KNVB erstmals in Amsterdam dabei

Louis van Gaal bei Schwulenparade

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Hollands Nationaltrainer Louis van Gaal

Amsterdam - Erstmals wird der niederländische Fußballverband KNVB in diesem Jahr beim weltberühmten Schwulenkorso auf Amsterdams Grachten vertreten sein.

Nationaltrainer Louis van Gaal und KNVB-Vorsitzender Michael van Praag nehmen am 3. August auf einem „Fußballboot“ an dem Umzug teil, gab der Verband am Samstag bekannt.

„Das ist ein Meilenstein“, sagte Irene Hemelaar, die Vorsitzende der Stiftung ProGay, die den Bootskorso organisiert. „Ein Boot voller Trainer und Spieler sehen wir als Inspiration für den Fußball und den Amsterdamer Gay Pride.“ Die komplette Liste der teilnehmenden Sportler wird kurz vor der Veranstaltung veröffentlicht, die alljährlich der Höhepunkt der Amsterdamer „Gay Pride“-Woche ist.

"Menschlich eine Katastrophe": Die schärfsten Kritiken an Louis van Gaal

"Menschlich eine Katastrophe": Die schärfsten Kritiken an Louis van Gaal

"Hätte van Gaal in seiner ersten Saison nicht das letzte Gruppenspiel in der Champions League gegen Juventus Turin gewonnen, hätte er schon damals nicht die Winterpause überlebt. Aber dann ging es plötzlich. Leider waren die anschließenden Erfolge mit dem Double und dem Erreichen des Finales in der Champions League offenbar für van Gaal der Startschuss zum 'Take over Bayern München'." © getty
Uli Hoeneß: "Unter Louis van Gaal habe ich eines gelernt: Du kannst den besten Fachmann haben. Aber wenn es keinen Spaß macht, dann will ich ihn nicht. Ich will Erfolg für den Klub haben, aber noch mehr will ich Spaß am Fußball und an der täglichen Arbeit haben. Der darf darunter nicht leiden. Wenn ich keinen Spaß habe, habe ich auch keinen Erfolg." © getty
"Die Mannschaft war zweifellos zu lieb. Wir hatten ja kaum Gelbe Karten oder harte Fouls. Das lag aber nicht an den Spielern, sondern am System. Louis van Gaal hat ja geglaubt, man könne dem Gegner den Ball weggucken." © dpa
"Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt." © dpa
Karl-Heinz Rummenigge: "Van Gaal ist kein Mensch, der auch nur einen Prozentpunkt Kompromisse eingeht. In der Rückrunde der vergangenen Saison haben wir zügig bemerkt, dass es schwierig wird. Die Entscheidungen von Kraft angefangen bis zu van Bommel, und viele andere Dinge, trugen dazu bei. Einen solchen Stil kann man pflegen, doch man muss dann Erfolg haben." © dpa
Philipp Lahm: Der Kapitän hatte rückblickend geäußert, nach der starken ersten Saison mit dem Double-Gewinn und dem Sprung ins Finale der Champions League habe sich van Gaal in der zweiten Spielzeit "schlicht geweigert, die Mängel seiner Philosophie zur Kenntnis zu nehmen und zu beseitigen". © Sampics
Franck Ribéry: "Es ist kein Geheimnis, dass Louis van Gaal und ich keine Freunde waren. Wir hatten manchmal Stress. Zwei Jahre lang lang habe ich keinen Spaß gehabt. Diese Zeit hat mich mehr als angekotzt." © getty
Jörg Butt: "Es kann nicht sein, dass ein leitender Angestellter in einem funktionierenden Verein alles umwerfen will. Der FC Bayern hat eine sportliche Linie gesucht - niemanden, der den Verein übernehmen will. Das Problem war, dass er nicht bereit war, die Identität des Vereins anzunehmen. Er hat den Erfolg vielleicht ein bisschen sehr auf sich bezogen." © ap
Hamit Altintop (jetzt Real Madrid): "Van Gaal hat mich absolut ignoriert, obwohl ich Vollgas gegeben habe. Ich hatte nicht die hundertprozentige Unterstützung des Trainers. Ich war immer auf der Kippe." © dpa
Martin Demichelis (jetzt FC Malaga): "Seit dem ersten Augenblick, als Louis van Gaal kam, fing alles an zu stinken." © getty
Lucio (jetzt Inter Mailand und von van Gaal 2009 weggeschickt): "Ich hätte mir gewünscht, dass der Trainer erst mal mit mir spricht, bevor er sich festlegt. Ich denke einfach, ein bisschen mehr Respekt hätte ich verdient gehabt." © dpa

Ob sich dabei Fußballer als schwul outen wollen, wurde nicht bekannt. Das Thema Homosexualität im Profi-Sport gilt auch in den Niederlanden als sensibel. Der Trainer von Ajax Amsterdam, Frank de Boer, hatte im vergangenen Jahr mit einer Äußerung über die vermeintliche Unsportlichkeit von Schwulen für Wirbel gesorgt. In Deutschland sicherte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach Spielern Unterstützung zu, die sich als homosexuell outen wollen.

dpa

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