Vorwurf von Barca-Trainer Vilanova

"Ich habe Pep gebraucht, aber er war nicht da"

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Tito Vilanova bei der Pressekonferenz in Barcelona.
  • Gregory Straub
    VonGregory Straub
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Barcelona - Nach Pep Guardiolas scharfer Kritik an der Führungsriege des FC Barcelona hat sich nun auch Barca-Coach Tito Vilanova geäußert. Der Pep-Nachfolger kann die Äußerungen seines ehemaligen Chefs nicht nachvollziehen.

Das Verhältnis zwischen Pep Guardiola und dem FC Barcelona sowie dessen Angestellten scheint nachhaltig gestört zu sein. Nachdem Guardiola das Präsidium der Katalanen in der Vorwoche harsch kritisiert hatte, ließ die Reaktion von Barca-Präsident Sandro Rosell zunächst eine Beruhigung der Lage vermuten. Doch am Dienstagmittag äußerte sich nun auch Barca-Trainer Tito Vilanova, und der hat für die Aussagen seines früheren Chefs gar kein Verständnis. "Pep liegt nicht richtig, und das hat mich überrascht. Keiner aus der Vereinsführung hat meine Krebserkrankung dazu genutzt, um Guardiola zu attackieren. Der Verein hat alles erdenklich getan, um mir zu helfen", sagte Vilanova. Guardiola hatte dem Präsidium vorgeworfen, Vilanova und ihn gegeneinander ausgespielt zu haben.

Der Barca-Trainer bestätigte zwar die Aussage Guardiolas, dass sich die beiden einmal in New York getroffen hätten (Guardiola weilte dort zum Sabbatical, Vilanova ließ seine Krebserkrankung dort therapieren, Anm. d. Red.), mehr aber auch nicht. "Er hat mich in New York besucht, als ich das erste Mal dort war. Aber als ich im Frühjahr noch einmal zwei Monate dort war, habe ich ihn nicht gesehen. Und das lag nicht an mir. Er meinte dass es besser sei, wenn wir uns nicht sehen. Er ist mein Freund, und ich habe ihn gebraucht, aber er war nicht da", klagte Vilanova und fügte hinzu: "Ich hätte das an seiner Stelle anders gemacht."

FC Barcelona - ein Porträt

FC Barcelona - ein Porträt

Die Freundschaft will Vilanova dem Bayern-Trainer aber nicht kündigen. "Ich kenne ihn seit 28 Jahren und er ist mein Freund. Mit ihm habe ich Titel gewonnen und spektakuläre Momente erlebt."

Auch die Tatsache, dass sich Guardiola Thiago Alcantara geschnappt hat, nimmt Vilanova seinem Kollegen nicht übel. "Natürlich finde ich es schade, dass Thiago nicht mehr bei uns ist. Aber ich ärgere mich nicht, dass er jetzt unter Guardiola spielt. Ich wollte, dass Thiago bleibt, aber er wusste auch, gegen wen er um einen Stammplatz kämpft: Xavi, Iniesta und Cesc - und nur zwei können spielen."

Trotzdem verweist Vilanova darauf, dass Thiago durchaus seine Einsatzzeiten bei Barca hatte: "Als er fit war, hat er in etwa 50 Prozent der Spiele absolviert. Allerdings habe ich in den wichtigen Spielen die anderen drei Spieler eher in der Lage gesehen, der Mannschaft zu helfen."

Das Wiedersehen am 24. Juli anlässlich des Freundschaftsspiels zwischen den beiden Teams geht Vilanova ganz entspannt an. "Es wurde viel gesprochen, aber es ist nur ein Vorbereitungsspiel. Die Bayern haben eine längere Vorbereitungszeit hinter sich und zudem fast die gesamte Mannschaft zur Verfügung. Beri uns fehlen im Moment noch zwölf Spieler. Aber wir werden ihnen bestmöglich entgegentreten."

Alles über Thiago lesen Sie hier

wi

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