Zoff? Stärke aus der Harmonie!

Schweini: Konkurrenzkampf "nicht so dramatisch"

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Bastian Schweinsteiger (l.) findet die Diskussion über den Konkurrenzkampf übertrieben.

München - Nationalspieler Bastian Schweinsteiger sieht den scharfen Konkurrenzkampf um die Stammplätze beim FC Bayern nicht so dramatisch. Er will die Diskussion darum beenden.

Es ist kein allzu steiniger Weg mehr für den FC Bayern. Das Ziel ist praktisch schon zu sehen, die Strecke im offenen Cabrio bei der folgenden Meisterfeier dürfte fast beschwerlicher zurückzulegen sein als die sportlich entscheidende bis zur Vergabe der Schale. Nur für den Hintergrund die Lage der Fakten: Der Vorsprung des Rekordmeisters auf Platz zwei beträgt elf Zähler, am Sonntagabend könnten es schon 13 sein. Wenn Leverkusen und Dortmund sich nämlich nicht auf einen Sieger einigen können und ihre Punkte teilen. Natürlich müssten die Münchner selber zuvor in Mainz gewinnen (Samstag, 15.30 Uhr), zudem gilt es im Moment, sich nicht noch irgendwelche andere Hindernisse in den Weg zu legen. Bastian Schweinsteiger scheint da etwas in dieser Art ausgemacht zu haben. Es geht um die Unzufriedenheit der Reservisten, die derzeit überall Thema ist.

„Ich meine, man sollte nicht jeden Tag darüber sprechen. Denn wenn man jeden Tag darüber spricht, zieht sich diese Diskussion ja umso mehr immer weiter. Und ich sehe es nicht so extrem, wie es dargestellt wird!“

Für den Mittelfeld-Chef steht fest, dass der große Kader insbesondere in den kommenden Wochen, wenn wieder im Drei-Tages-Rhythmus gespielt wird, wichtig wird. Bis dahin nimmt auch er sich in die Pflicht, kommuniziert viel. Denn, so Schweinsteiger: „Wenn man so große Ziele hat wie wir, dann kann man auch eine Stärke daraus ziehen, wenn Harmonie entsteht, wenn der Mannschaftsgeist stimmt!“ Und weiter: „Wir alle wissen: Wenn man hier mal unentschieden spielt oder gar verliert, was menschlich ist, dann ist hier immer ein bisschen Zirkus los. Dann ist es wichtig, dass die Mannschaft Ruhe bewahrt und intern zusammenhält.“

Damit es gar nicht erst soweit kommt, gilt es nun, beim kniffligen Auswärtsspiel in Mainz souverän aufzutreten und drei Punkte zu holen.

Daniel van Buyten warnte gestern bereits: „In den letzten Spielen haben wir uns da sehr, sehr schwer getan. Da herrscht immer eine heiße Stimmung, Mainz hat läuferisch starke Spieler und spielt kompakt.“ Der Belgier, ebenfalls lange in der Reservisten-Rolle, will weiter zu Null spielen. Die Situation der Kollegen auf der Bank sieht er ebenfalls nicht so dramatisch. „Die Saison ist lang, wir haben viele Spieler! Wenn wir Erfolg haben wollen und am Ende einen Titel feiern möchten – und nicht wieder so doof aussehen möchten wie letztes Jahr –, dann müssen alle an einem Strang ziehen. Egal, wer spielt.“

mic

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