Er schrieb Premier-League-Geschichte

Ablösefrei! Einer der besten Stürmer der Welt ist auf dem Markt - Was macht Brazzo?

Er sorgte für einen der größten Momente der Fußball-Geschichte, ist der beste ausländische Stürmer der Premier League - nun ist Sergio Agüero ablösefrei zu haben.

Manchester - Eine Ära geht zuende: Sergio Agüero und Manchester City gehen getrennte Wege! Der Argentinier wird die Skyblues zum Saisonende verlassen. Das teilten der Spitzenreiter der Premier League und der 32-Jährige am Montag mit. Nach zehn Jahren bekommt der Top-Stürmer also keinen neuen Vertrag mehr. Dabei sind die Werte von Agüero unglaublich.

Beispiel gefällig? Der Angreifer stand 384 Mal für die Citizens auf dem Platz, dabei erzielte er 257 Tore und bereitete 73 weitere vor. Dabei gelangen ihm 181 Treffer in der Premier League - das ist hinter den Legenden Alan Shearer (260), Wayne Rooney (208) und Andy Cole (187) bis heute der viertbeste Wert.

Sergio Agüero verlässt Manchester City: Er schrieb Premier-League-Geschichte

Gleichzeitig hat es Agüero in der PL damit zum treffsichersten nicht-englischen Stürmer aller Zeiten geschafft. Bei der Konkurrenz mit Thierry Henry, Robin van Persie oder Nicolas Anelka eine herausragende Leistung. Noch erstaunlicher: Agüero benötigte in der wohl besten Liga der Welt 108 Minuten für ein Tor - keiner der treffsichersten 25 Spieler hat einen besseren Wert.

Dass seine 257 Tore ein Vereinsrekord für Manchester City sind, ist dabei schon selbstredend. Sein legendärster Treffer? Klar - das Meister-Tor gegen die Queens Park Rangers 2012. Lokalrivale United hatte sein Spiel gegen Sunderland bereits gewonnen und wäre damit Champion gewesen. Agüero und seine Kollegen brauchten einen Sieg für den Titel - lagen kurz vor Schluss aber mit 1:2 hinten. Dann glich Edin Dzeko in der 92. Minute aus. Doch es brauchte noch ein Tor. Und dann kam er, der Ex-Schwiegersohn von Fußball-Legende Diego Maradona: Agüero drang in den Strafraum ein, wurde sogar noch gefoult und donnerte das Leder trotzdem in die Maschen.

Reporter-Legende Martin Tyler kommentierte das Geschehen. Sein „Agüeroooooo“ beim 3:2 in der 94. Minute beschrieb einen der größten Momente der modernen Fußball-Geschichte. Für City war es der erste Meister-Titel nach 44 Jahren. Den kompletten Wahnsinn können Sie hier noch einmal mit Original-Kommentar miterleben:

Im Video: Sergio Agüero schießt Manchester City zur ersten Meisterschaft seit 44 Jahren

Neun Jahre später ist das Kapitel Agüero bei Manchester City nun zuende. Er wird keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Vier Meisterschaften, fünf Siege im Liga-Pokal und einen Triumph im FA-Cup nimmt der Argentinier mit. „Sergios Beitrag für Manchester City in den letzten zehn Jahren kann nicht genug betont werden“, sagte der Klub-Chef Khaldoon Al Mubarak. Es werde eine Statue von ihm errichtet, kündigte der Unternehmer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an.

FC Bayern München: Sergio Agüero ablösefrei zu haben - schlägt Salihamidzic zu?

Und dann? Noch ist nicht klar, wie die Reise für Agüero weitergeht. Sicher ist nur: Wenn ein Stürmer dieses Kalibers auf den Transfermarkt kommt, ist die komplette Fußballwelt in Alarmbereitschaft. Der große Vorteil: Er ist ablösefrei zu haben! Warum sollte also nicht auch der amtierende Champions-League-Sieger, der Klub-Weltmeister, die derzeit beste Vereinsmannschaft des Planeten über eine Verpflichtung nachdenken?

Schließlich ist man beim FC Bayern München immer auf der Suche nach Verstärkungen. Greift Sportvorstand Hasan Salihamidzic also zum Hörer? Die Chancen gehen wohl gegen Null. Verletzungsbedingt absolvierte Agüero in der Vergangenheit nur einen Bruchteil der Spiele, mit seinen 32 Jahren ist er wohl auch zu alt für die Roten. Und ob er sich mit einer Backup-Rolle abfinden würde? Schließlich hat man mit Robert Lewandowski schon den Top-Stürmer schlechthin in seinen Reihen.

Viel eher wird es Agüero, der in England einst zum „besten ausländischen Premier-League-Spieler aller Zeiten“ gewählt wurde, wohl wieder nach Spanien ziehen. Nicht zu seinem Ex-Klub Atletico Madrid, aber möglicherweise zum FC Barcelona. Die Katalanen sollen in den Gesprächen schon sehr weit sein. (akl/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Poolfoto

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