Winterzugang von Heynckes beeindruckt

Bei erstem Auftritt: Jetzt spricht Sandro Wagner offen über seine Rolle beim FC Bayern

Sandro Wagner ist wieder zu Hause. So umschreibt der Stürmer selbst die Rückholaktion des FC Bayern. Besonders von der Zusammenarbeit mit Jupp Heynckes verspricht er sich viel.

Doha - Sandro Wagners zweite Zeit beim FC Bayern beginnt im 4000 Kilometer entfernten Katar. Während des sechstägigen Trainingslagers will sich der aller Wahrscheinlichkeit nach einzige Winterzugang seinen Platz im Starensemble erarbeiten. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt abseits des Rasens verspricht der 30-Jährige vollen Einsatz - auch ohne Ball: „Es ist nicht meine Spielweise nur vorne zu warten. Ich versuche der Mannschaft zu helfen, gerade auch im Defensivbereich. Das macht mir auch Spaß.“

Fast etwas untypisch für einen Stürmer summiert er am Ende eines Tages nicht unbedingt seine erfolgreichen Abschlüsse auf: „Ich habe auch Spaß beim Tore vorbereiten. Ich bin nicht unglücklich, wenn wir 4:0 gewinnen und ich kein Tor mache.“ Seine Erkenntnis aus knapp drei Jahrzehnten im Fußball: „Wenn die Mannschaft Erfolg hat, hat man auch persönlich Erfolg.“

Training ohne Ball: Sandro Wagner schwitzt in Katar.

Wagner über FCB-Anfrage: „Musste überhaupt nicht nachdenken“

13 Millionen Euro haben die Roten ausgegeben für den gebürtigen Münchner, der bis 2020 unterschrieben hat und nach neuneinhalb Jahren wieder das Trikot des Rekordmeisters überstreifen wird. Auch wenn sich der Transfer letztlich über einige Wochen hingezogen hat, war die Sache für Wagner schnell klar: „Ich musste überhaupt nicht nachdenken. Wenn Bayern anfragt, ist das eine besondere Situation. Für mich war klar, dass ich nach Hause will zu meinem Verein.“

Die Trainerpersonalie dürfte also eher nebensächlich gewesen sein - auch wenn nicht auszuschließen ist, dass sich die Wege von Wagner und dem aktuellen Hoffenheimer Coach Julian Nagelsmann an der Säbener Straße auch längerfristig kreuzen werden. Die Gegenwart aber heißt Jupp Heynckes. Von dem 72-Jährigen hält der Confed-Cup-Sieger eine ganze Menge: „Es ist eine Riesenehre, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es ist schon beeindruckend, wie jemand eine so große Gruppe einfangen und für sich gewinnen kann. Solche Persönlichkeiten imponieren mir.“

Bilder: FCB-Tag zwei in Doha - Zeit für Selfies mit Fans und Gastgebern

Ob das auch für den Gastgeber des Trainingslagers gilt? Viel gesehen hat Wagner von Katar noch nicht: „Wir sind im Dunkeln angekommen und direkt ins Hotel gefahren. Also könnte ich auch in Österreich oder Spanien sein.“ Die Reporterfrage zur Kritik an der katarischen Auslegung der Menschenrechte umdribbelt er gekonnt: „Ich bin eher in der bayerischen Politik zu Hause.“ Lässt der eigentlich immer meinungsfreudige Wagner seine Gegenspieler ähnlich souverän ins Leere laufen, werden die Bayern viel Freude an ihrer neuen Nummer „2“ haben.

Sandro ist mit dabei:

Video: Glomex

mg

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