Wer kommt? Wer geht?

Winter-Transferfenster öffnet: Was bei Bayern und der Konkurrenz geplant ist

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Wer hat im Winter Nachholbedarf für die Rückrunde?

München - Am 1. Januar öffnet wieder die Transferbörse. Bis zum 1. Februar um 18.00 Uhr bietet sich den Vereinen der Fußball-Bundesliga die Chance, personelle Lücken zu schließen. Wer kommt, wer geht? Ein Überblick.

Ein großes Kommen und Gehen dürfte es in der Winter-Transferperiode bei den 18 Fußball-Bundesligisten wohl kaum geben. Schon vor einem Jahr waren die Vereine der Weltmeisterliga zurückhaltend: Zu Beginn 2016 investierten 15 von 18 Erstligisten etwa 40 Millionen Euro in ihre Neuen. Damals kamen nach Schätzungen rund acht Millionen Euro für Leihgeschäfte hinzu. Wer kommt jetzt? Wer geht? Ein Überblick der Deutschen Presse-Agentur.

FC BAYERN: Der FC Bayern hat eigentlich keinen Nachholbedarf. Vermutlich wird der Rekordmeister im Winter nicht auf dem Transfermarkt tätig werden. Zwei Personalien für den kommenden Sommer scheinen allerdings schon geklärt: Der Wechsel von Hoffenheims Innenverteidiger Niklas Süle scheint beschlossene Sache, der von Teamkollege Sebastian Rudy ist schon durch

Ansonsten haben Transfergerüchte derzeit Hochkonjunktur. Diese beziehen sich aber ebenfalls auf den kommenden Sommer. Ein Linksverteidiger aus Neapel soll bei den Münchnern weit oben auf der Liste stehen. Aber auch in der Offensive könnte es bald noch neue Namen geben. Neben dem Bremer Serge Gnabry, dessen Transfer an die Isar bereits als fix galt und an der Weser eine relativ günstige Ausstiegsklausel besitzen soll, geistern auch Namen, wie der des Leverkuseners Julian Brandt, des französischen Überfliegers Moussa Dembélé von Celtic Glasgow oder der des Portugiesen Gelson Martins an der Säbener Straße herum.

RB LEIPZIG: 18 Jahre jung, französischer Junioren-Nationalspieler. Name: Dayot Upamecano. Er soll von RB Salzburg geholt werden. Wechselwillig sind gleich fünf Spieler des Aufsteigers, die bisher wenig oder kaum zum Einsatz kamen. Zu ihnen gehört auch der einstige Bremer Davie Selke.

HERTHA BSC: Da Neuverpflichtung Ondrej Duda (Knieverletzung) noch kein Spiel absolvierte, könnten sich die Berliner nach einer Alternative für das offensive Mittelfeld umsehen. Im Gespräch ist der ehemalige Hannover-Profi Hiroshi Kiyotake vom Europa-League-Sieger FC Sevilla - wohl aber nur auf Leihbasis. Eine Alternative wäre Saman Ghoddos vom schwedischen Erstligisten Östersunds FK.

EINTRACHT FRANKFURT: Stürmer Mariano Diaz von Real Madrid ist als Leihspieler im Gespräch. Im Gegenzug könnte der unzufriedene Ersatzspieler Haris Seferovic die Hessen verlassen.

1899 HOFFENHEIM: Bankdrücker Eduardo Vargas könnte für eine Ablöse von etwa zehn Millionen Euro gehen. Der Angreifer trifft zwar regelmäßig für Chiles Nationalteam, war Torschützenkönig bei der Copa América 2015 und 2016, schaffte aber den Durchbruch in der Bundesliga nicht: nur fünf Einwechslungen in dieser Saison.

BORUSSIA DORTMUND: Verlässt Adrian Ramos den BVB, dürfte es Bedarf an einem Ergänzungsstürmer geben. Auch Nuri Sahin ist nach nur wenig Einsätzen ein Wechselkandidat. Bei der Borussia sind die Leverkusener Julian Brandt und Ömer Toprak im Gespräch - wohl aber erst im Sommer.

1. FC KÖLN: Nach dem schon vollzogenen Abgang von Mergim Mavraj zum HSV wird ein Innenverteidiger gesucht.

SC FREIBURG: Mats Møller Dæhli, Lucas Hufnagel und Jonas Föhrenbach könnten von den Breisgauern an andere Vereine verliehen werden.

BAYER LEVERKUSEN: Nach dem 16. Spieltag ließ Trainer Roger Schmidt wissen, dass er angesichts einer erheblichen Ausfallproblematik durchaus an Neuverpflichtungen denkt.

FSV MAINZ 05: Christian Clemens wechselt zurück zum 1. FC Köln. Der 25-Jährige hat seinen bis 2019 gültigen Vertrag bei den Rheinhessen zum Jahresende gelöst.

FC SCHALKE 04: In der Offensive gibt es Begehrlichkeiten bei Chefcoach Markus Weinzierl.

FC AUGSBURG: Die Augsburger sind personell gut aufgestellt. Wegen der Verletzungen der Stürmer Raùl Bobadilla, Alfred Finnbogason und Caiuby wird über Nürnbergs Goalgetter Guido Burgstaller spekuliert.

Abstiegskampf: Wolfsburg, Gladbach und Hamburg rüsten auf 

VFL WOLFSBURG: Julian Draxler ist weg. Sein Transfer für mindestens 42 Millionen Euro nach Paris dürfte der teuerste dieses Winters bleiben. Luiz Gustavo gilt als Wechselkandidat. Ausleih-Flop Philipp Wollscheid soll zurück zu Stoke City. Als Zugänge stehen bislang Riechedly Bazoer und Victor Osimhen fest.

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH: Für den Sportinvaliden Alvaro Dominguez soll ein neuer Mann für die Defensive kommen. Ob der Dortmunder Neven Subotic ein Kandidat ist?

WERDER BREMEN: Lennart Thy wird an den FC St. Pauli verliehen, dafür kommt der Däne Thomas Delaney vom FC Kopenhagen.

HAMBURGER SV: In Innenverteidiger Mergim Mavraj (1,8 Millionen Euro/1. FC Köln) hat Trainer Markus Gisdol seine erste Verstärkung für die Problemzone Defensive gefunden. Ein weiterer Abwehrspieler und ein Sechser sollen dem albanischen Nationalspieler noch folgen. Als ernsthafte Kandidaten gelten Kyriakos Papadopoulos (Leipzig) und Eugen Polanski (Hoffenheim). Abgeben will der HSV - bei entsprechenden Angeboten - die Edelreservisten Pierre-Michel Lasogga, Alen Halilovic und Nabil Bahoui.

FC INGOLSTADT: Der FCI sieht aktuell allein im Abwehrbereich Handlungsbedarf. „In erster Linie denken wir nur über diese eine Position nach“, sagte Sportdirektor Thomas Linke zur geplanten Verpflichtung eines weiteren Innenverteidigers. Ansonsten werde man „eher weniger“ unternehmen, erklärte Linke.

SV DARMSTADT 98: Der neue Trainer Torsten Frings will sich erstmal den Kader anschauen, den er für bundesligatauglich hält. Und dann entscheiden, ob es noch Neuverpflichtungen gibt.

dpa/tor

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