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Regionalliga: Kleine Bayern nutzen Bayreuth-Patzer - wird es nochmal spannend?

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Alle Mühe vergebens: Die SpVgg Bayreuth (in gelb) stolperte über den designierten Absteiger Rosenheim.
Alle Mühe vergebens: Die SpVgg Bayreuth (in gelb) stolperte über den designierten Absteiger Rosenheim. © Imago

Nach dem furiosen Sieg gegen den FC Bayern II verlor die SpVgg Bayreuth am Wochenende gegen Schlusslicht Rosenheim. Kommt die Demichelis-Elf wieder ran?

München – Wird es jetzt etwa doch noch mal spannend im Aufstiegskampf? Nachdem sich die SpVgg Bayreuth am Ostermontag mit dem deutlichen 4:0-Heimerfolg über den FC Bayern II einen satten Elf-Punkte-Vorsprung an der Spitze der Regionalliga Bayern erarbeitet hatte, schien das Meisterschaftsrennen bereits entschieden. Zu souverän präsentierten sich die Oberfranken seit vielen Monaten:

In den letzten 14 Spielen sammelte die Spielvereinigung von 42 möglichen Punkten stolze 40, insgesamt wurden sogar 17 Partien in Folge ohne Niederlage angehäuft. Am Samstag aber musste auch Bayreuth mal wieder die unliebsame Erfahrung einer Niederlage machen. Im eigenen Stadion unterlag der Spitzenreiter dem abgeschlagenen Schlusslicht und designierten Absteiger TSV 1860 Rosenheim, der zuvor 13-mal in Serie nicht gewonnen hatte, mit 0:4!

Die kleinen Bayern ließen sich nicht zweimal bitten, gewannen ihre Partie in Rain am Lech mit 4:2 und verkürzten den Rückstand damit auf acht Zähler – mit noch einer Partie in der Hinterhand. Ihre gute Frühjahrsform bestätigte derweil einmal mehr die SpVgg Unterhaching, die mit dem 2:0-Sieg am Samstag in Schweinfurt zum siebten Mal in Folge unbesiegt blieb. Immerhin einen Punkt, der sich im Kampf um den Ligaverbleib noch als wertvoll erweisen könnte, nahm indes der SV Heimstetten vom torlosen Gastspiel bei der Reserve des 1. FC Nürnberg mit. Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelang unterdessen dem FC Pipinsried mit dem 2:0-Erfolg in Buchbach.

TSV Rain/Lech – FC Bayern II 2:4 (1:2)

Trotz heftiger Gegenwehr gelang dem FCB-Nachwuchs am Samstag die erhoffte Wiedergutmachung für die schmerzhafte 0:4-Pleite im Gipfeltreffen mit der SpVgg Bayreuth. „Wir waren heute verpflichtet, eine Reaktion zu zeigen“, wusste auch Bayern-Coach Martin Demichelis, „das haben wir getan“. Dabei hatten die Platzherren zunächst noch jeweils eine Antwort gefunden auf die ersten beiden Führungstreffer der Münchner durch Armindo Sieb (24.) und Gabriel Vidovic (39.), David Bauer (33.) und Fadhel Morou (48.) glichen zweimal aus. Der dritten Münchner Führung durch Lucas Copado (58.) aber hatten die Schwaben nichts mehr entgegen zu setzen, Vidovic stellte mit seinem zweiten Tor (69.) den Endstand her. Nachdem die Saison bereits gelaufen schien, können die „Bayern-Amateure“ nun plötzlich mit einem Sieg am Mittwoch (19 Uhr) im Nachholspiel gegen den TSV Buchbach wieder auf fünf Punkte an Tabellenführer Bayreuth herankommen. Obwohl auch danach noch fünf Partien zu absolvieren sind, könnte dort übrigens auch schon die markante 100-Tore-Marke geknackt werden. Stolze 98 Tore erzielten die kleinen Bayern bislang bereits, mehr als drei pro Partie.

Schweinfurt 05 – Unterhaching 0:2 (0:0)

Nach teilweise haarsträubenden Leistungen bis zur Winterpause hatte Unterhachings Trainer Sandro Wagner immer wieder um Geduld gebeten: „Wir sind in einem Entwicklungsprozess.“ Der Ex-Nationalspieler sollte Recht behalten, denn zuletzt ist beim Drittliga-Absteiger der Knoten geplatzt. In Schweinfurt mussten die Hachinger sieben Stammkräfte ersetzen und es kamen erneut mehrere Nachwuchsspieler zum Einsatz. Mit dem erst 19-Jährigen Daniel Hausmann sorgte dann auch prompt einer dieser Youngster per Doppelpack (66., 72.) für den Auswärtssieg. Die Analyse kam diesmal von Co-Trainer Thomas Kasparetti, weil Chefcoach Wagner zur Hochzeit seines Bruders eilte: „Bis zur Pause haben wir uns schwer getan, aber dann doch noch verdient gewonnen.“

1. FC Nürnberg II – SV Heimstetten 0:0

Wie wichtig der Punktgewinn am Samstag bei der zweiten Mannschaft des fränkischen Zweitligisten war, zeigte sich erst nach dem Abpfiff beim Blick auf die anderen Ergebnisse. Heimstetten bleibt dadurch auf einem Nichtabstiegsplatz, allerdings punktgleich mit dem ersten Relegationsrang. In einer ausgeglichenen, umkämpften Partie ohne die ganz großen Tormöglichkeiten verdienten sich die Gäste den Auswärtszähler redlich. 23 seiner 35 Punkte sammelte der SVH ohnehin auf eigenem Platz, insofern hofft auch Trainer Christoph Schmitt „schon darauf, dass es ein Vorteil sein könnte“, dass seine Elf vier der fünf letzten Saisonspiele im eigenen Stadion austragen darf.

TSV Buchbach – FC Pipinsried 0:2 (0:1)

Der FC Pipinsried konnte zwei wichtige Erfolge verbuchen. So stellte Manager Tarik Sarisakal das Trainerduo für die kommenden Saison vor: Nikola Jelisic und Mijan Prijovic sind die Nachfolger von Andreas Pummer. Zudem konnte sich Pipinsried mit dem 2:0-Sieg in Buchbach erst einmal der Abstiegssorgen entledigen. In einer ruppigen Partie erzielten Marvin Jike (4.) und Albano Gashi (54.) die Treffer für die Gäste und Trainer Pummer atmete nach den vielen Personalproblemen in den letzten Wochen sichtlich auf: „Das waren enorm wichtige Punkte für uns.“ (Klaus Kirschner und Matthias Horner)

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