Bayern-Präsident mit offenen Worten

Hoeneß packt bei Kroos‘ Filmpremiere aus: Diese klare Ansage machte er ihm bei Vertragsverhandlungen

Bei der Premiere des Dokumentarfilms "Kroos“ waren Jupp Heynckes und Uli Hoeneß zu Gast.
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Bei der Premiere des Dokumentarfilms "Kroos“ waren Jupp Heynckes und Uli Hoeneß zu Gast.
  • VonMerja Schubert
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Toni Kroos feierte mit seinem Film „Kroos“ erst neulich Weltpremiere. Zu Gast: Uli Hoeneß. Der erklärte, warum er ihn nicht beim FC Bayern München halten konnte.

Update vom 1. Juli 2019: Bei der Weltpremiere des Films „Kroos“, bei dem es sich um eine Dokumentation des gleichnamigen Fußballers handelt, waren natürlich allerlei Sportlegenden zu Gast. Da Kroos erst kürzlich verkündete, dass er in München nie richtig glücklich wurde, erklärte Uli Hoeneß, warum der Vertrag des Weltmeisters von 2014 vor der WM in Brasilien nicht verlängert wurde.

„Wir hatten ein Wahnsinnsangebot gemacht und ihm gesagt: ,Wenn du das nicht akzeptierst, musst du gehen‘“, erklärte Hoeneß der Bild.  

Seit 2014 spielt Kroos bekanntlich bei Real Madrid, dort wurde sein Vertrag bis 2023 verlängert. Neben seinem eben erschienenem Film wird der Deutsche versuchen, auch in Madrid noch das eine oder andere Happy End zu kreieren. 

Erstmeldung: Toni Kroos packt über FC Bayern aus: „War einfach komisch“

Madrid - Er spielte viele Jahre beim FC Bayern - doch so wirklich wertgeschätzt fühlte sich Toni Kroos vom deutschen Rekordmeister nie. Im Gespräch mit sportbuzzer.de verriet er nun, warum es zwischen ihm und den Münchnern nie so richtig funken wollte. 

Toni Kroos über seine Zeit beim FC Bayern: „Zu schnell in eine Schublade gedrängt“

„Vielleicht wurde ich von vielen zu schnell in eine Schublade gedrängt, auch aufgrund meines Spielstils, der in Deutschland lange umstritten war“, erzählt der 29-Jährige und führt aus: „Nach dem Motto: Der kämpft und grätscht nicht - die typisch deutschen Tugenden halt.“

Toni Kroos, der zuletzt für einen Tweet an seinen Bruder gefeiert wurde, stand beim FC Bayern zwischen 2006 und 2014 unter Vertrag, während dieser Zeit war der Mittelfeldstar aber zwischenzeitlich auch an Bayer Leverkusen ausgeliehen. Besonders bei seiner Vertragsverlängerung sei Kroos aufgefallen, dass irgendetwas an der Konstellation FCB-Kroos nicht stimmte. „Das Gefühl während und nach der Verlängerung war einfach komisch“, so der gebürtige Greifswalder. So habe der FC Bayern mit dieser Verlängerung und dem damit einhergehenden Topvertrag erwartet, dass Kroos wieder besser spiele. „Das ist aus meiner Sicht nicht der Rahmen für eine Verlängerung.“

Ganz anders sei das dagegen bei Real Madrid verlaufen. „Das wird groß aufgezogen, da liegt man sich in den Armen, da sind alle glücklich. Das war bei Bayern etwas anders.“

Toni Kroos über FC Bayern: Guardiola legte „Wert auf Typen wie mich“

Doch eine Personalie verhalf ihm dann schlussendlich doch noch zu so etwas wie einem „Wohlfühl-Gefühl“: Pep Guardiola. Der Spanier habe „viel mehr Wert auf Mittelfeldspieler und Typen wie mich gelegt", erzählt Kroos sportbuzzer.de. Doch diese Spieler-Trainer-Liasion hielt nur für eine Saison - im Jahr 2014 entschied sich Toni Kroos für den nächsten Karriere-Schritt: den Wechsel zu Real Madrid. „Danach war ich nicht mehr einer von sieben Nationalspielern bei Bayern, sondern der einzige in Madrid. Viele dachten, dass ich es dort nicht packe, mussten aber im Nachhinein doch zugeben, dass ich etwas kann.“ Dass es eventuell die falsche Entscheidung des FC Bayern war, Toni Kroos abzugeben, gab zuletzt sogar Uli Hoeneß zu.

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