Sagnols Berater über den Zoff seines Schützlings mit Hitzfeld

„Willy ist wütend!“

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Willy Sagnol ist unzufrieden - verlässt er den FC Bayern nach der Saison?

München - Willy Sagnol liegt mit Ottmar Hitzfeld im Dauerclinch. Verlässt der Franzose den FC Bayern nach der Saison?

Die Sonne lachte über den 69 000 Zuschauern in der Allianz Arena. Die Bayern spielten gegen den VfB Stuttgart und nichts schien das Glück des kommenden Deutschen Meisters trüben zu können. Bis Willy Sagnol einen weiteren Zweikampfverlor und einen weiteren Fehlpass spielte. Plötzlich war die harmonische Stimmung im weiten Rund gestört. Gellende Pfiffe schallten durchs Stadion, die Fans quittierten die schlechte Leistung von Sagnol mit ihrem Unmut. Als dieser in der 58. Minute das Feld verlassen musste, erreichte das Pfeifkonzert seinen Höhepunkt. Es war ein Stich ins Herz des stolzen Franzosen. Und nicht nur in seines. „Die Pfiffe tun uns allen weh. Willy ist ein großer Spieler und hat das nicht verdient. Ich hoffe, dass aus den Pfiffen bald wieder Applaus wird“, stellt sich Abwehr-Ass Martin Demichelis vor seinen Mannschaftskameraden.

Trotz aller Konkurrenz und allem Anspruchsdenken beim FC Bayern handelt es sich doch manchmal um eine Art Familie. Man sieht sich täglich. Arbeitet, schuftet, leidet und freut sich gemeinsam. Und Demichelis ist nicht der Einzige, der sich auf die Seite des verdienten Rechtsverteidigers stellt. Mark van Bommel geht einen Schritt weiter. „Das Publikum hat kein Recht, ihn auszupfeifen. Er hat viel geleistet für die Bayern“, sagt der Holländer. Und Verteidiger-Kollege Philipp Lahm sagt: „Es tut niemandem gut, wenn er ausgepfiffen wird. Es ist aber auch nicht einfach für ihn, nach so einer langen Verletzung wieder in Topform zu gelangen. Er hat ja viele Erfolge mit dem FC Bayern gefeiert.“

Aber das Fußball-Geschäft ist nun mal ein Tagesgeschäft, vergangene Erfolge schnell vergessen. Für den Fan zählt nur das hier und jetzt. Die aktuelle Leistung auf dem Platz. Kaum einer weiß das besser als Manager Uli Hoeneß und deshalb sagt er: „Die Menschheit ist gnadenlos, so ist das Geschäft. Und das Publikum ist eben Weltklasse-Leistungen von ihm gewohnt.“ Hart aber wahr.

Trainer Ottmar Hitzfeld stellte Sagnol gegen Stuttgart zum wiederholten Mal im rechten Mittelfeld auf, um ihm damit die benötigte Spielpraxis zu geben und begründete seine Maßnahme gegenüber der tz: „In der französischen Nationalmannschaft hat er schon öfter auf der Position gespielt, da hat er sich nicht beschwert.“ Doch auch dem Trainer taten die Pfiffe leid. „Es ist nie schön, ausgepfiffen zu werden. Egal, wie der Spieler heißt. Wir gewinnen und verlieren zusammen.“

In den letzten Wochen wuchs die Kritik an Sagnol. Eigentlich wollte ihm Hitzfeld mit der neuen Position etwas Gutes tun. Ihn wenigstens spielen lassen. Doch Sagnol sieht das anders. Sein Berater Stephane Courbis sagte zur tz: „Willy liebt den FC Bayern, die Stadt und alles, was damit zu tun hat. Doch momentan ist er nicht enttäuscht, sondern wütend. Das ist einfach nicht seine Position.“

Mal sehen, ob es im Sommer noch sein Verein ist.?Mario Volp

Quelle: tz

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