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Sieglos-Serie des FC Bayern II hält an - Haching marschiert - Türkgücü und Heimstetten zu harmlos

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Martin Demichelis und der FC Bayern II treffen auf Wacker Burghausen.
Neun Punkte nach neun Spielen: Martin Demichels und der FC Bayern II haben auf die Hachinger schon einen großen Rückstand. © Imago Images / Beautiful Sports

Während Haching in der Regionalliga einen Big Point holt, ist der FC Bayern II seit fünf Partien sieglos. Türkgücü und Heimstetten fehlt die Durchschlagskraft.

München – Mit dem 1:0-Erfolg im Spitzenspiel bei Drittliga-Absteiger Würzburger Kickers festigte die SpVgg Unterhaching endgültig ihren Status als Topfavorit auf die Meisterschaft. Auch dass Vizemeister FC Bayern II in dieser Spielzeit nichts mit dem Titelrennen zu tun hat, scheint spätestens seit dem Wochenende geklärt. Das 2:2 am Freitagabend im Grünwalder Stadion gegen den FV Illertissen war die bereits fünfte sieglose Partie in Serie für den Talentschuppen des Rekordmeisters.

Weiter auf seinen ersten Einsatz für Absteiger Türkgücü wartet indes der zuletzt verpflichtete Brasilianer Caiuby. Ohne den 34-Jährigen mangelte es den Münchner Türken auch in Pipinsried an Durchschlagskraft, das 0:2 war die zweite Begegnung in Folge ohne eigenen Treffer. Der SV Heimstetten hingegen blieb zum vierten Mal in Folge ohne Sieg, am Samstag unterlag man unglücklich mit 0:1 beim TSV Rain/Lech.

SpVgg Unterhaching feiert Big Point bei den Würzburger Kickers

Würzburger Kickers - SpVgg Unterhaching 0:1 (0:0). Mit dem dritten Sieg in Serie haben die Hachinger nicht nur die Tabellenführung verteidigt, sondern auch einen hoch gehandelten Konkurrenten weiter distanziert. Knapp 3600 Zuschauer sahen eine hart umkämpfte Partie mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Der Spitzenreiter stand kompakt in der Defensive und wirkte bei den Kontern gefährlicher als die Unterfranken.

Zwei Neuzugänge verantworteten schließlich den Matchball: Auf Vorlage von Maximilian Welzmüller erzielte Mathias Fetsch seinen sechsten Saisontreffer (55.). „Wir haben gegen die beste Mannschaft der Liga verloren“, erkannte Kickers-Trainer Marco Wildersinn neidlos an. Hachings Chefcoach Sandro Wagner zeigte sich natürlich zufrieden: „Es war das erwartet schwere Spiel, wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht und stehen auch athletisch sehr gut da, das ganze Spiel hat Spaß gemacht und wir genießen diesen wichtigen Sieg.“

Hachinger Hochgefühl: Co-Trainer Sven Palinkasch jubelt mit dem Siegtorschützen Mathias Fetsch.
Hachinger Hochgefühl: Co-Trainer Sven Palinkasch jubelt mit dem Siegtorschützen Mathias Fetsch. © sven leifer

FC Bayern II: Fünf Spiele ohne Sieg gab es zuletzt zum Jahreswechsel 2016/17

FC Bayern II - FV Illertissen 2:2 (1:1). Dass der Nachwuchs des Rekordmeisters in dieser Spielzeit nicht über die selbe Qualität verfügt wie noch in der Vorsaison, war schon in den ersten Spielen erkennbar gewesen. Nachvollziehbar auch, dass die „Bayern-Amateure“ nach den Abgängen der Routiniers Nicolas Feldhahn und Maximilian Welzmüller mit einer außerordentlich jungen Mannschaft in die Saison gingen.

Erstaunlich indes, dass etliche Spieler in ihrer zweiten Saison im Männerfußball bestenfalls stagnieren (Brückner, Aydin, Copado), die teils hoch gehandelten Neuzugänge bislang noch nicht die nötige Reife für Erwachsenenfußball unter Beweis stellen konnten (Lee, Zvonarek, Tikvic) – und sich Trainer Martin Demichelis nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie dennoch „mit der kämpferischen Leistung meiner Jungs bis zum Schluss sehr zufrieden“ zeigte.

FC Bayern II: Negativserie wie zuletzt zum Jahreswechsel 2016/17

Dabei hatte es eine solche Negativserie in der Regionalliga zuletzt über den Jahreswechsel 2016/17 gegeben. Auch am Freitagabend boten die kleinen Bayern wieder feine Unterhaltung inklusive zweier sehenswerter Volleytore von Leon Fust (39.) und Kapitän Timo Kern (62.). Demgegenüber allerdings standen die ebenso bekannten Defensivschwächen, nach den beiden Gegentreffern (33., 48.) vom Freitag stehen insgesamt bereits 16 Einschläge zu Buche. Zur Erinnerung: Vor gerade einmal zwei Jahren, im Juli 2020, feierte die Reserve des FC Bayern unter Trainer Sebastian Hoeneß noch die Meisterschaft in der 3. Liga.

FC Pipinsried - Türkgücü München 2:0 (0:0). Da die Spielberechtigung für Caiuby noch immer fehlt, stellt sich allmählich die Frage, ob dieser Transfer nur einen dieser Türkgücü-Marketing-„Coups“ darstellt, die man eigentlich hinter sich zu haben gelobte. Trainer Alper Kayabunar jedenfalls musste auch am Freitag in Pipinsried ohne den 34-jährigen Brasilianer auskommen, seine Offensive blieb erneut harmlos.

Regionalliga Bayern: SV Heimstetten und Türkgücü München bleiben am 9. Spieltag ohne Tor

Dazu gesellten sich die Gelb-Rote Karte für Innenverteidiger Michael Zant (85.) sowie zwei späte Gegentore durch Halit Yilmaz per Elfmeter (87.) und Claudio Milican (93.), sodass Kayabunar seiner Mannschaft „keine gute Partie“ attestieren musste. Gemangelt habe es vor allem, so der 36-Jährige, an der „Durchschlagskraft in der Offensive“. Da hilft es nicht, einen routinierten Torjäger in den eigenen Reihen zu haben, diesen aber nicht einsetzen zu dürfen.

TSV Rain/Lech - SV Heimstetten 1:0 (0:0). Dass der SVH im elften Pflichtspiel der Saison zum ersten Mal nicht mindestens zwei Gegentore kassiert hatte, brachte am Ende wenig. Nachdem die Platzherren kurz zuvor noch einen Strafstoß vergeben hatten (67.), sorgte Leo Benz für den einzigen Treffer des Nachmittags (72.). Bis dahin waren die Kirchheimer die überlegene Mannschaft mit den besseren Chancen gewesen, die jedoch allesamt versiebt wurden.

Entsprechend frustriert äußerte sich Co-Trainer Roman Langer, der den erkrankten Christoph Schmitt vertrat, nach dem Abpfiff. Nachdem man „aus dem Nichts das 0:1“ bekommen hatte, so der 32-Jährige, „konnten wir nicht mehr an die zuvor gezeigte Leistung anknüpfen“. Es wird nicht leichter für den SVH, die nächsten Aufgaben lauten Burghausen und FC Bayern II. (MATTHIAS HORNER UND KLAUS KIRSCHNER)

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