Bayern-Spiel bei Sky

TV-Kritik: "Dopp-Frau" Anna-Sara und Hipster-Reif

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Anna-Sara Lange (Archivfoto).

München - Anna-Sara Lange zeigte sich als "Dobb-Frau", Marcel Reif mit Hipster-Brille, und Karl-Werner Flickenschildt wurde zu Philipp Lahm: die TV-Kritik zum Bayern-Spiel von tz-Kolumnist Jörg Heinrich.

Im Rahmen der recht beliebten TV-Sendung Schlag den Schwab hat Sky am Mittwoch das Nachholspiel des FC Bayern beim VfB Stuttgart übertragen. Für den Triple-Sieger waren dort eigentlich drei Punkte fest eingeplant. Oder, wie Dschungel-Larissa aus dem Kärntner Spukhotel Marolt sagen würde: Bungt, Bungt, Bungt. Die Übertragung war recht informativ, unter anderem hat uns Marcel Reif verraten: „Philipp Lahm war zum VfB ausgeliehen, bevor er zu dem Philipp Lahm wurde.“ Ja, damals hieß Philipp Lahm noch Karl-Werner Flickenschildt. Aber hier die Sendung im Einzelnen.

Der Moderator: Sebastian Hellmann hat gleich zu Beginn Alarm geschlagen: „Die Bayern haben so ein bisschen das Verlieren verlernt.“ Tja, man kann nicht alles können, vielleicht sollte der FCB das Verlieren mal wieder üben, mit einem Schlüsselbund oder einem Handy. Viele Bayern-Fans hatten sich ja kurz vor 20 Uhr so ein bisschen gefragt: Würde das Spiel überhaupt stattfinden? Aber hier konnte VfB-Trainer Thomas Schneider im Gespräch mit Hellmann Entwarnung signalisieren: „Wir wollen das Spiel auf alle Fälle spielen, deshalb sind wir da.“ Insgesamt: Souveräne Vorstellung. Den „Highway to Hellmann“ fährt man immer gern.

Die Reporterin: Die schöne blonde Anna-Sara Lange, sieben Sprachen fließend, trat irrtümlich mit Schalke-blauem Strickmützerl an, und ist trotzdem eine Tolle. Sie wandelte furchtlos durch den VfB-Allstar-Spielertunnel, mit Bildern von Sammer, von Jogi, von Klinsi. Da kann man schon mal Angst kriegen, doch Anna-Sara blieb tapfer. Und sie stellt immer genau die richtigen Fragen, auch im Halbzeit-Gespräch mit Ober-Dortmunder Watzke. Dobb-Frau, wie der Franke sagt, demnächst mehr von ihr.

Der Kommentator: Marcel Reif trat mit Hipster-Brille an und verwirrte sich und die Zuseher erfolgreich: „Der 18. Spieltag ist gewonnen für den FC Bayern, jetzt folgt der 17.“. Ansonsten spöttelte er wohltuend wie gewohnt und erklärte, warum der letzte Spieltag 2013 erst nach dem ersten Spieltag 2014 stattfindet: „Bayern wurde zwischendurch ein bisschen Weltmeister.“ Beim möglichen VfB-Elfer in der 12. Minute erspechtete er quasi ein absichtlich-passives Aktiv-Handspiel von Rafinha. Gute Leistung von Reif, doch irgendwie war’s nicht der Tag von Karl-Werner Flickenschildt.

Jörg Heinrich

Quelle: tz

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