Kahn kann gegen St. Petersburg spielen

Van Bommel: Wir glauben ans Wunder von St. Petersburg!

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Mark van Bommel ist zuversichtlich fürs UEFA-Cup-Rückspiel.

Pokalsieg und Meisterschaft sind schon abgehakt - jetzt bündelt der FC Bayern alle Kräfte für den dritten Titel-Streich.

Nein, das 1:1 aus dem Hinspiel ist keine gute Ausgangsposition für die Bayern. Gerade bei den konterstarken Russen wäre ein Sieg zu Hause viel Wert gewesen. Einerlei, die Bayern fahren dennoch mit großem Selbstbewusstsein nach St. Petersburg. Allen voran Mark van Bommel. Er ist eben der „Aggressiv-Leader“, geht auch in schwierigen Phasen voran. „Wir sind nicht im Vorteil, aber das waren wir gegen Getafe auch nicht“, sagt van Bommel. Gegen die Spanier gab es dann das Wunder von Getafe.

Van Bommel:

„Jetzt gibt es das Wunder von St. Petersburg!“

Gleich nach dem unglücklichen 1:1 gegen Zenit vergangene Woche, gaben sich die Bayern-Profis optimistisch. Oliver Kahn sprach von einem „guten Ergebnis“, Ottmar Hitzfeld sah die Bayern als „60:40-Favorit“. Der Grund für das große Selbstbewusstsein: Luca Toni ist wieder da! Er traf bisher in zehn Uefa-Cup-Spielen zehn Mal, führt damit in der Torschützenliste des Wettbewerbs. Und Toni hat einen Lauf: In den letzten sechs Spielen schoss er zehn Tore! „Es ist gut, dass er wieder dabei ist, das ist wichtig für uns“, sagte Ottmar Hitzfeld gestern zur tz.

Toni soll das Wunder schaffen!

Und auch wenn es der eine oder andere Bayern-Star nicht Recht zugeben will: die Bayern brauchen ein Wunder. Denn die Chancen auf den Einzug ins Finale stehen schlecht. Genauer gesagt bei gerade einmal 21 Prozent. Das jedenfalls ergab eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Augsburg. Die fand bei einer Analyse sämtlicher Uefa-Cup-Wettbewerbe seit 1971/72 heraus, dass nach einem 1:1 im Hinspiel nur 20,8 Prozent der Mannschaften auch weiterkommen. Und für Prof. Dr. Martin Lames, den Leiter der Augsburger Forschungsgruppe, ist das Wunder von Getafe, das die Bayern in der letzten Runde erreichten, nicht gerade förderlich für ein Weiterkommen in Russland. „Wenn man eine schwierige Aufgabe gerade gemeistert hat, tendiert man aus sportpsychologischer Sicht dazu, sie beim nächsten Mal als leichter einzustufen. Hoffentlich ist das bei den abgeklärten Bayern-Spielern nicht der Fall“, sagt Prof. Lames.

Wenn es nach Stürmer Miroslav Klose geht, werden die Bayern die Augsburger Statistik widerlegen. „Wir sind total von uns überzeugt. Die Stimmung in der Mannschaft ist so, dass man merkt, dass alle daran glauben weiterzukommen“, sagte Klose am Dienstag. Und er will dabei trotz zweier blauer Augen und einer ziemlich deformierten Nase mithelfen gleiches gilt für van Bommel, der ebenfalls mit einer gebrochenen Nase ins Spiel gehen wird. Für den Holländer kein Grund, vorsichtiger in die Zweikämpfe zu gehen. Eher schon wegen seiner zwei gelben Karten. Eine noch – und van Bommel wäre ausgerechnet für das Finale am 14. Mai gesperrt. „Die gelbe Karte behindert mich nicht. Ich bin schon seit dem Saloniki-Spiel vorbelastet, das hat man mir auch nicht angemerkt“, sagt van Bommel. Auch Philipp Lahm und Lukas Podols­ki sind mit zwei gelben vorbelastet. Das Finale zu verpassen, es wäre ein Albtraum. Van Bommel: „Das Spiel ist total wichtig. Die Chance auf ein europäisches Finale, die hat man vielleicht ein, zwei Mal in seiner Karriere.“ Die sollte man nicht verpassen.

Quelle: tz

Quelle: tz

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