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Schweini: Welchen Kollegen ich als Freund bezeichne

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Bastian Schweinsteiger © M.I.S.

München - Offen wie nie plaudert Bastian Schweinsteiger aus dem Bayern-Nähkästchen. Er berichtet von einstigen Differenzen, verrät die Siez-Regel und wen er als Freund bezeichnen würde.

"Erst mal hinten anstellen" - so lautet der wichtigste Ratschlag von Bastian Schweinsteiger an junge Kollegen, die neu zum Team stoßen. Offen wie nie gibt Bayerns Vize-Kapitän in einem Interview mit der Neon Einblicke in interne Vorgänge.

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Seinen Tipp hat er offenbar einst selbst missachtet. Der junge Schweinsteiger tunnelte Michael Ballack im Training und bekam dafür eine saftige Abreibung. Dass er als Grund eine Verwechslung anführte - aufgrund der ähnlichen Haarpracht von Ballack und Roque Santa Cruz - schützte ihn auch nur bedingt. Heute ist der Fall umgekehrt: Schweinsteiger ist der Große, die anderen sind die Youngster und begegnen ihm mit großem Respekt. "Alaba tunnelt mich nicht", so Schweinsteiger, Xherdan Shaqiri ebenso wenig.

Am Anfang sei er von David Alaba sogar gesiezt worden - inzwischen sind die beiden natürlich beim Du angelangt. Umgekehrt habe es Oliver Kahn ihm einst nicht leicht gemacht - und zunächst kaum mit ihm geredet und oft nicht Hallo gesagt. "Jeder der Spieler hatte ein Handtuch. Meines war aber weg. Dann ist mir aufgefallen, dass Kahn sein Handtuch benutzt, um sich die Haare zu trocknen. Und meines, um die Handschuhe sauber zu machen", erinnert sich Schweinsteiger.

Das Verhältnis besserte sich natürlich. Schweinsteiger erarbeitete sich den Respekt, nicht nur bei Kahn. Dass die Jungen sich in der Hierarchie zurückhalten müssen, galt früher wie heute. Sogar bei den Dienstwagen. Jedes Jahr dürfen sich die Profis ein neues Auto aus dem Audi-Sortiment aussuchen. Doch "freie Auswahl" gibt es nur offiziell. Schweinsteiger: "Früher gab es die Regel, dass die jungen Spieler nur unter den kleineren Autos auswählen dürfen. Heute ist zumindest klar, dass sich ein 19-Jähriger nicht das größte Auto nimmt. Das muss man sich erst mal verdienen. Das finde ich gut."

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Im Neon-Interview verrät Schweinsteiger auch, wen aus der Mannschaft er als Freund bezeichnen würde: Holger Badstuber. Auch mit Kapitän Philipp Lahm verbindet ihn ein gutes Verhältnis. Beide unterstützen sich gegenseitig - Lahm bekommt sogar einen ausdrücklichen Dank dafür, dass man ihn immer anrufen kann, wenn es Fragen zu internen Abläufen gibt.

Schweinsteiger hat sich ein Maximum an Respekt erarbeitet - durch sein Auftreten und seine Leistung. Nur eines haut irgendwie immer noch nicht hin: dass sich Uli Hoeneß seinen Namen merken kann. "Neulich auf der Jahreshauptversammlung hat er mich mal wieder Sebastian genannt", so Bastian Schweinsteiger. Er ärgert sich darüber aber nicht. "Nein. Ich finde das auch ein bisschen lustig." Auch die Gelassenheit ist eben größer geworden.

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