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Bauermann: "Chancen sind eher gering"

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In der sogenannten Frankenhalle sind die Fans besonders heißblütig. © dpa

München - Es ist wie verhext! Die Bayern-Basketballer und Auswärtsspiele – das scheint einfach nicht zusammenzupassen. Die Bayern Baskets wollen diese Auswärtsfluch ausgerechnet beim Meister beenden.

Am Samstag endet mit der Partie in Bamberg (20.00 Uhr, Sport1) die Hinrunde und bis jetzt konnten die Roten Riesen gerade mal einen Sieg in sieben Auswärtsspielen verbuchen. Besonders bitter: Bei nahezu allen Niederlagen hatte das Team von Trainer Dirk Bauermann in letzter Sekunde das Nachsehen – am Mittwoch in Ulm fehlte den Bayern nur ein Punkt (75:76)! „Das gehörte einfach zu den vielen Nackenschlägen, die wir in dieser Hinrunde schon bekommen haben“, meint Coach Bauermann. Die Münchner fielen auf Platz acht der Tabelle zurück und die Teilnahme am Pokal rückte in weite Ferne. Um sich für die Top Vier, die den Titel unter sich ausmachen, qualifizieren zu können, müssten die Roten mindestens auf Platz sechs der Tabelle stehen. Bauermann: „Der Pokal ist uns sehr wichtig. Deshalb war die Enttäuschung in Ulm auch so groß!“

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Letzter Ausweg, um die Serie der Auswärtspleiten nicht mit in die Rückrunde zu nehmen und eine Chance auf die Pokal-Qualifikation zu wahren? Ein Sieg bei Meister Bamberg – in der Frankenhölle, wie die Halle dort genannt wird! „Keine Frage, das ist sicherlich die schwerste Auswärtsaufgabe, die man in dieser Liga haben kann. Unsere Chancen sind eher gering, das muss man realistischerweise so einschätzen“, weiß Bauermann. Besonders die Fans der Franken werden alles geben, um es dem Aufsteiger zu zeigen. Wolfgang Heyder, Manager der Brose Baskets Bamberg, zur tz: „Ich gehe davon aus, dass die Partie einen absoluten Play-off-Charakter haben wird. Das Spiel war innerhalb einer Stunde ausverkauft.“

Aber, so erklärt Bauermann, auch der Meister habe Schwächen: „Wir werden versuchen, es so zu machen wie die Litauer.“ Das Team aus Kaunas durchkreuzte das Ziel der Bamberger, die Top 16 der Euroleague zu erreichen. Heyder zur tz: „Das hat uns ins Mark getroffen.“ Liegt da also die Angriffsstelle für die Bayern? Bauermann: „Wir werden sicher das ein oder andere vorbereiten, das sie so nicht erwarten.“ Um die Moral seines Teams macht er sich nach wie vor keine Sorgen. „Die Jungs mussten in dieser Saison schon eine Menge Dreck fressen“, so der Coach. „Aber sie beweisen eine tolle Moral und stellen sich den Dingen.“

Dass noch einiges von den Münchnern zu erwarten ist, das glaubt auch Heyder. „Die Mannschaft wird sich noch entwickeln. Wenn Je’Kel Foster wieder spielen kann, sich Jared Homan und Chevon Troutman noch besser eingefunden haben, dann wird Bayern ganz oben mitspielen“, so der Manager zur tz. Bleibt die Frage, ob die Bauermänner schon am Samstag in Bamberg einen Schritt in diese Richtung machen werden.

lm

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