Villarreal-Präsident: "Wir töten den Fußball"

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Dem Präsidenten von Bayern-Gegner Villarreal, Fernando Roig, ist die Verteilung der Fernsehgelder ein Dorn im Auge.

Madrid - Fernando Roig, Präsident von Bayern Münchens Champions-League-Gegner FC Villarreal, hat die wachsende finanzielle Kluft zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid sowie dem Rest der Liga als „Tod des spanischen Fußballs“ bezeichnet.

„Wenn sie nur zwei Spiele haben wollen (Real gegen Barca, d. Red.), sollen sie ihre zwei Spiele haben, aber das ist nicht gut für den Fußball“, sagte Roig, „entweder das ändert sich, oder wir töten den spanischen Fußball.“

Anders als in Deutschland werden in Spanien die TV-Rechte nicht zentral vermarktet. Real und Barca kassieren in der Primera Division etwa die Hälfte der gesamten Einnahmen aus den TV-Geldern (600 Millionen Euro). „Die zwei größten Klubs stehlen den anderen Mannschaften die Fernseheinnahmen,“ sagte Jose Maria del Nido, Präsident des FC Sevilla, „es ist eine Liga, die nur zwei Mannschaften gewinnen können. Das ist die Dritte Welt.“

Bayern-Gegner im Portrait: Drei richtig schwere Brocken

Die Bayern haben Bei der Auslosung für die Gruppenphase eine Hammergruppe erwischt. © dpa
Der schwerste Gegner ist der Ex-Club von Jerome Boateng, Manchester City. Das Team von Trainer Roberto Mancini erreichte vergangene Saison in der Premier League Platz 3. © dpa
In der ersten Reihe bei City spielt der ehemalige Torschützenkönig der Bundesliga, Edin Dzeko. © dpa
Die "Citizens" tragen ihre Spiele im Etihad Stadium aus. Die erst 2003 eröffnete Arena fasst knapp 47.000 Zuschauer. © AP
Unangefochtener Star des Teams ist Carlos Tevez mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro. © dpa
Der zweite Star neben Tevez ist Sergio Aguero. © Getty
Der zweite Bayern-Gegner ist der SSC Neapel. Das Team um Star Edinson Cavani erreichte in der vorherigen Spielzeit den dritten Platz in der Serie A. © Getty
Neu im Team: Bayern-Schreck Goran Pandev, der auf Leihbasis von Inter kam. Pandev hatte beim Achtelfinalaus der Münchner gegen den Champions-League-Sieger von 2010 im vergangenen März den entscheidenden 3:2-Siegtreffer im Rückspiel erzielt. © Getty
Der Trainer des 1926 gegründeten Traditionsvereins ist Walter Mazzari, Nachfolger von Roberto Donadoni. Die Mannschaft trägt ihre Spiele im knapp 60.000 Zuschauer fassenden Stadio San Paolo aus. © dpa
Auch hinter dem SSC Neapel steht ein finanzkräftiger Geldgeber: Filmproduzent Aurelio De Laurentiis übernamm 2004 die Geschäfte bei dem insolventen Verein und ist dort gleichzeitig Präsident. © dpa
Der vierte Verein in der Champions-League-Gruppe A ist der FC Villareal. Jupp Heynckes machte in der vergangenen Saison schon seine Erfahrungen mit dieser Mannschaft, als er mit Bayer Leverkusen im Achtelfinale der Europa League gegen die Ostspanier ausschied. © Getty
Trainiert wird Villareal von Juan Carlos Garrido. In der Königsklasse erreichte das Team in der Saison 2005/06 das Halbfinale. © dpa
Star des Teams ist der Italiener Giuseppe Rossi. Der gebürtige US-Amerikaner schoss sein Team letzte Saison bis ins Halbfinale der Europa-League. © dpa
Das Stadion des letztjährigen Tabellenvierten der Primiera Division ist vergleichsweise klein: Nur 22.000 Plätze bietet das El Madrigal. © Getty
Kapitän des Teams ist Marcos Senna, der 2008 Europameister mit Spanien wurde. © Getty
Villareal setzte sich in den Playoffs gegen Odense BK mit dem Ex-Münchner Stefan Wessels durch. © Getty

Barcelona hatte vergangene Saison 96 Punkte gesammelt und überlegen die Meisterschaft gewonnen. Real Madrid wurde Zweiter (92 Punkte). Abgeschlagen auf Rang drei landete der FC Valencia mit 71 Punkten. Auch in dieser Saison wurden die Kräfteverhältnisse bereits deutlich. Barcelona deklassierte Villarreal zum Liga-Auftakt mit 5:0, Real gewann 6:0 gegen Real Saragossa.

SID

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