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Uli Hoeneß: Unterstützung von Daum und Beckenbauer

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Uli Hoeneß
Uli Hoeneß (r.) auf der Tribüne neben Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. © sampics / Stefan Matzke

München - Der Viertelfinaleinzug war fest eingeplant. Das Weiterkommen gegen Arsenal war nicht sonderlich überraschend. Spannender war die Frage, wie es mit Bayernpräsident Uli Hoeneß weitergeht.

Vor dem Spiel schüttelte der 62-Jährige im VIP-Raum Hände, beim Anpfiff nahm er auf der Ehrentribüne neben dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge Platz.

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Überraschende Unterstützung bekam Hoeneß von Erzfeind Christoph Daum. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, was jetzt in Herrn Hoeneß vorgeht. Ich empfinde großes Mitgefühl. Er kämpft um seine Ehre und seine Existenz“, sagte der 60-Jährige der tz, „ich glaube ihm zu 100 Prozent, dass er den Überblick verloren hat und alle Karten auf den Tisch gelegt hat. Ich hoffe sehr, dass er diesen schweren Kampf gewinnt.“ Zudem warnte Daum davor, Hoeneß bereits im Vorfeld zu verurteilen: „Ich habe den Verdacht, dass an Herrn Hoeneß ein Exempel statuiert werden soll. Von einem Promi-Bonus, das weiß ich aus eigener Erfahrung, kann man nicht sprechen.“ Auch FCB-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer drückt die Daumen. „Im Moment schaut’s vielleicht nicht so gut für den Uli aus, aber ich habe noch keine Verteidigung gesehen“, sagte Beckenbauer bei Sky, „die Angreifer haben die Fakten offengelegt. Jetzt liegt es an der Verteidigung, diese Punkte zu klären.“ Logisch, die Verteidigung gewinnt bekanntermaßen die Meisterschaft oder eben den Prozess.

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Die Verteidigung der Bayern stand gegen Arsenal jedenfalls sattelfest. Trainer Pep Guardiola beorderte Philipp Lahm auf die rechte Außenverteidigerposition zurück. Im Angriff wirbelten Franck Ribéry, Arjen Robben und die beiden Marios – Mandzukic und Götze. Für Thomas Müller und Toni Kroos blieb in der Startelf kein Platz, stattdessen spielte Bastian Schweinsteiger, Schütze des 1:0. „Wir brauchen jeden Spieler, nur so können wir in drei Wettbewerben erfolgreich sein. Ich finde es gut, dass Spieler enttäuscht sind, wenn sie nicht spielen, aber es wird deswegen keinen Ärger geben“, sagte Schweinsteiger. „Guardiola kann aufstellen, wen er will, er kann nicht verkehrt liegen.“, verriet Beckenbauer. Sportvorstand Matthias Sammer forderte Verständnis bei allen Spielern. Man habe die komfortable Situation, dass fast alle Spieler fit sind, nun sei der Mannschaftsgeist gefragt. „Pep trifft die Entscheidungen für die Mannschaft, alle haben das zu akzeptieren, auch Thomas. Er hat gerade erst eine Muskelverletzung auskuriert“, sagte Sammer. Auf das Spiel der Bayern hatten die Wechsel keine negativen Einflüsse. „Sie dominieren jedes Spiel, ob sie gegen den Letzten der Bundesliga oder gegen Arsenal London in der Champions League spielen“, analysierte Sky-Experte Jens Lehmann. Sonderlich überrascht klang er nicht, auch er hatte den Viertelfinaleinzug wohl erwartet.

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