Kritik aus Bonn

"Mit den Bayern ist eine neue Zeit angebrochen..."

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Djedovic beim Spiel gegen Bonn

München - Am Freitag geht es für die Bayern-Baskets um alles! Beim Top16-Spiel in der Euroleague müssen die Münchner Korbjäger unbedingt siegen, um die Chancen auf ein Weiterkommen unter die besten Acht Europas zu wahren. Kurz vor der Partie hagelt es Kritik aus Bonn.

Am Freitag geht es für die Bayern-Baskets um alles! Beim Top16-Spiel in der Euroleague müssen die Münchner Korbjäger unbedingt siegen, um die Chancen auf ein Weiterkommen unter die besten Acht Europas zu wahren. Um 20.15 Uhr wollen die Münchner gegen Zalgiris Kaunas glänzen…

Umso ärgerlicher, dass ausgerechnet jetzt ein ordentliches Störfeuer entfacht wurde. Und das anhand eines Geschehnisses, das auf den ersten Blick nichts mit den Bayern zu tun hat, aber trotzdem öffentlich mit dem Verein an der Isar in Verbindung gebracht wurde.

Hintergrund: Ende der Woche wechselte der Bonner Aufbauspieler Jared Jordan nach Bamberg. Bonns Präsident Wolfgang Wiedlich erklärt in einem öffentlichen Statement an die Fans: „Eine Ausstiegsklausel hatte Jordan nicht in seinem Vertrag.“ Vielmehr seien die Verantwortlichen von dessen Agenten mit dem Wechselwunsch – das Transferfenster schließt an diesem Wochenende – überrascht worden. Man habe sich nach einiger Bedenkzeit dazu entschieden, den Spieler ziehen zu lassen, so Wiedlich. Denn: „Die Chance, mit einem geschlossen kämpfenden Team die Playoffs zu erreichen, wurde einhellig als größer eingeschätzt, wenn ein innerlich auf Bamberg gepolter Jordan geht.“

Eine Transfergeschichte, die vielen sicherlich fragwürdig erscheint. Für den Bonner Präsidenten Wiedlich ist sie allerdings noch mehr: Ein Beispiel für die Veränderungen innerhalb der deutschen Bundesliga seit der FC Bayern Basketball erstklassig spielt. Wiedlich: „Der Fall Jordan spielt in einer neuen Liga-Zeit, die angebrochen ist, seitdem der FC Bayern München sportlich in die Basketball-Bundesliga aufgestiegen ist.“ Der Umgangston sei „rauer“ geworden und geradeaus gebe es nicht mehr, so der Bonner Präsident weiter.

Von Münchner Seite gab es gestern kein Statement zu diesem Thema. Die Konzentration liegt zu hundert Prozent auf dem anstehenden Spiel gegen Kaunas. Wohlgemerkt: Laut Vereinsspitze stehen Änderungen im Kader für die Bayern nicht zur Debatte. Dass er kein Freund von Ein- und Verkäufen innerhalb der Saison sei, hatte auch Coach Svetislav Pesic in der Vergangenheit immer wieder bestätigt.

Lena Meyer

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