23-Jähriger im Interview

Serge Gnabry plant großes Projekt: „Ist vielleicht mal Zeit für etwas anderes“

1. FC Nürnberg - Bayern München 1:1
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Serge Gnabry macht sich auch abseits des Platzes viele Gedanken. 

Serge Gnabry möchte etwas von seinem Erfolg zurückgegeben. Der FCB-Spieler plant ein großes Projekt in der Heimat seines Vaters. 

München - Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry möchte ein größeres soziales Projekt in Afrika aufbauen. „Ich bin so erzogen worden, dass man immer teilen sollte. Deswegen sind mir soziale Projekte wichtig. Ich möchte zu einem Mann reifen, über den man gut spricht. Es ist noch nicht konkret, was ich genau machen werde - aber ich werde definitiv ein größeres soziales Projekt in der Heimat meines Vaters, der Elfenbeinküste, aufbauen“, sagte der Flügelspieler des FC Bayern München im Mitgliedermagazin „51“. „Im Schulwesen, im Gesundheitswesen - da gibt es viel zu tun, und es muss sich auch gar nicht auf die Elfenbeinküste beschränken.“

Der 23-Jährige kann sich vorstellen, sich nach dem Laufbahnende hauptsächlich solchen Projekten zu widmen. „Ich möchte etwas von dem zurückgeben, was mir das Leben gegeben hat. Es ist gut möglich, dass ich mich nach meiner Karriere vordergründig solchen Projekten zuwende. Wenn sich von null bis 35 Jahren alles bei dir um Fußball gedreht hat, ist es vielleicht auch mal Zeit für etwas anderes“, führte der sechsmalige Nationalspieler aus.

Serge Gnabry spricht über Rassismus

Gnabry sprach sich in dem Interview für harte Strafen bei Rassismus-Vorfällen aus. „Es ist einfach so sinnlos, ich verstehe die Leute nicht, die so etwas machen. Meine Meinung ist, dass wir in einer Welt leben, die von ihrer Vielfalt profitiert. Da sollten Toleranz und Zivilcourage selbstverständlich sein“, sagte der frühere Arsenal-Profi. „Ich bin sehr offen für alle Kulturen, das hat meine Zeit in London sicher forciert, und ich bin bis heute unendlich dankbar, dass ich schon früh solche Erfahrungen sammeln durfte. Im Fußball ist kein Platz für Rassismus. Und wenn manche das anders sehen, sollten die Strafen meiner Meinung nach nicht hoch genug ausfallen.“

Uli Hoeneß hat sich indes zum Streitthema 50+1 geäußert. Man „solle sich Investoren gegenüber öffnen“. 

Der VfB Stuttgart ist auf der Suche nach einem neuen Trainer für die nächste Saison. Ein ehemaliger Bayern-Trainer könnte die Lösung sein. 

dpa

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