Interview mit Senkrechtstarter der Hinrunde

Niklas Süle: Das war für mich das Wichtigste in diesem Jahr

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Niklas Süle.

Niklas Süle war der Senkrechtstarter der Hinrunde. Keiner der prominenten FCB Innenverteidiger absolvierte mehr Spielminuten in der Königsklasse als der 22-jährige Sommer-Zugang. Ein Interview. 

München - Nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund hat sich Süle Zeit genommen, um mit der tz sein Fußball-Jahr 2017 Revue passieren zu lassen. 

Herr Süle, nach Ihren Leistungen in den vergangenen Monaten dürften auch die letzten Skeptiker in München verstummt sein. 

Niklas Süle: Mir war vor allem wichtig, dass ich es mir in München selbst beweise! Ich bin sehr froh, wie das ganze Jahr gelaufen ist. Da beziehe ich auch noch Hoffenheim mit ein! Bei Bayern habe ich viel und erfolgreich gespielt. Das Wichtigste war aber, dass ich ohne Verletzung durchs Jahr gekommen bin. 

Was war Ihr persönlicher Jahres-Höhepunkt? 

Süle: Der Confed-Cup-Sieg war natürlich besonders. Immerhin war es mein erster Titel als Profi. Auch der zweite Titel, der Supercup mit dem FC Bayern, war ein schöner Erfolg. 

Den Tiefpunkt gab es für Sie und die ganze Mannschaft dann in Paris. 

Süle: Soll ich Ihnen etwas sagen? Auch wenn es sich komisch anhört: Selbst das Spiel in Paris war wichtig für mich. Ich versuche, aus dieser Niederlage Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Carlo Ancelotti musste trotzdem gehen. 

Süle: Eine Mannschaft trägt immer eine Mitschuld, wenn der Trainer gewechselt wird. Man hinterfragt als Spieler, was man falsch gemacht hat. Ich habe nicht so lange mit Carlo Ancelotti gearbeitet, ihn aber als guten Trainer empfunden. 

Unter Jupp Heynckes blüht die Mannschaft wieder auf. 

Fans beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Süle: Jupp Heynckes hat die Schrauben gefunden, an denen wir Spieler dann letztendlich gedreht haben. Durch die harte Arbeit im Training unter Jupp Heynckes haben wir uns das Polster in der Liga erspielt. Die führen wir mit elf Punkten an, obwohl wir zwischenzeitlich fünf Zähler Rückstand hatten. 

Apropos zufrieden: In welchen Bereichen haben Sie sich seit Ihrem Wechsel zum FCB verbessert?

Süle: Ich war ja schon in Hoffenheim Nationalspieler, auch wenn ich noch nicht so viele Länderspiele wie mancher Teamkollege hier auf dem Buckel habe. Aber gerade Duelle gegen die besten Mannschaften in Europa helfen mir als jungem Spieler, in meiner Entwicklung immer wieder einen Schritt nach vorne zu machen. 

Sie wirken trotz Ihres Alters schon sehr abgeklärt. 

Süle: Ich habe hier im Verein viel Spielpraxis bekommen und war stets in einem guten Rhythmus. Außerdem hat mir auch Joachim Löw in schweren Länderspielen sein Vertrauen geschenkt, wie beispielsweise gegen Frankreich. Dadurch habe ich mich sehr gut gefühlt. Außerdem komme ich immer besser rein. Was ich damit sagen will: Wenn du tagtäglich mit Ausnahme-Spielern wie Franck Ribéry auf Weltklasse-Niveau trainierst, dann musst du immer auf Spannung sein. Diese Spannung nimmst du in jedes Spiel mit. Der Rest hat viel mit Selbstvertrauen zu tun, enorm wichtig für junge Spieler. 

Ihre Ziele für 2018? 

Süle: Ich versuche, weiterhin meine Einsätze zu bekommen und mich im Training anzubieten. Meine Situation weiß ich trotz der guten Hinrunde aber auch einzuschätzen: Ich bin im ersten Jahr hier und muss noch viel lernen. Das ermöglicht mir der Trainer aber in unserer täglichen Arbeit. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. 

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