Zwist mit Vilanova beigelegt

Pep verschickt Versöhnungs-SMS

Pep Guardiola
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  • Gregory Straub
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München - Es waren schwere Vorwürfe, die zwischen Tito Vilanova und Pep Guardiola im Raum standen. Doch die beiden haben sich inzwischen offenbar versöhnt.

Beim FC Barcelona passte kein Blatt zwischen Pep Guardiola und Tito Vilanova, den einstigen Chef- und Co-Trainer der Katalanen. Danach ist das Verhältnis gewaltig abgekühlt. Vilanova erhob schwere Vorwürfe. Er fühlte sich im Stich gelassen vom einstigen Weggefährten, hätte sich während seiner Krebserkrankung Zuspruch erwartet von Guardiola. "Ich war allein, ich musste eine schwere Zeit überstehen und hätte Hilfe gebraucht", so Vilanova.

Offensichtlich tat es Guardiola leid. Wie die spanische Zeitung Sport berichtet, griff er zum Handy und schickte Vilanova eine SMS. Seitdem tauschen sich die beiden wieder öfter aus. Guariola fragt nach Vilanovas Gesundheitszustand, während sich dieser erkundigt, wie sich der 42-Jährige in München einlebt. Öffentlich äußern wollen sich die beiden dem Bericht zufolge nicht mehr zum Thema - stattdessen wollen sie ihre Freundschaft im Privaten wieder aufleben lassen. Dass die Probleme überhaupt an die Öffentlichkeit gezerrt wurden, war ein Fehler. Das wissen beide.

Vilanova hatte im Juli einen Krebs-Rückfall erlitten, der ihn zum Rücktritt beim FC Barcelona zwang. Insofern tut ihm jeder Zuspruch gut - erst recht der seines Freundes Pep Guardiola.

lin/wi

So tickt Neu-Bayer Pep Guardiola

So tickt Neu-Bayer Pep Guardiola

Josep Guardiola ging im Fußball bei Johan Cruyff und Louis van Gaal in die Lehre. Beim FC Barcelona trieb er das Kurzpassspiel zur Perfektion. Nun will der 41-Jährige auch die Bundesliga erobern. © dpa
Josep Guardiola wird zuweilen als der Vater des Kurzpassspiels des FC Barcelona bezeichnet. Aber dies stimmt nur zum Teil. Die Spielweise Barças, die die Fußballwelt zuweilen in Verzückung versetzt und Spanien zum Gewinn der Welt- und Europameisterschaft verhalf, hat ihre Ursprünge in der Zeit, als Johan Cruyff der Trainer der Katalanen war. © dpa
Guardiola gehörte damals Anfang der 90er Jahre als Regisseur dem „Dream Team“ des Niederländers an. © dpa
„Pep“, wie er in Spanien genannt wird, war ein Fußballer mit einer auffallend eleganten Ballbehandlung und einem Auge für frei stehende Mitspieler. Als Trainer trieb der Schüler von Cruyff und Louis van Gaal das Kurzpassspiel zur Perfektion. Dabei kam sein Erfolg eigentlich ziemlich überraschend. © dpa
Als er 2008 bei Barça die Nachfolge von Frank Rijkaard antrat, war er als Trainer fast ohne Erfahrung; denn er hatte bis dahin nur die B-Elf betreut und dieser zum Aufstieg in die 3. Liga verholfen. © dpa
Dafür kannte er seinen Heimatclub wie kein Zweiter. Der Maurersohn hatte dereinst bei Barça als Balljunge angefangen und wusste um die Qualitäten des Nachwuchses. Binnen vier Jahren sammelte er mit dem FC Barcelona als Trainer 14 Titel, darunter zwei Champions-League-Siege und drei spanische Meisterschaften. © dpa
Ende der vorigen Saison verzichtete er auf eine Verlängerung seines Vertrags und ließ sich mit seiner Familie zu einem „Sabbat-Jahr“ in New York nieder. © dpa
Als Trainer war Guardiola in Spanien zwei Jahre lang nicht nur der Rivale von José Mourinho gewesen, sondern auch in menschlicher Hinsicht ein Gegenspieler des Portugiesen. Während der Coach von Real Madrid sich in der Rolle des Provokateurs und Rüpels zu gefallen scheint, tritt Guardiola eher zurückhaltend und bescheiden auf. © dpa
Er beherrscht die Kunst der feinen Ironie und gilt als ein Feingeist, der abseits des Fußballplatzes den Kontakt zu Kulturschaffenden sucht. © dpa
Er gibt grundsätzlich keine Interviews. © dpa
Der Grund: Guardiola will Journalisten kleinerer Medien nicht benachteiligen. © dpa

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