Wunschspieler beim Wunschclub: Schlaudraffs Neustart in Hannover

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Jan Schlaudraff wurde nach seinem Wechsel von Alemannia Aachen beim FC Bayern nie so richtig glücklich.

Fußball-Nationalspieler Jan Schlaudraff von Bayern München spielt in der nächsten Saison beim Bundesliga-Rivalen Hannover 96.

Jan Schlaudraff will seinen Karriere- Knick rückgängig machen. Im Sommer 2007 wechselte er als dreimaliger Nationalspieler von Alemannia Aachen zum FC Bayern München, ein Jahr später versucht der 24 Jahre alte Fußball-Profi mit der Referenz von sechs Bundesliga-Kurzeinsätzen einen Neuanfang beim Ligarivalen Hannover 96. “Bei den Bayern habe ich es nicht gepackt“, gab der Offensivspieler unumwunden zu. Gegen Stürmer der Extra-Klasse wie Luca Toni, Miroslav Klose und Lukas Podolski konnte er sich nicht durchsetzen.

In Hannover dürfte der Münchner Reservist, der im UEFA-Cup-Spiel gegen Zenit St. Petersburg auf einen “Joker“-Einsatz hofft, nicht das fünfte Rad am Wagen sein. Schlaudraff gilt als Wunschspieler der Niedersachsen, die sich bereits im Vorjahr und in der zurückliegenden Winterpause vergeblich um den schnellen Angreifer bemüht hatten. Nun entsprach die Bayern-Führung dem Wunsch des Profis und löste den bis 2010 laufenden Vertrag auf. Die Ablösesumme dürfte bei rund 2,5 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr hatte der Rekordmeister 1,2 Millionen Euro für Schlaudraff überwiesen, der in München auch durch eine Bandscheiben-Operation zurückgeworfen wurde.

“Ich kenne Jan natürlich sehr gut und bin überzeugt, dass er uns durch seine Spielweise weiterhelfen wird“, sagte 96-Trainer Dieter Hecking. Unter seiner Regie stieg Schlaudraff mit der Alemannia 2006 in die Bundesliga auf und entwickelte sich zu einem Führungsspieler. Nicht zuletzt wegen Hecking gilt Hannover 96 als Wunschclub von Schlaudraff, der Angebote von anderen Vereinen wie Borussia Dortmund ausschlug. “96 hat für die nächsten Jahre gute Perspektiven. Ich hoffe, dass ich mich persönlich unter Trainer Hecking sportlich weiter entwickeln kann“, erklärte Schlaudraff.

Auch die Nationalmannschaft hat er nicht aus den Augen verloren. In Hannover will er sich an der Seite von Mike Hanke für eine Rückkehr empfehlen. “Mir fehlt die Spielpraxis. Es wäre schön, wenn ich auf mindestens 30 Saisonspiele kommen würde“, sagte Schlaudraff. Er verlässt München ohne Groll. “Ich bin nicht schlechter geworden.“

Als er sich für die Bayern entschied, waren die Star-Transfers von Toni, Klose und Franck Ribéry noch nicht in Sicht. Ähnlich sieht es Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge: “Ich bin überzeugt, das wir die Qualitäten von Jan beim FC Bayern leider nicht so haben sehen können. Er hat nicht richtig seine Chance bekommen, weil die Konkurrenz sehr groß ist.“

Quelle: DPA

Quelle: tz

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