tz-Interview

Rummenigge: „Toni wird bleiben!“

Luca Toni
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An Luca Tonis Miene wird sein Unmut sichtbar. Der Stürmer ist verletzt, doch ab Donnerstag will er wieder voll angreifen.

München - Gut erholt sieht Karl-Heinz Rummenigge aus, braun gebrannt und entspannt. Vor einer Woche kehrte er aus seinem Sylt-Urlaub zurück. Im tz-Interview spricht er über den Saisonstart, die Giftpfeile aus Wolfsburg und darüber, warum Luca Toni bei den Bayern bleiben wird.

Herr Rummenigge , nach zwei Spieltagen haben die Bayern zwei Punkte. Zufrieden?
Rummenigge:

Ich würde mal so sagen: Wir haben zum Teil guten Fußball gespielt, speziell jeweils in der zweiten Hälfte. Aber wir könnten ohne Frage mehr als zwei Punkte haben.

Liegt das an der holprigen Vorbereitung?
Rummenigge:

Nein, das hat nichts mit der Vorbereitung zu tun. Sondern wir haben einen neuen Trainer, ein neues System, neue Spieler – und eben auch einige Torchancen nicht genutzt.

Bayern-Stars privat

foto

Klinsmann hatte nach zwei Spieltagen auch nur zwei Punkte, da murrten die Fans bereits. Haben Sie jetzt Angst vor Unruhe?
Rummenigge:

Nein, das habe ich nicht! Und wir sollten nicht den Fehler machen, nach zwei Spielen Wasserstandsmeldungen abzugeben. Eine Tabelle ist für mich nach zwölf oder 14 Spieltagen aussagefähig und nicht nach zweien. Hier ist niemand nervös oder unruhig.

Gefällt Ihnen im Sturm der Zweikampf Miro Klose gegen Ivica Olic ?
Rummenigge:

Ich warne davor, den Luca Toni zu vergessen. Der kommt jetzt zurück, und wenn er gesund ist, wird er hochmotiviert angreifen. Der wird seinen Stammplatz aus den letzten zwei Jahren nicht einfach so abgeben!

Viele dachten schon, er würde gar nicht mehr für die Bayern spielen.
Rummenigge:

Falsch. Er wird am Donnerstag zurückkommen und er wird beim FC Bayern bleiben.

Ganz sicher?
Rummenigge:

Absolut.

Und wenn er aus Italien einen Verein mitbringt, der ihn haben will?
Rummenigge:

Wird er nicht. Er will sich bei Bayern durchsetzen und wenn er schmerzfrei ist, dann wird er angreifen. So kenne ich ihn.

Und wenn er weg will?
Rummenigge:

Das will er nicht.

Ist er stark genug, die Stürmer vor sich zu verdrängen?
Rummenigge:

Jeder Spieler möchte spielen und muss bereit sein, um seinen Platz zu kämpfen. Und Luca ist bereit! Wir haben halt im Sturm eine sehr komfortable Situation. Van Gaal hat da wirklich die Qual der Wahl.

Die wertvollsten Bayern-Spieler

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Aus Wolfsburg hieß es jetzt, Bayern sei nicht mehr so stark wie in den letzten Jahren.
Rummenigge:

Dass Wolfsburg als deutscher Meister sehr großes Selbstvertrauen hat, ist okay. Und sie spielen ja auch guten Fußball. Ich lese das alles, aber ich bin weit davon entfernt, mich aus der Reserve locken zu lassen. Ich habe ja gelesen, dass selbst der Trainer von Eintracht Frankfurt glaubt, Kommentare in Richtung Bayern München abgeben zu müssen. Das ist alles okay, ich nehme das schmunzelnd zur Kenntnis – mehr aber auch nicht. Wir leben in einer Demokratie, da darf jeder seine eigene Meinung haben.

Warum kommen diese Provokationen?
Rummenigge:

Jeder wird seine Motivation haben. Ich sage immer: Neid ist das Rezept der Mittelmäßigen.

Bleibt Wolfsburg der stärkste Konkurrent?
Rummenigge:

Wolfsburg hat ein gutes Team und ist zu Recht Meister geworden. Aber jetzt warten wir mal ab. Denn es ist natürlich ein Unterschied, ob man in Köln spielt oder in Hoffenheim.

Interview: jj

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