So tröstet sich Real Madrid

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Iker Casillas & Co. lassen's krachen

Madrid - Der FC Bayern hat Real Madrid aus der Champions League gekegelt - doch so eine Meisterschaft ist ja auch nicht übel: Die Königlichen trösten sich mit dem Titel.

Jose Mourinho flog durch die Luft, Mesut Özil und Sami Khedira tanzten auf dem Rasen, in der Stadt begann eine magische Meisternacht: In ganz Madrid herrschte der Ausnahmezustand, als das Comeback der Königlichen auf Spaniens Fußball-Thron perfekt war. Die Freude und Genugtuung bei Real über die 32. Meisterschaft nach einer Saison der Superlative mit dem ewigen Kampf gegen den Erzrivalen FC Barcelona kannte keine Grenzen.

Das i-Tüpfelchen setzte Real mit den deutschen Nationalspielern Özil und Khedira am Mittwoch und damit zwei Spieltage vor dem Saisonende mit einem 3:0 beim Europa-League-Finalisten Athletic Bilbao. „Uns wurde nichts geschenkt. Wir haben den Titel zu Recht geholt“, tönte Trainer Mourinho, während Özil via Facebook erste Oben-Ohne-Fotos aus der Kabine von sich und seinen Teamkollegen um die Welt schickte.

Özil beschreibt den Meistertitel mit Real als bisherigen Höhepunkt seiner Vereinskarriere. „Das ist für mich bisher der größte Titel, weil damit die harte Arbeit einer ganzen Saison belohnt wird“, sagte der Nationalspieler dfb.de.

Der Titel wirkte nach dem Champions-League-Aus im Halbfinale gegen Bayern München zumindest kurzzeitig wie Balsam auf die Wunden der stolzen Real-Fans. Allein 6000 feierten noch bis in die frühen Morgenstunden traditionell am und auch im Cibeles-Brunnen, in der Stadtmitte verkündeten Autokorsos und ohrenbetäubende Hupkonzerte die Wachablösung in der Primera Division nach drei Jahren Barca-Dominanz. Bernd Schuster hatte Real 2008 zur letzten Meisterschaft geführt.

"Bayern hat seine Rechung beglichen!" Die Pressestimmen zum Triumph in Madrid

"Bayern hat seine Rechung beglichen!" Die Pressestimmen zum Triumph in Madrid

Die Pressestimmen zum FC-Bayern-Triumph gegen Real Madrid
Wir fassen die Pressestimmen zum Triumph der Bayern gegen Real Madrid zusammen © kim
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El País“: „Der FC Bayern lässt sich von Real nicht einschüchtern. Das Mourinho-Team beschränkte sich zu früh darauf, seinen Vorsprung zu verteidigen.“ © dapd
„El Mundo“: „Tragödie im Bernabéu-Stadion: Der FC Bayern zieht 'in extremis' ins Finale ein. Zwei Elfmeter-Paraden von Iker Casillas reichen nicht aus.“ © dapd
„ABC“: „Die Lotterie des Elfmeterschießens und der Schiedsrichter bringen ein großes Real zu Fall. Der Unparteiische versagte den Madrilenen in der Verlängerung beim Foul von Neuer an Granero einen Strafstoß.“ © dapd
„Marca“: „Schon wieder die Bestia Negra. Beim 2:0 nach 15 Minuten schien das Finale ganz nah, aber dann war es so fern. Real vergibt eine historische Chance zum Einzug ins Endspiel. Der zehnte Europacupsieg ist vertagt.“ © dapd
„As“: „Wir sind wie versteinert. Cristiano, Kaká und Ramos wandeln auf den Spuren von Messi und verschießen ihre Elfmeter.“ © dapd
Italien, „La Gazzetta dello Sport“: „Ciao Mou. Bayern hat seine Rechnung beglichen. So ähnlich muss für Real das Ende der Welt sein. Neuer hat sensationell gehalten.“ © dapd
„Tuttosport“: „Die Bayern ziehen ins Finale ein. Nach Messi ist auch Ronaldo draußen.“ © dapd
„Corriere dello Sport“: „Mourinho geht in die Knie, Bayern zieht ins Finale ein.“ © dapd
„La Repubblica“: „Auch Ronaldo patzt. Bayern spielt das Finale zu Hause gegen Chelsea.“ © dapd
„Corriere della Sera“: „Mourinho und Real gehen in die Knie. Bayern trifft im Finale auf Chelsea. Was für ein Absturz für Real.“ © dapd
„La Stampa“: „Adios Real!“ © dapd
ENGLAND: „The Guardian“: „Die Bayern haben das finale Wort. Mourinhos Madrid verliert im Elfmeterschießen.“ © dapd
„The Daily Telegraph“: „Mourinhos Traum stirbt. Schweinsteiger sichert Bayerns Sieg im Elfmeterschießen über Real, um das Finale in München gegen Chelsea perfekt zu machen.“ © dapd
„Daily Mirror“: „Special One rausgekickt von den Bayern. José Mourinho hat den Champions-League-Showdown nach einem Elfmeterschießen zum Nägelkauen verpasst.“ © dapd
„The Times“: „Man darf die Deutschen nie abschreiben. Chelsea wird das sicher nicht tun, nachdem Bayern München sich das Recht erkämpft hat, gegen den Londoner Club auf heimischem Boden am 19. Mai anzutreten - nach einer bemerkenswerten Demonstration technischer, physischer und mentaler Stärke gegen die Giganten aus Madrid.“ © dapd

Die Meister kehrten erst gegen drei Uhr in der Nacht aus dem Baskenland zurück. Ihre ganz private Sause stieg schließlich in der Madrider Nobel-Disko „Moma“. „Wir haben uns die Party verdient. Wir haben die Liga dominiert und sind verdient Meister“, sagte Torhüter Iker Casillas.

Beeindruckende 94 Punkte und 115:30 Tore stehen für das Starensemble um Superstar Cristiano Ronaldo in der Tabelle. Die Liga-Bestmarke von 107 Toren hat Real längst gebrochen, erstmals könnte eine Mannschaft zudem in der Liga die 100-Punkte-Marke erreichen. „Das ist Wahnsinn. Wir haben Fußball in allerhöchster Qualität geboten und schon so viele Punkte geholt“, ergänzte Mourinho, der seinen persönlichen Erfolg in vollen Zügen genoss.

Denn es war Mourinhos insgesamt siebter, „aber der schwierigste“ Meistertitel. Erstmals in der Geschichte schaffte es ein Trainer, in vier europäischen Top-Ligen den Titel zu gewinnen. Mourinho gelang dies mit dem FC Porto, FC Chelsea, Inter Mailand und nun mit Madrid. Dort haben sich die Fans offensichtlich mit dem mitunter egozentrischen Coach arrangiert.

„Es ist für mich eine große Freude. Ich bin zum ersten Mal in Spanien Meister geworden. Mein großes Ziel ist erreicht“, sagte Ronaldo, der mit 44 Liga-Treffern einen erheblichen Anteil am Höhenflug des Rekordmeisters hatte, aber dennoch in der Schützenliste zwei Tore hinter Lionel Messi vom „Vize“ aus Barcelona auf Platz zwei liegt. Ronaldo traf auch in Bilbao zum Endstand, nachdem Özil mit dem 2:0 für die Vorentscheidung gesorgt hatte.

Özil und Khedira haben bei Real eine Tradition fortgesetzt. Sie sind die deutschen Profis Nummer sieben und acht, die mit den „Königlichen“ den Meistertitel holten. Zuvor war dies bereits Ulli Stielike (3), Günter Netzer, Paul Breitner, Schuster (je 2), Bodo Illgner und Christoph Metzelder (je 1) gelungen.

Seine zweite Meisterschaft der Karriere feierte auch Nuri Sahin. Allerdings kam der Ex-Dortmunder in der Liga nur 82 Minuten zum Einsatz und soll wie auch der ehemalige Münchner Hamit Altintop Medienberichten zufolge zum Verkauf stehen. Sahin soll bei den Bayern im Gespräch sein.

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Trotz der diesjährigen Real-Vorherrschaft in der Liga wollen die spanischen Sportzeitungen von einer endgültigen Wachablösung noch nichts wissen. Denn im spanischen Pokalendspiel am 25. Mai in Madrid (Estadio Vicente Calderon) ist der Meister nur Zuschauer, wenn Barcelona auf Bilbao trifft. Zuvor hatte Barca bereits den nationalen und europäischen Supercup sowie die Klub-WM gewonnen.

sid

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