"Qualität und Mentalität setzen sich immer durch"

Seitz: Das war der beste Spieler, den ich je trainiert habe

Holger Seitz will mit der U17 des FC Bayern den Titel verteidigen. Foto: mis

Holger Seitz spricht in einem Interview mit dem DFB über seine Arbeit im Junioren-Berich des FC Bayern. Er begründet, warum Glück oder Pech bei einem Talent auf dem Weg zum Profi eine untergeordente Rolle spielt und schwärmt von zwei Spielern. 

Mit den B-Junioren des Rekordmeisters ist Seitz noch ungeschlagen und auf Kurs. Ein Fünf-Punkte-Polster bei einem Spiel weniger auf den ersten Verfolger Mainz hat er sich in 15 Spielen mit seiner Mannschaft erarbeitet. Zurücklehnen möchte er sich deshalb natürlich nicht, wie er im Interview mit

dfb.de

unterstreicht: "Trotz unseres Vorsprungs dürfen wir uns deshalb keine große Schwächphase erlauben, wenn wir unser Ziel erreichen wollen. Das wissen die Jungs." 

Seit dieser Spielzeit verantwortet der 43-Jährige die U17. Vergangene Saison verpasste er noch mit der U19 die Deutsche Meisterschaft nur knapp im Elfmeterschießen gegen Dortmund, vor der Kulisse des Signal-Iduna-Parks. Im Sommer wechselte er dann einen Jahrgang nach unten und hat - nach eigener Aussage - ein anderes Jobprofil als noch bei den A-Junioren. "Da sind wir Trainer dann auch schon mal mehr als Pädagogen gefragt. Ich lege beispielsweise viel Wert darauf, den Spielern in wöchentlichen Analysegesprächen Rückmeldungen über ihren Leistungsstand zu geben, sie zu unterstützen und ihnen vor allem aufzuzeigen, wo ihre Stärken liegen, damit sie Selbstvertrauen aufbauen können", sagt er über die geänderten Anforderungen. "Die Schwächen dürfen nicht im Vordergrund stehen. Selbstvertrauen hat etwas mit Vertrauen in sich selbst zu tun." 

Dass er Spieler in einem schwierigen Alter betreut, ist dem ehemaligen Co-Trainer der U17-Nationalmannschaft bewusst. Die Youngster stehen an der Schwelle zum Profibereich und haben für die Zukunft entscheidende Entwicklungsschritte vor der Brust: "Grundsätzlich haben alle die Chance, es zu schaffen", glaubt Seitz. "Wäre diese Möglichkeit icht da, dann würden sie nicht einem Bundesliga-Leistungszentrum angehören. Was die absolute Spitze angeht, wird die Luft allerdings naturgemäß sehr dünn. Dabei bin ich allerdings der Meinung, dass Glück oder Pech - wie es häufig formuliert wird - hier allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen, wenn überhaupt. Vielmehr setzen sich Qualität und Mentalität am Ende immer durch." 

Ein Kicker, auf den diese Eigenschaften zutreffen, ist der beim FC Bayern ausgebildete heutige Nationalspieler Emre Can vom FC Liverpool. Für Seitz bis dato der beste Spieler, den er trainer hat: "Schon mit 16 Jahren war er ein echter Leadertyp. Es war beeindruckend, wie weit er schon in diesem jungen Alter war. Auf und außerhalb des Platzes."

Bei den B-Junioren des Rekordmeisters tummelt sich mit Oliver Batista-Meier ebenfalls ein hoffnungsvolles Talent. Freilich will der Trainer keinen allzugroßen Druck auf seinen Schützling ausüben, der für die U17 und U19 in der Bundesliga und Youth League bereits 20 Treffer in 20 Spielen markiert hat . "Es spricht für Olivers Leistungen und ein wenig auch für unsere Arbeit, dass wir ihn schon nach oben abgeben durften. Oliver ist zweifellos ein sehr großes Talent, was er ja auch schon bein seinen Einsätzen in der U19 bewiesen hat."

Quelle: fussball-vorort.de

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