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"Herr Hamann, was fehlt den Roten Riesen?"

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Knapp gescheitert beim Meister in Bamberg: Bayerns Kapitän Steffen Hamann in Aktion. © sampics

München - Die Ansprüche sind hoch, doch derzeit können die Bayern Baskets ganz oben noch nicht mithalten. Kapitän Steffen Hamann spricht im Interview über die Gründe.

Um ein Haar hätte der große Coup gelingen können. Die Bayern-Baskets zeigten am Sonntag bei Meister Bamberg eine gute Leistung, hatten am Ende dann aber das Nachsehen (68:76). FCB-Präsident Uli Hoeneß war trotzdem zufrieden. „Es war keine deutliche Niederlage. Beide Teams waren über weite Strecken gleichwertig“, sagte Hoeneß bei kabel eins.

Und trotzdem, noch können die Bayern nicht ganz oben mithalten. Neuzugang Brandon Thomas war enttäuscht: „Wir haben sehr hart für dieses Spiel trainiert. Jetzt ist es natürlich erst einmal schwer, etwas Positives an der Partie zu sehen.“ FCB-Forward Robin Benzing meinte: „Letztlich haben Kleinigkeiten gefehlt – am Ende haben wir den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht. Vielleicht sind wir da noch nicht abgeklärt genug. Bamberg war in der entscheidenden Phase routinierter.“ Ist es also Routine, die den Bayern im Vergleich zum Meister noch fehlt? Oder gibt es da noch etwas anderes? Das tz-Interview mit Kapitän Steffen Hamann:

Herr Hamann, Uli Hoeneß war nach der Niederlage in Bamberg nicht unzufrieden. Er sagte, beide Teams seien auf Augenhöhe gewesen. Haben Sie damit gerechnet?

Hamann: Dass die Partie eng werden würde, haben wir erwartet. Uns war klar, dass wir die Qualität haben, um auch in Bamberg dagegenhalten zu können. Aber es ist eben so: So eine Phase wie am Schluss der Partie, in der wir vier, fünf Minuten nicht scoren konnten, darf uns nicht wieder passieren. Dann haben wir eine gute Chance, Bamberg beim nächsten Mal zu schlagen.

Was hat dieses Mal außerdem noch gefehlt?

Hamann: Jeder muss noch mehr seine Rolle finden und akzeptieren. Es ist eben so, dass man einmal nur zehn Minuten Spielzeit bekommt und dafür in der nächsten Woche 25 Minuten auf dem Parkett stehen kann. Das ist die Entscheidung des Coaches, und die muss jeder akzeptieren. Natürlich ist das ist nicht so einfach – gerade, wenn man so eine tiefe Mannschaft hat. Aber Bamberg ist das beste Beispiel, dass es funktionieren kann.

Das sind die Roten Riesen: Basketball-Kader und -Trainer des FC Bayern München

Bambergs Trainer Chris Fleming sprach davon, dass langsam die Identität Ihres Teams zu erkennen sei. Stimmen Sie zu?

Hamann: Ich denke, man sieht, dass wir sehr aggressiv spielen. Die Findungsphase war nach dem Trainerwechsel nicht ganz einfach: In den ersten Wochen konnten wir nicht so viel trainieren, da wir auch unter der Woche Spiele hatten. Dieser Umstand hat uns Zeit gekostet. Die längeren Trainingswochen bringen uns nun weiter. Wir sind auf einem guten Weg. Aber auch in dieser Woche steht eine harte Partie an: Es wird nicht einfach, zu Hause gegen Braunschweig zu spielen (19 Uhr, die Red.).

Gerade nach einer knappen Niederlage… Wie groß ist die Enttäuschung?

Hamann: Natürlich ist Enttäuschung da – es wäre einfach mehr drin gewesen. Aber das Team weiß, dass wir auch positive Erkenntnisse mitnehmen können.

Interview: Lena Meyer

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