ gewählt.

„Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als „Chefchen“ verhöhnt und in dieser Art und Weise diskreditiert wird, ist unerhört und eine Frechheit,“ so Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. „Wir verstehen, dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt. Dass er am Ende in dieser emotionalen Situation mit seiner Wortwahl übers Ziel hinausschoss, war nicht in Ordnung. Dies weiß er.“

Schweinsteiger hatte am Donnerstag bei der Presserunde einen Journalisten schwer attackiert, weil dieser ihn in seiner Spielführer-Rolle als "Chefchen" bezeichnet hatte.

wi

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