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Sogar Weltklasse-Busquets adelt Schweini

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Sergio Busquets ist beim FC Barcelona und in der spanischen Nationalmannschaft eine feste Größe
Sergio Busquets ist beim FC Barcelona und in der spanischen Nationalmannschaft eine feste Größe © Getty

München - Für FC-Bayern-Trainer Jupp Heynckes ist Sergio Busquets neben Bastian Schweinsteiger der beste Mittelfeldmann der Welt. Jetzt schwärmt sogar der Spanier von Schweini!

Eigentlich war die Pressekonferenz schon beendet, doch Jupp Heynckes wollte unbedingt noch ein paar lobende Worte über Bastian Schweinsteiger loswerden. Der Trainer von Bayern München würdigte seinen Mittelfeldspieler einmal mehr als „Hirn der Mannschaft. Er ist ein großer Stratege. Wie ein Filmregisseur sein Drehbuch hat, hat Bastian seinen Matchplan“, meinte der 67-Jährige. Schweinsteiger sei „mit Sergio Busquets der beste Mittelfeldspieler der Welt“.

Busquets, angesprochen auf das Lob, gibt die Blumen weiter an Schweini. "Bastian ist ein kompletter Spieler, der alle Facetten des Spiels beherrscht", schwärmt der Star des FC Barcelona gegenüber der "Bild": "Sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft spielt er seit Jahren auf großartigem Niveau. Er ist einer der Besten der Welt."

Was Heynckes nach dem 2:0 in Wolfsburg am vergangenen Freitag zu dieser Hymne veranlasst hatte, ist klar. Wieder einmal war in den vergangenen Wochen eine Diskussion um den 28-Jährigen aufgekommen, diesmal angestoßen von Günter Netzer und Olaf Thon. Im Kern ging es darum, ob die Spielweise von Schweinsteiger überhaupt noch zeitgemäß sei, ob er die Schnelligkeit und das Tempo besitze, um den Anforderungen im modernen Fußball gerecht zu werden.

Die besten Fußballer der Geschichte

Beim jüngsten Länderspiel in Frankreich (2:1) war Schweinsteiger, der wegen einer Knöchelverletzung abgesagt hatte, vom Dortmunder Ilkay Gündogan auf der Sechser-Position glänzend vertreten worden. Dies hatte die Debatte ausgelöst - eine Debatte, die Schweinsteiger ärgert.

Schweinsteiger reagierte verärgert

„Die Leute sind es nicht wert, über sie zu sprechen. Heute erzählen so viele Leute was, das interessiert mich nicht. Ich kenne die überhaupt nicht, die kennen mich auch nicht“, sagte der Bayern-Star ziemlich angefressen. Vor allem der Einwurf von Weltmeister Thon, dass er in der Nationalmannschaft möglicherweise wie Michael Ballack enden würde, dürfte Schweinsteiger schwer getroffen haben.

Ballack gilt als Inbegriff eines Spielers, bei dem es nie zum ganz großen Wurf gereicht hat. Noch gilt dies auch für Schweinsteiger, obwohl er in seiner Karriere mit den Münchnern jeweils fünfmal die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann. Deshalb hängt dem 28-Jährigen immer noch die bittere Final-Niederlage in der Champions League gegen Chelsea im vergangenen Sommer besonders nach, als die Münchner fast schon beide Hände am Pott hatten.

Auch wenn er „noch gelegentlich daran denke“, sei dies inzwischen „mehr eine Motivationsstütze“, sagte Schweinsteiger vor dem Achtelfinal-Hinspiel des deutschen Rekordmeisters am Dienstagabend beim FC Arsenal in London und fügte an: „Wir haben große Qualität und sind extrem hungrig auf solche Abende. Man spürt die große Motivation.“

Unterstützung auch von Löw

Unterstützung hat Schweinsteiger unlängst auch von Bundestrainer Joachim Löw erhalten. „Er ist ein international sehr erfahrener Spieler mit großer Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz“, sagte Löw der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Schweinsteiger habe „überragende Fähigkeiten, kann ein Spiel lesen und den richtigen Takt vorgeben. Das zeigt er bei Bayern München, und das hat er oft genug in der Nationalmannschaft gezeigt.“

97 Länderspiele hat der Münchner bisher absolviert. Am 22. und 26. März sollen in den WM-Qualifikationsspielen gegen Kasachstan zwei weitere Einsätze dazukommen. Dass jüngere Spieler wie eben Gündogan (22) Schweinsteiger bis zur WM 2014 in Brasilien den Rang ablaufen könnten, glaubt zumindest Heynckes nicht.

Für ihn ist das Spiel des 28-Jährigen „intelligent und zeitgemäß“. In der dominierenden Mannschaft der letzten fünf Jahre, dem FC Barcelona, spiele ein „gewisser Busquets. Der ist ein genialer Spieler, der hat in seinem ganzen Leben noch nicht gedribbelt. Warum? Weil man das Spiel verlagern muss, man muss auf engstem Raum kombinieren. Genau so macht es Schweinsteiger.“

sid / tz

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