An der Spitze kann es zu Veränderungen kommen

Wer wird FCB-Präsident? Hoeneß deutet Abschied an: „Der Tag ist nicht mehr fern“

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Uli Hoeneß ist (noch) Bayern-Präsident. 

Die Bayern ohne Uli Hoeneß - in nicht allzu ferner Zukunft soll es so weit sein. Er spricht im Vereinsmagazin über seinen möglichen Abschied.

Update vom 29. März: Uli Hoeneß hat über eine erneute Kandidatur als Präsident von Bayern München noch nicht entschieden und sieht seinen Abgang bald kommen. "Ich habe mal gesagt: 'Das war's noch nicht!' Aber der Tag ist nicht mehr fern, an dem ich sage: 'Das war's!' Und zwar, weil ich a) loslassen kann und b) der Zeitpunkt bald passen wird", erklärte Hoeneß im Interview mit dem Vereinsmagazin "51" des Fußball-Rekordmeisters.

Dass ihm Leute vorwerfen, er könne nicht loslassen, sei falsch. "Ich bin das klassische Beispiel, wie man die nächste Generation heranführt", sagte der 67-Jährige und führte die Übergabe seiner Wurstfabrik an seinen Sohn Florian an. Er greife nur ein, "wenn ich sehe, dass etwas falsch läuft. Aber wenn es läuft, kann ich wunderbar loslassen. In zwei, drei Jahren, vielleicht noch früher, wird Hasan Salihamidzic sagen: Das hat der Uli super geregelt."

Hoeneß führte weiter aus, dass er keinen Wert auf eine Statue lege, sondern er wolle einen "blühenden Verein, der den Leuten Spaß macht und der Gesellschaft Werte vermittelt", hinterlassen. "Ich setze mich nicht so vehement für diesen Verein ein, weil es mir um irgendein Lebenswerk geht", sagte Hoeneß, an dem die Verbalattacken bei Jahreshauptversammlung immer noch nagen.

Uli Hoeneß: „ Spätestens Ende der Saison ist dieser Gedankengang abgeschlossen“

"Diese neuen und überraschenden Erfahrungen werde ich in meine Überlegungen, ob ich zum Jahresausklang nochmal kandidiere, mit einbeziehen. Spätestens Ende der Saison ist dieser Gedankengang abgeschlossen", sagte Hoeneß, der irgendwann selbst einen Vorschlag für seine Nachfolge machen werde, letztlich müsse aber der Verwaltungsbeirat des FC Bayern darüber befinden.

Die Reaktionen auf die Beschimpfungs-Pressekonferenz im Herbst 2018 seien für ihn "ein tiefer Einschnitt in meinem Leben" gewesen. Klartext sei heute nicht mehr erwünscht, er werde sich künftig zurückhalten. "Es ist auch kein Zufall, dass ich mich zunächst nicht zur Entscheidung von Joachim Löw geäußert habe, Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng auszubooten. Hätte ich gesagt, was ich denke, hätte das Internet erst einen Salto rückwärts und dann vorwärts gedreht. Das wollte ich mir ersparen - und Jogi Löw übrigens auch."

Wer wird FCB-Präsident? Hoeneß: „Habe den ein oder anderen im Auge ...“

Meludng vom 21. März: München - Seine Wurstfabrik hat Uli Hoeneß (67) schon abgegeben - sein Ziel für die kommenden Jahre ist, den Übergabeprozess auch beim FC Bayern München erfolgreich abzuschließen.

Während einer Finanz-Messe in München gab Hoeneß Einblicke in seine Pläne. Er sprach über das Loslassen: „Viele sagen: Das kann der nie! Aber ich habe es bewiesen mit der Firma (HoWe Wurstwaren in Nürnberg, Anm. d. Red.), die ich an meinen Sohn und meine Tochter übertragen habe. Ich bin wirklich zu null Prozent beteiligt. Mein Sohn hat sich in zehn Jahren hochgearbeitet, er macht das super.“

Hoeneß weiter: „Wenn er ein Problem hat, fragt er mich, wenn er kein Problem hat, fragt er mich nicht. So stelle ich mir das auch bei Bayern München vor. Wir versuchen, die richtigen Leute an die richtigen Stellen zu tun.“

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Hoeneß: Mein Nachfolger muss mehr als acht Stunden täglich arbeiten

Nur wer soll künftig die Zügel in der Hand haben beim FC Bayern? Dass Oliver Kahn Karl-Heinz Rummenigge als Aufsichtsratschef nachfolgen soll, ist kein Geheimnis mehr.

Hoeneß bestätigte dies: „Wir haben mit Oliver Kahn einen aussichtsreichen Kandidaten für die Nachfolge von Karl-Heinz Rummenigge.“

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Zu seiner eigenen Person sagte der Präsident: „Falls ich aufhören sollte, habe ich den einen oder anderen im Auge, der das vielleicht machen kann.“

Konkrete Namen nannte Hoeneß nicht - doch hat er ein klares Anforderungsprofil. „Wichtig wird sein, dass wir gute Leute finden, die mit Herzblut und großem Sachverstand an die Dinge rangehen. Die nicht nur acht Stunden am Tag arbeiten wollen, sondern mehr. Sechs Tage die Woche sowieso. Und dann kriegen wir das schon hin.“

Der Ex-Nationalspieler ist bis November 2019 gewählter Präsident, er wird für drei weitere Jahre kandidieren. Bis 2022 ist er außerdem Aufsichtsratschef der AG.

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Hoeneß über sein Leben nach den Bayern: „Ich kann dann wieder Schafkopf spielen“

Und wenn er mal kein Präsident mehr ist, was dann? „Ich werde mal wieder versuchen, zehn Kilo abzunehmen“, so Hoeneß. „Werde mehr Golf spielen, Sport treiben, wieder Schafkopf spielen, was ich im Moment gar nicht mache.“ 

Wann es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Bayern ohne Hoeneß - aktuell scheint das noch kaum vorstellbar.

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