Hoeneß: „Die Konkurrenz weiß jetzt, wo wir stehen“ / Zoff wegen Ribéry-Elfmeter

Philipp Lahm: "Und das war erst der Anfang…"

Philipp Lahm findet deutliche Worte in Richtung Bayern-Konkurrenz.
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Philipp Lahm findet deutliche Worte in Richtung Bayern-Konkurrenz.

Stuttgart - Mannomann, war der angefressen! Stuttgart-Manager Horst Heldt kochte schon in der Halbzeit.

Da lag sein VfB gegen die Bayern bereits mit 0:3 in Rückstand. Und Heldt sagte Dinge, die er in aufgeräumtem Gefühlszustand schön für sich behalten hätte. Zum Beispiel: „Das war fahrlässig, ohne Mumm. Respekt ist ja gut, aber Angst ist fehl am Platze!“

VfB-FCB: Die Bayern in der Einzelkritik und weitere Bilder vom Spiel

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Angst. In der Tat: Danach sah es aus. Stuttgart hatte gegen die Bayern ziemlich genau nullkommanull Chance. Premiere-Experte und Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld staunte über diesen VfB, der sich kein bisschen wehrte. Der General sagte: „Das sollte doch eigentlich ein Pokal-Fight sein. Fight: Das heißt, dass man versucht, die Zweikämpfe anzunehmen. Aber die Stuttgarter haben sich von den Bayern einlullen lassen. Die Bayern haben ja nicht schnell gespielt, sie waren nur ballsicher.“

Ballsicher – und dazu auch höchst unterhaltsam. Bayern-Manager Uli Hoeneß freute sich: „Das war Fußball, wie man ihn sich vorstellt. „Ich bin total begeistert.“ Vor allem deswegen, weil die Bayern in der kompletten Breite überzeugten. Hoeneß: „Es gab kaum einen Unterschied zwischen links und rechts.“

Trotzdem war der Manager nicht hundertprozentig zufrieden. Schuld war ausgerechnet Franck Ribéry – und zwar wegen seines überheblichen Elfers. Hoeneß: „Das hat mir gar nicht gefallen, das war Cirque du soleil. Franck muss sich so etwas abgewöhnen.“

Das war dann aber auch schon genug der Kritik. Insgesamt sind die Bayern glücklich. Denn, so Hoeneß: „Die Konkurrenz weiß jetzt, wo der FC Bayern steht. Wenn wir so spielen wie heute, wird es recht schwer für den Rest.“

Oder sogar peinlich. So wie eben für Stuttgart. Beim Angsthasen-Auftritt des VfB schaute auch noch der denkbar höchste Besuch zu. Denn: Bundestrainer Joachim Löw saß auf der Tribüne. Er sagte über die Bayern: „Sie spielen schnell und präzise nach vorne. Sie haben mit Ribéry, Zé Roberto und Schweinsteiger ein klares Übergewicht.“

Als Löw diese Worte sagte, ging gerade die Halbzeitpause zu Ende. Heldt war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht fertig mit dem Kopfschütteln. Er sagte: „Mir fällt gar nichts mehr ein, was ich jetzt schön reden könnte.“

Zum Beispiel auch nicht den ersten Elfmeter. In einem normalen Spiel hätte man da ja lang diskutieren können. Aber in so einer Partie? Da sagte Heldt bloß: „Ob das jetzt ein Elfer war oder nicht, ist mir auch schon wurscht.“ Ganz und gar nicht wurscht war dem VfB-Manager dagegen die Einstellung seiner Truppe. Insbesondere im Vergleich mit Bayern-Superstar Ribéry. Heldt schimpfte: „Der macht da 18 Übersteiger. Unsere Spieler schauen zu, wie schön er das macht und lassen sich beeindrucken.“

Auch Löw hatte eine Vorstellung vom Innenleben der Stuttgarter Spieler. Sie seien wohl „moralisch etwas geknickt“. Und die Bayern schwelgten derweil… Verteidiger Philipp Lahm lächelte: „So einfach kann Fußball sein, wenn man aggressiv und gut organisiert ist.“ Und genau so soll’s bleiben. Lahm: „Das war erst der Beginn der Rückrunde. Jetzt hoffen wir, dass es so weitergeht. Wir haben die beste Qualität der Liga. Das wird man in der Rückrunde sehen.“

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Quelle: tz

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