Bayern-Boss ist erklärter 50+1-Gegner

„Das ist eine Katastrophe“: Hoeneß schießt wieder gegen Ismaik und 1860

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Kritisiert die Löwen und die 50+1-Regel: Bayern-Boss Uli Hoeneß nennt die Entwicklung bei Sechzig eine „Katastrophe“.

Wenn es nach Uli Hoeneß gehen würde, wäre die 50+1-Regel längst gefallen. Der Bayern-Präsident fürchtet aber wohl, dass auch die Löwen ein Grund für die Beibehaltung der umstrittenen Regelung sein könnten.

München - Für Uli Hoeneß sind die Löwen ein Rotes Tuch. Und das nicht etwa wegen der einstigen sportlichen Rivalität zwischen den beiden großen Klubs in München. Den Präsidenten vom FC Bayern stört bei den Blauen aktuell vor allem die Abhängigkeit von Investor Hasan Ismaik. „Was bei 1860 mit Hasan Ismaik passiert, ist eine Katastrophe. Da wird ja die 50+1-Regel mit Füßen getreten“, wetterte Hoeneß in der „Sky“-Sendung „Wontorra - Der Fußball-Talk“, in der er auch über Transfers des Rekordmeisters, die Trainersuche und das WM-Debakel der Nationalmannschaft sprach.

Als klarer Gegner der Regelung, die in Deutschland fremde Mehrheitseigner in Fußballvereinen verhindert, ärgert ihn die Entwicklung an der Grünwalder Straße besonders: „Dieses Chaos, das durch die Hereinnahme dieses Investors entstanden ist, gibt den Leuten, die dagegen sind, immer Wasser auf die Mühlen. Da weiß ja die linke Hand nicht, was die rechte macht.“

Hoeneß greift Ismaik immer wieder an

Das ausführliche Gespräch mit Jörg Wontorra war nicht die erste Gelegenheit, die Hoeneß nutzte, um das Konstrukt bei den Löwen öffentlich zu zerreißen. So empfahl er dem Stadtrivalen vor einem Jahr, sich vom Millionär aus Jordanien zu lösen. Während der damaligen Asien-Tour sagte er: „Solange dieses Hickhack um den Herrn Ismaik nicht beendet ist, wird Sechzig nicht weiterkommen.“ 2016 hatte Hoeneß sich noch so über den Löwen-Geldgeber geäußert: „Jeder Kommentar, jeder Gedanke zu dem, ist einer zu viel. Das ist ein ganz besonderer Fall.“ (Auch das könnte Sie interessieren: Die Löwen im Pokal gegen Kiel im Ticker)

Bei seinem jüngsten Auftritt in der Show von Wontorra kritisierte der 66-Jährige einmal mehr die 50+1-Regel: „Wir waren dafür, diese Regel abzuschaffen. Nicht, weil wir uns davon Vorteile versprechen. Wir wollen anderen Klubs die Möglichkeit geben, sich wirtschaftlich besser aufzustellen.“ Davon rückt er also trotz der Entwicklung bei Sechzig nicht ab.

Hoeneß: Die Lücke nach uns zweien wird groß sein

Über seine eigene Zukunft sagte Hoeneß: „Karl-Heinz Rummenigges Vertrag läuft bis Ende 2019, ich bin bis November 2019 gewählt. Diese anderthalb Jahre werden wir dazu nutzen, darüber nachzudenken, ob der eine oder andere weitermacht. Das nächste wäre, Karl-Heinz zu fragen, ob er über 2019 hinaus weitermacht - was ich sehr begrüßen würde. Die Lücke nach uns zweien wird groß sein. Egal wer das macht - es wird eine schwierige Zeit. Es geht auf keinen Fall dass beide gleichzeitig aufhören. Das können wir dem Verein nicht antun.“

mg

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