„Böser Lehrer“

Bayern-Rekordmann Lewandowski adelt Ex-Trainer Klopp - „War nicht nur eine Vaterfigur für mich“

Jürgen Klopp und Robert Lewandowski
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Jürgen Klopp umarmt Robert Lewandowski. Bei Borussia Dortmund feierten sie zusammen die Meisterschaft und einen Pokal-Erfolg

Robert Lewandowski gehört zu den besten Stürmern der Welt. Dass der Angreifer eine Weltkarriere hinlegen wird war nicht vorgezeichnet. Eine Schlüsselfigur half ihm dabei: Jürgen Klopp.

München - Triple-Sieger, Weltfußballer, und seit seinem 40. Saisontreffer, Bundesliga-Rekordtorschütze. Robert Lewandowski ist der Erfolgsgarant für den FC Bayern*. Dank seiner Tore behaupten sich die Münchner unter den europäischen Top-Clubs, gewannen vergangene Saison die Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions-League. Für Bayern-Trainer Hansi Flick steht fest: „Im Moment ist Robert der beste Stürmer auf der Welt.“

Lewandowskis Weg an die Spitze war jedoch nicht vorgezeichnet. In einem Players‘ Tribune-Beitrag blickt der Bayern-Star auf seine Karriere zurück - und räumt Ex-Coach Jürgen Klopp eine ganz besondere Rolle ein.

Robert Lewandowski: Jürgen Klopp sei „Vaterfigur“

Robert Lewandowski startete seine Profi-Karriere beim polnischen Top-Club Legia Warschau. Mit 17 Jahren der Rückschlag: Lewandowski flog aus der Mannschaft. Seine Physis, sein Können reiche nicht aus. Der sportliche Tiefpunkt folgte auf einen Schicksalsschlag, den der 16-jährige zuvor hinnehmen musste. Sein Vater Krzystof verstarb an Krebs. Lewandowski erholte sich von den Rückschlägen und unterschrieb 2010 bei Borussia Dortmund. An der Seitenlinie: Jürgen Klopp.

Robert Lewandowski und Jürgen Klopp blicken auf eine erfolgreiche Vergangenheit bei Borussia Dortmund zurück

Jürgen Klopp, der „böse Lehrer“

„Nur durch ein paar Worte und seine Körpersprache habe ich ihn verstanden“, beschreibt Lewandowski den Austausch mit Jürgen Klopp. In seinen ersten zwei Spielzeiten in Dortmund vermochte der Offensiv-Spieler nicht zu überzeugen. Erst nach einem Krisengespräch mit seinem Coach platzte der Knoten, Lewandowski traf und traf. Rückblickend schreibt der 32-jährige Pole dem Austausch mit Klopp eine entscheidende Rolle zu. „Jürgen war nicht nur eine Vaterfigur für mich. Als Trainer war er der ‚böse‘ Lehrer“, erklärt Lewandowski bei Players‘ Tribune. „Er gab sich nicht damit zufrieden, dass du eine 2 bekommst. Jürgen wollte immer die 1 sehen. Er wollte es nicht für sich. Er wollte es für dich“, führt er aus. Klopp habe ihm auf diesem Weg „so viel beigebracht“.

Lewandowskis Entwicklung erfuhr zuletzt ihren vorläufigen Höhepunkt: Mit 40 Toren in einer Saison knackte er Gerd Müllers „Ewigkeitsrekord“. Im letzten Saisonspiel gegen den FC Augsburg hat Lewandowski die Gelegenheit, sich zum alleinigen Rekordhalter zu küren.

Jürgen Klopp bescheinigt Lewandowski „unglaubliche Entwicklung“

2014 trennten sich Klopps und Lewandowskis Wege. Der Offensivmann wechselte aus dem Ruhrgebiet an die Isar, Klopp blieb bei Dortmund. Aus den Augen verloren sich die ehemaligen Weggefährten trotzdem nicht. Nach der Champions-League-Begegnung der Bayern gegen Klopps aktuellem Verein, dem FC Liverpool*, kam ihr besonderes Verhältnis zum Vorschein. Die Münchner schieden 2019 gegen die Reds aus, nach dem Schlusspfiff nahm sich Jürgen Klopp für Lewandowski Zeit, umarmte den enttäuschten Torjäger innig.

Auch die Rekordsaison des Bayern-Stürmers blieb auf der Insel nicht unbemerkt. Auf einer Pressekonferenz am 14. Mai schwärmte Liverpool-Coach Klopp von Lewandowskis Fähigkeiten. Er habe eine „unglaubliche Entwicklung genommen“, so der deutsche Trainer. Eine Entwicklung an der Klopp wohl maßgeblich Anteil hatte. (jjf)

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