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Bayern wollen sich nur sportlich rächen

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Die Fans des FC Bayern planen keine Racheaktion an den Quakenbrückern © sampics

München - Mit einem Sieg wollen sich die FC-Bayern-Basketballer für die "Hexenjagd" der Quakenbrücker Fans revanchieren. Ansonsten wollen die Münchner Anhänger fair bleiben.

Spannung pur im Audi Dome! Am Dienstag geht’s für die Roten Riesen um alles! Beim vierten Playoff-Duell gegen die Artland Dragons (19.15 Uhr, Sport1 live) muss das Team von Dirk Bauermann vor heimischem Publikum unbedingt siegen. Denn nur so käme es zu einem fünften Spiel in Runde eins, und die Chance aufs Halbfinale bliebe bestehen. Bauermann: „Das ist die klassischche Do-or-die-Situation, wie es sie so oft im Basketball gibt, aber ich bin sicher, alle werden alle Kräfte mobilisieren.“

Heimpleite für die Roten Riesen - die Bilder zum Spiel

In der Best-of-five-Serie steht es 1:2 aus Bayern-Sicht. Die letzten beiden Partien gegen die Dragons wurden nach einem Traumstart in die Playoffs (82:68 in Quakenbrück) verloren. Der Grund für den plötzlichen Einbruch? Bauermann: „Ich fürchte, es hatte mit falschen Erwartungen zu tun. Viele haben geglaubt, der Kuchen sei schon gegessen.“ Hinzu kam der Druck, entstanden durch die Feindseligkeiten der Artland-Fans: Nachdem Dragons-Star David Holston nach einem Foul an Bayerns Steffen Hamann für Spiel drei gesperrt worden war, herrschte am vergangenen Samstag eine äußerst unsportliche Atmosphäre in Quakenbrück. „Das hatte nicht viel mit Basketball zu tun“, so der Coach. „Das war eine Ausnahmesituation.“

Mit einem Sieg könnten sich die Roten am Dienstag dafür revanchieren – allerdings aus sportlicher Sicht. „Eine derartige Situation, wie in Quakenbrück, soll es hier in München nicht geben“, sagt der Coach. Das kündigen auch die BIGREDS, der erste offizielle Fanklub der Bayern-Baskets, an. „Es wird von Seiten der BIGREDS keine Hetzkampagne, keine Sprüche unter der Gürtellinie und keine persönlichen Attacken gegen einzelne Spieler oder den Gegner geben“, erklärt ein Fanklubverantwortlicher. „Wir wollen nicht den Gegner und dessen Fans niedermachen, sondern unsere Mannschaft anfeuern.“

Und das ist auch wichtig, schließlich ist noch nichts verloren. Bauermann: „Ich war schon einige Male mit Mannschaften in Situationen, in denen wir hinten lagen und dann doch die nächste Runde erreicht haben. Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Serie ausgleichen. In einem fünften Spiel kann immer viel passieren.“ Damit das klappt, soll wieder zu alter Stärke zurückgefunden werden. „Wir müssen so verteidigen wie in den letzten Monaten der regulären Saison und zurück auf das Niveau kommen, das wir hatten, als wir gegen Bamberg gewonnen haben“, fordert Bauermann. Na dann, auf geht’s, Bayern!

Lena Meyer

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