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Bauermann nach Playoff-Aus: "Es ist dann alles weg"

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München - Schnell etabliert, aber das Saisonziel verpasst. Die Verantwortlichen von Bayern München blicken nach dem Viertelfinal-Aus mit gemischten Gefühlen auf die Saison zurück.

Auch einen Tag nach dem bitteren Playoff-Aus gegen die Artland Dragons war die Enttäuschung mit Händen greifbar. Coach Dirk Bauermann beschrieb seine Nacht nach der 73:79-Niederlage in Quakenbrück so: „Du schläfst nicht, stehst auf und fragst dich: Was machst du jetzt?“

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Von heute auf morgen steht für ihn und sein Team kein Training mehr an, von heute auf morgen ist das große Ziel, ins Halbfinale einzuziehen, unerreichbar. „Ein Ausscheiden in der ersten Runde ist ohne Frage sehr schmerzhaft“, so der Coach.

Dennoch: „Man muss der Mannschaft Lob zollen, dafür wie sie im letzten Spiel noch einmal gekämpft hat.“ Jared Homan & Co. hatten im letzten Viertel einen Rückstand von 13 Punkten auf drei schmelzen lassen. Trotzdem hatte es am Schluss nicht gereicht. Bauermann: „Quakenbrück ist eine Mannschaft, die immer wieder heißlaufen kann. In dieser Phase musst du dann defensiv alles geben. Das haben wir getan, aber wir konnten unsere Chance nicht nutzen.“

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Für seine Spieler geht es nun in den Urlaub. Auf Bauermann und Sportdirektor Marko Pesic wartet dagegen viel Arbeit. Nach der Saison gilt es, den Kader für die nächste zu planen. „Marko und ich werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und die Saison genau analysieren. Dann wird es Gespräche mit dem Präsidium geben und wir werden zu gemeinsamen Lösungen finden“, erklärte der Coach.

Allerdings ist schon jetzt klar: Der Großteil der Mannschaft bleibt so bestehen, wie er ist. Mit Jan Jagla, Robin Benzing, Steffen Hamann, Philipp Schwethelm, Aleksandar Nadjfeji, Je’Kel Foster und Demond Greene haben sieben Bayern einen Vertrag für die kommende Saison. Pesic: „Es ist nicht unser Stil, diese vorzeitig zu lösen.“ Auch Bastian Doreth und Bogdan Radosavljevic haben gute Chancen auf einen Platz im Team 2012/2013. „Wir werden uns bald mit Basti zusammensetzen. Er hat sich nach seiner Verletzung unglaublich zurückgekämpft und seine Chance genutzt. Bogdan halte ich für ein großes Talent“, so Pesic.

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Kommende Saison dürfen nur noch sechs Ausländer im Team sein. Zwei Plätze sind durch Nadjfeji und Foster vergeben, „wer die anderen vier werden, gilt es genau zu überlegen und zu analysieren. Dafür werden wir die Entwicklung und die Leistung eines jeden Spielers über die gesamte Saison einbeziehen“, erklärte Pesic. Allerdings dürfte sich erst im Laufe des Sommers klären, wie die Zukunft von Wallace, Troutman, Homan und Hall aussieht. Schließlich sind auch weitere Neuzugänge nicht ausgeschlossen – und an vielen der Stars sind wiederum andere Vereine interessiert. Wie gesagt: Statt Urlaub wartet auf Bauermann und Pesic Arbeit.

lm

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