„Habe nichts gegen ihn“

Löw-Hammer! Von wegen Lewandowski - Bundestrainer fordert einen anderen Weltfußballer

Robert Lewandowski ist für viele momentan das Maß der Dinge und sollte Weltfußballer werden. Bundestrainer Joachim Löw hat aber einen anderen Favoriten.

  • Robert Lewandowski* ist nach seinen überragenden Leistungen für den FC Bayern* heißer Anwärter auf den Titel des Weltfußballers.
  • Der Goalgetter würde sich nach eigener Aussage auch selbst den Titel geben.
  • Für Bundestrainer Joachim Löw hat allerdings ein anderer Spieler die Nase vorn.

München - Torschützenkönig in der Bundesliga*, dem DFB-Pokal* und der Champions League*, Gewinn des Triples* mit dem FC Bayern: Robert Lewandowski hätte nicht viel mehr tun können, um den Titel des besten Spielers der Welt zu gewinnen. Mit breiter Brust stellt er auch selbst klar: „Ich würde mir den Ballon d‘Or selbst geben. Wir haben alles gewonnen, was es zu gewinnen gab und ich war in jedem Wettbewerb Torschützenkönig“.

FC Bayern: Sollte Robert Lewandowski Weltfußballer werden? Nicht für Joachim Löw

Für die meisten eine nachvollziehbare Argumentation - nicht aber für Bundestrainer Joachim Löw. Er würde den Titel nicht an den Polen vergeben. Er sprach sich stattdessen für einen deutschen Bayern-Star aus. „Ich habe nichts gegen Robert Lewandowski, er ist ein Torjäger der Superklasse, aber für mich wäre der Weltfußballer in diesem Jahr: Manuel Neuer“, sagte der 60-Jährige im Kicker.

Löw schwärmte von den starken Leistungen Neuers in der Champions League. „Manu ist eine Klasse für sich. Wahnsinn, unglaublich. Was er gerade in der Finalrunde in Lissabon gehalten hat! Er hat den Laden hinten dicht gehalten.“ Er erkannte aber auch die herausragenden Leistungen Lewandowskis, der am Sonntag bereits zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden war, an. Es sei „super, natürlich klasse, wenn du wie Lewandowski 15 Tore schießt“, so Löw. „Aber: Gegen Lyon und Paris war Manuel in schwierigen Situationen zur Stelle, sonst steht es vielleicht 0:1 oder 1:1.“ Neuer erhielt bei der deutschlandweiten Wahl lediglich eine Stimme.

FC Bayern: Löw spricht sich für Manuel Neuer als Weltfußballer aus - Rummenigge ist klar für Lewandowski

Zwar wird es den klassischen „Ballon d‘Or“, der von der französischen Zeitung France Football vergeben wird, nicht geben. Allerdings kürt die Fifa seit dem letzten Jahr den Weltfußballer parallel auch wieder selbst. Karl-Heinz Rummenigge sprach sich deutlich für den polnischen Torjäger aus und versicherte, dass der Titel vergeben werden soll. Gerüchten zufolge rief er sogar persönlich bei der Fifa an.

Trotz Löws Aussage wird Neuer bei der Wahl wohl nur Außenseiterchancen haben, denn: Seit seiner Einführung gewann noch nie ein Torhüter den Titel. Oliver Kahn* wurde 2002 Zweiter, Manuel Neuer im Jahr des WM-Triumphs Dritter.

FC Bayern: Bundestrainer Löw setzte immer auf Neuer - und erntete heftige Kritik

Der Bundestrainer dürfte sich mit den starken Leistungen des DFB-Kapitäns aber bestätigt fühlen. Stets blieb Neuer seine Nummer eins - trotz des meist überragend haltenden Barca-Keepers Marc-André ter Stegen. Diese Entscheidung wurde teils heftig kritisiert - nun dürften diese Stimmen zumindest zeitweise verstummen. Währenddessen wird Serge Gnabry beim Rekordmeister ab der kommenden Spielzeit eine neue, ganz besondere Rückennummer* tragen. (epp) *tz.de ist Teil des Ìppen-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Tom Weller

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