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Bauermanns Verbalattacke

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Dirk Bauermann © sampics

München - Es geht heiß her in den Playoffs der Basketball Bundesliga. Vor allem in der Serie zwischen Bayern München und den Artland Dragons steckt jede Menge Zündstoff.

Dirk Bauermann hat im Basketball schon viel mitgemacht. Doch das, was der erfahrene Coach zuletzt im sonst so beschaulichen Quakenbrück erlebte, war nach eigener Aussage auch für den ehemaligen Bundestrainer Neuland. “So etwas habe ich in meiner Karriere noch nicht erlebt“, sagte Bauermann zu der “feindseligen und niveaulosen“ Stimmung in der Quakenbrücker Arena, wo Bauermanns Team vom FC Bayern München am Samstag mit 67:83 unter die Räder kam.

Den ambitionierten Bayern droht in den Playoffs damit das frühe Aus. Nur ein Sieg gegen die Artland Dragons hält die Bayern an diesem Dienstag am Leben, würde eine fünfte Partie in der emotional so aufgeladenen “Best-Of-Five“-Serie des Viertelfinals bedeuten.

Alle Augen im Münchner Audi Dome werden im vierten Duell beider Teams wieder auf die beiden Aufbauspieler gerichtet sein. Steffen Hamann gegen David Holston heißt die Auseinandersetzung, die die Serie in eine Schlamm- und Nervenschlacht verwandelt hat. Die Quakenbrücker werfen Hamann vor, in der zweiten Begegnung vor einer Woche die Disqualifikation und anschließende Sperre von Holston provoziert zu haben. Der kleine Amerikaner hatte dem Kapitän der Bayern mit der Hand durchs Gesicht gewischt, woraufhin sich Hamann theatralisch zu Boden fallen ließ.

In Quakenbrück empfingen sie Hamann daher mit einem gellenden Pfeifkonzert, hielten ihm Oscar-Figuren aus Pappe und Schilder mit der Aufschrift “And the Oscar goes to Steffi Hamann“ entgegen.

Neue Dienstwagen für die Bayern-Basketballer

Die Münchner Nerven sind gereizt. Schließlich hatten sich die Verantwortlichen nach der starken Rückrunde gute Chancen gegen die Dragons ausgerechnet.

Insgeheim dachten sie bereits an ein Gipfeltreffen mit dem bayerischen Rivalen und Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg im Halbfinale. Die Franken können den Halbfinal-Einzug gegen die Telekom Baskets Bonn bereits an diesem Dienstag perfekt machen.

Mit dem Rücken zur Wand steht dagegen auch ALBA Berlin. Der achtmalige Champion liegt in der Serie gegen die s.Oliver Baskets Würzburg ebenfalls mit 1:2 zurück und droht erst zum vierten Mal in 22 Jahren bereits im Viertelfinale auszuscheiden. Sportdirektor Mithat Demirel glaubt aber noch an die Wende. “Wir haben uns schon öfters in unangenehmen Situationen stark zurückgemeldet.“

dpa

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