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Bayern Baskets vor Bewährungsprobe

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FC Bayerns Demond Greene in Aktion. © dpa

München - So ganz genau kann man sich im Lager der Basketballer des FC Bayern immer noch nicht erklären, warum diese Viertelfinalserie gegen die Artland Dragons eine so unangenehme Wendung genommen hat.

Noch am vergangenen Dienstag schien man auf dem besten Weg in Richtung Halbfinale zu sein. Dann folgten zwei heftige Niederlagen, und ganz plötzlich sind die Bayern kräftig unter Zugzwang geraten. Ein Sieg muss her im vierten Treffen im heimischen Audi Dome (19.15 Uhr/Sport1/Abendkasse ab 17.30 Uhr), sonst steht bereits ab Mittwoch Urlaub auf dem Programm.

Hatte man den Tabellenvierten aus Niedersachsen nach den klaren Siegen in der Rückrunde und zum Serienauftakt ungewollt unterschätzt? „Ich fürchte tatsächlich, dass das mit falschen Erwartungen zu tun hat“, befand Bayern-Coach Dirk Bauermann, „einige haben da wohl die falschen Schlüsse gezogen.“

Womit sein Team nun vor seiner bislang größten Bewährungsprobe steht. Das heutige Wiedersehen in München wird zumindest Aufschlüsse darüber geben, ob dieses Bayern-Ensemble tatsächlich schon ein Team der absoluten BBL-Spitze ist, wie Bauermann oft betont, ober fürs erste eben doch „nur“ ein gutes.

Allerdings bekommt man es dabei mit einem Gegner zu tun, der nicht nur vor Selbstbewusstsein strotzt. Die Artland Dragons sind zum zweiten Besuch in der Münchner Arena wohl auch ihre Personalsorgen los. Spielmacher David Holston darf nach seiner Sperre wieder mittun. Auch sein Statthalter Brian Bailey, der sich am Samstag eine Fingerverletzung zuzog, kann wohl spielen. Was Bauermann freilich wenig kümmert. „Es geht darum, wie wir auftreten“, sagte der 54-Jährige, „wenn wir wieder an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen können, dann werden wir dieses Spiel gewinnen.“

Angenehm am Rande: Nach der unwürdigen Vorgeschichte der dritten Partie, als nicht zuletzt Artlands Geschäftsführer Alexander Meilwes gezielt die Stimmung gegen Bayern-Kapitän Hamann schürte, blieben die Töne gestern moderat. Was man auch in der Ligaverwaltung zur Kenntnis genommen haben dürfte. „Wir haben im Blick, was Verantwortliche sagen“, betonte BBL-Sprecher Dirk Kaiser, „der Pressemitteilung der Artland Dragons sind wir mit Skepsis begegnet – was wir den Dragons gegenüber auch zum Ausdruck gebracht haben.“

Patrick Reichelt

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