Eurosport vs. ZDF

TV-Kritik zum FCB-Match: Sammer erkannte eine Sache schon, als Bayern-Stars aus dem Bus stiegen

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Sammer erklärt Nagelsmann das offensive Y.

Der FC Bayern München hat beim Rückrundenauftakt TSG Hoffenheim besiegt. Unsere TV-Kritik zum ersten Spiel des Rekordmeisters im Jahr 2019.

Der FC Bayern im (mehr oder weniger) Umsonst-Fernsehen – das ist 2019 so selten geworden wie vegane Schweinsbratwürstl im Sortiment von Uli Hoeneß. Diese Fußballleckerei im ZDF wollten wir uns gestern nicht entgehen lassen. Und davor hat uns Matthias Sammer beim Eurosport die Welt aus Supersachsen-Perspektive erklärt. Das war zwar kostenpflichtig, aber überragend.

Matthias Sammer: Der BVB-Berater erkannte schon beim Busaussteigen, dass Hummels und Süle spielen – am Gesichtsausdruck! Sein Taktik-Talk mit Julian Nagelsmann, bei dem der Hoffe-Trainer listig ein „offensives Y“ ankündigte, war so ein Vergnügen – das würde man gern als Serie sehen, fünf Staffeln lang. Und als Schmankerl analysierten auch noch die Tennis-Spezis Matthias Stach und Boris Becker die Partie – neben denen plötzlich Alexander Zverev samt Trainer Ivan Lendl auftauchte. Deutschlands bester Bundesligasender schon wieder in Prachtform.

Jochen Breyer und Oliver Kahn: Gähngähn nach Steak-Intro

Oliver Kahn: Während Eurosport seine Abonnenten vor so einem Spiel eineinhalb Stunden lang mühelos bei Laune hält, fallen dem ZDF bereits zehn gelungene Minuten schwer. Der an sich ja gute Jochen Breyer bemühte sich erfolgreich, möglichst unoriginell in die Rückrunde zu starten. Er richtete in Sachen FC Bayern ein „Fernrohr“ (gähn!) auf ein „goldenes Steak“ (gähngähn!!). Undercover-Boss Kahn musste eingestehen, dass ein Titan-Steak sogar ihm zu hart zum Futtern ist. Trotzdem hatte er genau das richtige Bayern-Vorgefühl: „Wenn sie gegen Liverpool gewinnen wollen, müssen sie hier und heute damit anfangen.“ Hamse dann ja auch.

Live-Ticker zum Nachlesen: Ticker: Rückrunden-Auftakt nach Maß - Bayern schlägt Hoffenheim

Béla Réthy: Der große alte Mann vom Zweiten, der 2022 in Rente geht (unklar: vor oder nach der Wüsten-WM), wird nicht mehr allzu viele Bayernspiele kommentieren. Ob das erfreulich ist? Die einen sagen so, die anderen so. Fad ist es jedenfalls nie mit ihm. Lustigste Stelle seines beschwingten Vortrags: „Nagelsmann macht sein 100. Bundesliga-Spiel. 44 Siege, 33 Unentschieden und 22 Niederlagen. Mehr Schnaps geht nicht. Schulz.“ Erst das abschließende „Schulz“ macht die Réthy-Poesie komplett. Bei Goretzkas 1:0 hielt Béla ein Träumerchen und ließ sich drei, vier Sekunden Zeit für sein „Und Tor“. Aber egal, wir haben’s ja auch von selbst gesehen. Schulz.

Jörg Heinrich

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