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Lewandowski will beim FC Bayern bleiben - doch eine Aussage macht die Bosse sauer

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Von: José Carlos Menzel López

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Robert Lewandowski lässt mit seinen klaren Aussagen aufhorchen.
Robert Lewandowski lässt mit seinen klaren Aussagen aufhorchen. © dpa / Uwe Anspach

Das Thema Robert Lewandowski beschäftigt den FC Bayern schon seit Monaten. Auch die klaren Worte des Polen in einem Interview haben einen seltsamen Beigeschmack.

München - Das Lewandowski-Theater ist vorbei – zumindest vorübergehend. In einem Interview mit der Sport Bild hat sich der Bayern-Stürmer nach monatelangen Spekulationen endlich zu Wort gemeldet und einen Wechsel ausgeschlossen. „Ich verschwende nun keine Gedanken mehr an das Ausland“, so der Pole.

Ausschlaggebend für den Verbleib soll Trainer Niko Kovac gewesen sein, wie der 30-Jährige schildert: „Er hat mir erklärt, wie er spielen lassen will, wie alles funktioniert. Das hat mir sehr gut gefallen. Nach diesem Gespräch habe ich für mich entschieden, dass ich bleiben will. An diesem Tag hat sich meine Denkweise geändert.“ Was ein Gespräch alles bewirken kann…

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Zuvor kreisten seine Gedanken schon um einen Wechsel – und die Schuld daran sollen mitunter die Bosse des Rekordmeisters getragen haben. Gerade im Frühjahr, als das Bällchen vor allem in der Königsklasse nicht in den Kasten wollte, habe Lewandowski die nötige Rückendeckung vom Verein gefehlt. „Im April, Mai hat fast jeder gegen mich geschossen. Und ich habe keinen Schutz vom Verein empfunden, ich habe mich in der Situation alleine gefühlt. Ich habe in zwei, drei wichtigen Spielen kein Tor geschossen, und plötzlich hieß es für alle: Feuer frei gegen Lewandowski. Ich habe niemanden gesehen, der damals hinter mir stand. Auch keiner der Bosse hat mich verteidigt.“

Lewy fühlt sich alleine gelassen

Aussagen, die in der Chefetage wohl für Aufsehen sorgen dürften – schließlich stimmen sie so nicht. Offiziell wollte sich der Klub auf tz-Nachfrage nicht äußern, folgende Zitate Karl-Heinz Rummenigges vor dem CL-Viertelfinalrückspiel in Madrid sprechen jedoch für sich. Auf die Torflaute des Polen angesprochen, entgegnete der Vorstandsboss damals: „Ich finde diese Diskussion lächerlich. Der hat auch dieses Jahr 39 Tore (40 nach Saisonende, d.Red.) gemacht. Wir sind froh, dass er bei uns ist. Das ist eine Tormaschine.“

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Fakt ist: Nach nur zwei Toren in der CL-K.o.-Phase sowie null bei der WM standen die Argumente für einen Wechsel ohnehin nicht auf Lewys Seite. Und nun? Wünscht sich der Stürmer eine Aussprache mit den Bossen: „Ich hätte gerne eine Erklärung, ein offenes Gespräch unter Männern.“ Vielleicht sollte Lewandowski dieses dann auch intern suchen – und nicht über die Presse oder seinen Berater Pini Zahavi. Zumal der sich mit der Terminfindung bei Uli Hoeneß ja ohnehin schwertut…

José Carlos Menzel López

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