Poldi nicht mehr unverkäuflich – das Interview mit Bayern-Manager Hoeneß

„Wir sitzen natürlich am längeren Hebel“

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Uli Hoeneß gibt sich wie immer selbstbewusst.

Sichtlich erholt und gut gelaunt präsentierte sich Uli Hoeneß am Wochenende den Fans.

Paul Breitner und Karstadt hatten zum letzten Teil ihres EM-Talks geladen – und Hoeneß war als Stargast das passende Sahnehäubchen. Dass seine Bayernspieler glänzende Auftritte bei der EM hinlegten, freute den Manager sichtlich: „Es macht uns stolz, dass unsere Spieler eine wichtige Rolle spielen. Das wird den Stellenwert des FC Bayern in der Welt erhöhen.“

Und wie sieht es in der eigenen Mannschaft aus, darf Jürgen Klinsmann auf weitere Verstärkungen hoffen? Hoeneß: „Wir sind in der Vergangenheit sehr gut damit gefahren, dass wir Fakten geliefert haben. Transfers haben ja auch Konsequenzen auf Spieler die wir haben. Wir müssen das in Ruhe besprechen und dann sehen wir weiter.“

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Nach der Talkrunde nahm sich Hoeneß ausgiebig Zeit, um mit der tz zu sprechen.

Herr Hoeneß, was sagen Sie zu den Abwerbeversuchen, die Bremen, Köln, Stuttgart, Manchester City, und Juventuis Turin in Sachen Lukas Podolski gestartet haben?

Hoeneß: Es ist doch völlig legitim, wenn ihn andere Vereine haben wollen. Aber wir sitzen natürlich am längeren Hebel.

Sie haben den Satz geprägt: Wenn der FC Bayern einen Spieler wirklich will, dann bekommt er ihn auch. Wie sehr wollen Sie Mario Gomez?

Hoeneß: Schauen Sie: Wir machen doch Stuttgart nicht verrückt, wenn wir ihn nicht wirklich haben wollen.

Lukas Podolski hat sich beschwert, er spüre in München nicht genügend Vertrauen. Nicht zuletzt deshalb, weil Sie sich um neue Stürmer bemühen…

Hoeneß: Erst als der Spieler unzufrieden war und Stuttgart auf uns zukam und Interesse bekundete, haben wir uns das mit Gomez überlegt und unseren Entschluss wohlüberlegt reifen lassen.

In Sachen Transfer-Erfahrung, gibt es wohl kaum jemanden, der Ihnen das Wasser reichen kann. Was sagt Ihr Bauchgefühl, kommt Gomez?

Hoeneß: Sollte Mario Gomez zur kommenden Saison wechseln, sind unsere Chancen ziemlich gut, glaube ich. Es ist doch klar, dass wir alles tun, um diesen Topmann zu verpflichten, bevor der nach Italien geht und die Leute sagen: „Hey, wieso habt ihr euch nicht bemüht?“

„Die Gespräche liegen auf Eis, aber unser großes Interesse wird das nicht mindern“, sagten Sie. Hat sich etwas getan?

Hoeneß: Wir interessieren uns doch nicht erst seit zwei Tagen für Mario Gomez. Sobald ein Signal aus Stuttgart kommt, sind wir da. Da können Sie sicher sein.

Interview: Mario Volpe

Quelle: tz

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