tz-Experten: So kriegt Bayern jetzt die Kurve

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Es ist zum Wegschauen: Was Bayern, hier mit Olic, Kroos und van Buyten (von links), zuletzt in der Liga zeigte, war nicht ausreichend

München - Wie kriegt Bayern jetzt wieder die Kurve? Die tz hat sich bei Deutschlands Fußballexperten auf die Suche nach Antworten gemacht. Lesen Sie selbst: Es kann alles wieder gut werden!

Am Samstag kann alles schon wieder gut sein. Kann. Wenn der FC Bayern gegen Bremen gewinnt und die Borussen sich untereinander auf ein Unentschieden einigen, ist der Gipfel wieder rot und weiß. Wenn. Dieses Eventualitäten-Spielchen gab es schon vor zwei Wochen – da hätte der FC Bayern eventuell mit acht Punkten vor dem BVB wegziehen können. Es kam anders.

Nach den zwei Pleiten gegen Dortmund und Mainz sind alle Theorien beiseite gelegt, es zählen nur noch gute Ergebnisse. Das erste braucht der FCB am Samstag gegen Bremen. Die Frage ist: Wie kriegt Bayern jetzt wieder die Kurve? Die tz hat sich bei Deutschlands Fußballexperten auf die Suche nach Antworten gemacht. Lesen Sie selbst: Es kann alles wieder gut werden!

Von "Auge" bis Ziege: Ex-Bayern-Spieler als Trainer

Auch der ehemalige Bayern-Abwehrspieler Valérien Ismaël wird Trainer: Ab 2011 betreute der Franzose die U-23-Mannschaft von Hannover 96 als Cheftrainer, 2013 wechselte er zur zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg. © MIS
Früher Top-Stürmer bei den Bayern, heute Drittliga-Trainer: Mario Basler. Seinen ersten Cheftrainer-Posten nahm er 2008 beim Regionalligisten Eintracht Trier an, wurde jedoch ein Jahr später beurlaubt. © MIS
Seine zweite Station als Trainer war Wacker Burghausen. Das Ziel Klassenerhalt in der zweiten Liga erreichte er dort mit Müh' und Not. Am 24. Oktober 2011 schließlich wurde er als neuer Trainer von Rot-Weiß Oberhausen vorgestellt. Doch auch dort hielt es Mario Basler nicht lange: Bis 2012 trainierte er die Kicker von Rot-Weiß Oberhausen, derzeit hat er kein Trainer-Engagement. © sampics
Thorsten Fink spielte von 1997 bis 2006 bei den Bayern. Bereits 2005 absolvierte er eine Trainerausbildung, woraufhin er seinem Trainer Hermann Gerland bei Bayerns Zweiter zur Seite stand. 2007 übernahm er dann das Amt des Co-Trainers unter Giovanni Trapattoni bei Red Bull Salzburg. © MIS
Anschließend führte er 2008 den FC Ingolstadt in die zweite Liga. Nach der Beurlaubung in Ingolstadt heuerte er beim FC Basel an, mit dem er schließlich seine ersten Titel gewann. 2011 holte ihn der zuletzt erfolglose HSV an die Elbe. Nach zwei deftigen Pleiten ist er dort im September 2013 entlassen worden. © MIS
Lothar Matthäus: Der langjährige Regisseur im Mittelfeld des FC Bayern hat wohl nur bei Frauen noch weniger Glück als bei seinen Trainerstationen. Angefangen 2001 bei Rapid Wien, war er bereits bei sieben Teams als Cheftrainer beschäftigt. © dpa
Er trainierte Partizan Belgrad, Atlético Paranaense (Brasilien), Red Bull Salzburg und Maccabi Netanya (Israel). Außerdem trainierte er die Nationalteams von Ungarn und Bulgarien. © MIS
Markus Babbel: Seine Trainerkarriere begann der frühere Bayern-Verteidiger 2007 als Co-Trainer von Armin Veh beim VfB Stuttgart. 2009 unterschrieb er noch ohne gültige Trainerlizenz einen Vertrag als Cheftrainer beim VfB. © dpa
Babbel trainierte bei Hertha BSC seit 2010 vier Spieler aus der Bayern-Jugend. Er führte die Mannschaft 2009 zum Aufstieg in die erste Liga. Zur Winterpause wurde er entlassen. Nach einem erfolgslosen Intermezzo beim "Retorten-Klub" 1899 Hoffenheim, ist auch er momentan arbeitslos. © MIS
Jürgen Klinsmann: Als Bayern-Stürmer von 1995 bis 97 war er unzufrieden, wenngleich erfolgreich. 2008 ging das Kapitel FC Bayern und Jürgen Klinsmann in die Verlängerung: Er kehrte Trainer zu seiner ehemaligen Spielstätte zurück. Diesmal war er allerdings weder zufrieden noch erfolgreich. Uli Hoeneß bezeichnet das Trainer-Experiment Klinsmann im Nachhinein sogar als "Fehler". © dpa
Als Nationaltrainer hatte Klinsmann zuvor die Nationalelf zu Platz 3 bei der WM 2006 geführt und erfreute sich großer Beliebtheit. Inzwischen trainiert er die US-amerikanische Nationalmannschaft. © dpa
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurde Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer Trainer und war von 1984 bis 1990 Teamchef der Deutschen Elf. © dpa
Legendär sind die Szenen, als er nach dem Sieg im Endspiel der WM 1990 gegen Argentinien allein und in Gedanken verloren über den Platz wanderte, während die Spieler Ehrenrunden drehten. © dpa
Klaus Augenthaler begann seine Trainerkarriere unmittelbar nach Ende seiner aktiven Laufbahn bei der A-Jugend seines Vereins FC Bayern. Anschließend war er 2000 in Österreich beim Grazer AK tätig, bevor er zum 1. FC Nürnberg wechselte und 2001 mit dem "Club"in die 1. Liga aufstieg. © dpa
Nach seinem Engagement in Nürnberg rettete Klaus Augenthaler die Werkself aus Leverkusen 2002/03 vor dem Abstieg und führte die Mannschaft in der folgenden Saison sogar auf Platz 3 der Liga. 2005 wurde er in Leverkusen beurlaubt. © AFP
Nur drei Monate später nahm er einen Trainerjob beim VfL Wolfsburg an, der schließlich 2007 in beidseitigem Einvernehmen endete. Nachdem sein Vertrag bei der SpVgg Unterhaching zum Ende der Saison 2010/11 nicht verlängert wurde, ist er heute arbeitslos. © MIS
Mehmet Scholl holte in 15 Jahren 15 Titel mit dem FC Bayern. Ab 2009 wurde er Trainer der Bayern-Amateure, obwohl er nur die A-Lizenz besitzt. Nach der Saison 2009/10 verließ er den FC Bayern nach 18 Jahren. Nach seiner Trainerlizenz coachte er die "Kleinen Bayern" für ein Jahr, ehe er sich für den Experten-Job bei der ARD entschied. © dpa
Olaf Thon, der sechs Jahre bei den Bayern im Mittelfeld kickte, trat 2010 seinen Posten als Cheftrainer beim NRW-Ligisten VfB Hüls an, beendete aber die Zusammenarbeit im Jahr 2011. Bis heute ist dies seine einzige Station als Trainer. © MIS
Nach der Beurlaubung von Thorsten Fink beim FC Ingolstadt übernahm der ehemalige Bayern-Spieler Michael Wiesinger das Traineramt. 2010 wurde jedoch auch er entlassen. Heute trainert Wiesinger die erste Mannschaft in Nürnberg. © AFP
Die "Trainergeschichte" von Paul Breitner ist kurios: Er war 1998 für 24 Stunden designierter Bundestrainer, bevor am Ende doch Erich Ribbeck den Vertrag und somit das Amt bekam. © dpa
Sören Lerby war 1991 Trainer der Bayern, nachdem er bereits zuvor Spieler beim Rekordmeister war. Allerdings verlief die Saison unter Lerby so schlecht, dass die Bayern am Ende auf Platz 10 standen und Lerby hinauswarfen. © MIS
Andreas Brehme, von 1986-88 beim FC Bayern, erwarb die Trainerlizenz im selben Jahr wie der aktuelle Bundestrainer Joachim Löw. Im Jahr 2000 trat er sein Amt als Teamchef beim 1. FCK an und blieb dort bis 2002 erfolgreich. Nach dem Steuerskandal im Verein wurde er nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Friedrich überraschenderweise entlassen. © MIS
Beim VfB Stuttgart trat er am 24. Juni 2005 seinen Dienst als Co-Trainer von Giovanni Trapattoni an. Aufgrund des schlechten Rückrundenstartes der Schwaben wurde er mit dem gesamten Trainerstab am 9. Februar 2006 entlassen. © dpa
In der Saison 2004/05 trainierte er den Zweitligisten SpVgg Unterhaching und trat am 11. April 2005 wegen Erfolglosigkeit zurück. © Getty
Der ehemalige Bayern-Torwart Walter Junghans wurde nach seiner aktiven Karriere Torwart-Trainer beim SC Fortuna Köln. © dpa
Den Posten des Torwart-/Co-Trainers hatte er seither auch beim 1. FC Köln (1998 bis 1999), bei Benfica Lissabon (1999 bis 2001) und bei Athletic Bilbao (2001 bis 2005) inne. © sampics
In der Spielzeit 2007/08 kehrte Walter Junghans(r.) auf Geheiß von Manager Uli Hoeneß an seine alte Wirkungsstätte zurück. Jürgen Klinsmann gab im Frühjahr 2008 bekannt, dass Walter Junghans ab der Saison 2008/09 alleiniger Torwarttrainer sein wird. Nach Ankunft von Toni Tapalović als Torwarttrainer zur Saison 2011/12 ist Junghans nun im Nachwuchsbereich als Torwart-Trainer tätig. © dpa
Am 18. Februar 2010 wurde bekannt, dass Ex-Bayern-Stürmer Carsten Jancker ab sofort als Individualtrainer für den SC Neusiedl am See arbeiten und gleichzeitig einen A-Lizenz-Trainerschein machen wird, obwohl sein bis Juni 2010 laufender Vertrag beim SV Mattersburg noch nicht aufgelöst wurde. Ab der Saison 2010/11 kehrte Jancker als Nachwuchsbetreuer der U-15-Mannschaft zum SK Rapid Wien zurück. © dpa
Bernd Dreher: Der ehemalige Keeper des FC Bayern war lange Jahre Torwart-Coach bei den Bayern (2003 bis 2008). 2009 übernahm Dreher den Job beim FC Schalke 04. © MIS
Mark Hughes: In der Saison 1987/88 stürmte der Waliser für den FC Bayern (18 Spiele/6 Spiele). Nach seiner Spielerkarriere coachte Hughes einige große Teams auf der Insel: Blackburn Rovers, Manchester City und den FC Fulham. Zuvor war Hughes fünf Jahre lang Nationaltrainer von Wales. Seit 2013 trainiert er die Mannschaft Stoke City. © AFP
Jürgen Kohler: Zwischen 1989 und 1991 verteidigte Kohler für die Bayern. Nach seiner aktiven Zeit als Spieler trainierte Kohler die deutsche U21-Nationalmannschaft (Juli 2002 bis März 2003), den Zweitligisten MSV Duisburg sowie den VfR Aalen. Seit 2013 ist er Trainer der SpVgg EGC Wirges. © dpa
Bruno Labbadia: Als Spieler stürmte Bruno Labbadia für acht unterschiedliche Klubs, und auch als Trainer hat Labbadia bereits nach wenigen Jahren den Eindruck eines Wandervogels hinterlassen. Darmstadt 98, die SpVgg Greuther Fürth, Bayer Leverkusen, der Hamburger SV sowie gegenwärtig der VfB Stuttgart waren die Stationen des ehemaligen Angreifers. © dpa
Christian Ziege: Nach seiner erfolgreichen Spielerkarriere wurde Christian Ziege zunächst U17-Coach bei seinem letzten Klub Borussia Mönchengladbach. Es folgten: Interims- sowie Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach, Cheftrainer bei Arminia Bielefeld. Danach coachte er drei Jahre lang die U18 der Nationalmannschaft, bevor er 2014 bei der SpVgg Unterhaching einen Trainerposten antrat. © dpa

mic, jj

Jean-Marie Pfaff

Ich denke nicht, dass die Bayern eine Krise haben, nur weil sie jetzt zwei Bundesliga-Spiele in Folge verloren haben. Ich sage: Die anderen Mannschaften werden auch noch ihre Krisen haben und mal verlieren. Aber es stimmt schon: Die beiden Niederlagen haben weh getan, vor allem die zu Hause gegen Dortmund. Gegen den größten Konkurrenten zu verlieren ist einfach extrem unangenehm. Aber ich bin sicher, dass diese kleine Niederlagen-Serie nur ein Ausrutscher war. Die Bayern werden nun bis zum Ende der Hinrunde nichts mehr herschenken – und dann umso stärker wieder aus der Winterpause kommen. Denn dann sind Robben und Schweinsteiger wieder fit, sie werden eine Serie starten und am Ende deutscher Meister werden. Im Grunde kann man Jupp Heynckes also nur eines raten: Cool bleiben!

Valerien Ismael

Ich weiß nicht, ob man bei Bayern von einer Krise sprechen kann. Aber Fakt ist: Das war ganz schlecht gegen Mainz. Die Bayern sind schon davon ausgegangen, dass diese Partie ein Selbstläufer wird. Und da muss man ansetzen: Die Spieler müssen wieder 100 Prozent geben, der Gegner macht es schließlich auch.

Gerade was die Abwehr betrifft, haben sich zuletzt Konzentrationsschwächen gezeigt. Es fehlte die Kompaktheit der ersten Spiele. Und da frage ich mich auch, ob Rotation für die Abwehr gut ist. Ich weiß noch, dass es immer wichtig war, wenn wir Innenverteidiger gut aufeinander abgestimmt waren, wenn die Kommunikation klappte. Aber gut, Jupp Heynckes wird seine Gründe haben, auch dort durchzuwechseln. Fest steht für mich: Bayern steht nun vor einem unheimlich wichtigen Spiel. Ich erwarte eine Reaktion!

Manfred Strasser

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Die Mannschaft muss sich wieder an die Anfänge der Saison erinnern, die Jungs können es doch! Allerdings müssen sie auch wieder mehr Aufwand betreiben, das dürfte der Schlüssel sein – zuletzt haben sie sich blenden lassen davon, dass es ab und an zu einfach ging!

Eine Sache steht aber auch fest: Verunsicherung sehe ich nicht im Team. Die gibt es nur aus Fansicht. Wir dachten ja schon, wir hätten bereits eine Hand an der Schale. Aber selbst wir werden wieder zuversichtlicher. Denn am Samstag muss es klappen. Dass der FC Bayern dreimal hintereinander verliert… Nein, das geht gar nicht!

Michael Henke

Auch aus meiner neuen Heimat Teheran verfolge ich natürlich die Spiele des FC Bayern. Und ich sage: Ich denke nicht, dass sich die Bayern-Fans jetzt ernsthaft Sorgen machen müssen. Warum? Weil die Bayern weiterhin den stärksten Kader haben – und mit Jupp Heynckes einen Trainer mit einer unglaublichen Erfahrung. Er wird wissen: Nur weil man nun mal zwei Spiele verloren hat, darf man nicht gleich alles in Frage stellen. Ich erinnere nur an die sensationelle Serie zu Saisonbeginn. Aber eines zeigen diese beiden verloren Spiele auch ganz deutlich: Wie wichtig Bastian Schweinsteiger mit seinen Leader-Qualitäten für die Mannschaft ist. Manchmal bemerkt man so etwas ja erst, wenn jemand weg ist. Die Bayern werden wissen: Ruhig bleiben, auf ihre Stärken vertrauen – dann kommen auch die Ergebnisse wieder.

Lothar Matthäus

Ich bin nicht nah genug dran an der Mannschaft, daher kann ich auch nicht sagen, wo man am besten ansetzt. Insgesamt sehe ich die Situation aber auch nicht so dramatisch, das wird gerne von außen so betrachtet. Da wird zum Beispiel plötzlich die Rotation von Jupp Heynckes hinterfragt. Ich sage: Mit 38 habe ich mich auch mal über eine Pause gefreut, mit 25 willst du aber jedes Spiel spielen! Letztlich hatte Heynckes bisher mit seinen Wechseln Erfolg.

Aus meiner Sicht wird es auch schnell wieder laufen beim Rekordmeister. Da sind erfahrene, gute Leute am Werk, die nun die nötige Ruhe bewahren und die richtigen Schritte einleiten. Die beste Antwort auf so eine Krise, die man dem FC Bayern andichten will, ist immer ein Sieg. Daher wären drei Punkte gegen Bremen genau das Richtige.

Thomas Strunz

Der FC Bayern hat den Pluspunkt, dass es jetzt gegen Bremen geht – also gegen eine spielstarke Mannschaft, deren Qualität es nicht ist, sich hinten reinzustellen. Bis dahin gilt es allerdings für Heynckes das Hauptproblem zu lösen: die Abstimmungsschwäche zwischen den Mannschaftsteilen. Für mich kommen diese Schwierigkeiten auf, weil viel zu wenig Kommunikation auf dem Platz ist, natürlich auch durch den Ausfall von Schweinsteiger. Nicht in Ordnung finde ich dabei, dass David Alaba dafür in die Kritik gerät. Er ist ein junger Spieler, der zuletzt gar nicht auf dieser Position spielte, sondern auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt wurde. Er braucht nun, genau wie auch ich damals, starke, erfahrene Helfer um sich herum. Diese Leute sind nun gefordert!

Roy Makaay

Nein, ich kann trotz der beiden Niederlagen keine Krise entdecken. Dafür haben die Bayern vorher einfach zu gut gespielt. Und man sollte auch nicht vergessen: In ihrer Champions-League-Gruppe – und die war nicht leicht – sind sie souverän Erster geworden. Der BVB hingegen fliegt wohl raus. Ich denke, das Spiel gegen Bremen am Samstag ist jetzt perfekt. Werder wird sich nicht hinten reinstellen und die Bayern brennen auf Wiedergutmachung. Sie werden gewinnen – und am Ende doch wieder Meister werden!

Franz „Bulle“ Roth

Krise? Was für eine Krise? Für mich gibt es keine Krise. Gegen Dortmund kann man verlieren und Mainz – mei, das war halt ein Ausrutscher. Da muss man nicht gleich den Christbaum anzünden! Wenn wir gegen Bremen gewinnen – und davon gehe ich aus – ist alles wieder in Ordnung. Und mal ehrlich: Diese ständigen 4:0, 5:0 oder 6:0-Siege – das konnte ja nicht so weitergehen. Dortmund ist der stärkste Konkurrent, die Niederlage tut weh. Aber wir kommen zurück und werden Meister. Und der BVB nur Zweiter.

Olaf Thon

Ich glaube, dass es dieses Mal nicht so einfach ist, wieder direkt in die Erfolgsspur zu finden. Denn für mich liegt das Tief der Bayern nicht am Ausfall von Bastian Schweinsteiger. Für mich hängt es an der Spielweise, das hat man gerade in Mainz gesehen. Das war zu statisch, man versuchte es meist über Außen, speziell über Ribéry. Das ist zu ausrechenbar. Zudem erinnert das Quergeschiebe an Van-Gaal-Zeiten, da ist viel Klein-Klein. Warum nicht auch mal mit der Brechstange, hoch und weit, wie auf van Buyten? Ich sehe nun nach zwei Pleiten, was eine Ausnahmesituation ist bei Bayern, noch keine Verunsicherung. Aber jeder Einzelne muss wieder seine volle Leistung abrufen. Denn wenn selbst ein Manuel Neuer schwächelt, ist das kein gutes Zeichen!

Quelle: tz

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