Cunningham & Co. wollen zweiten Halbfinal-Sieg

Bayern: Härtetest in Bamberg

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Jared Cunningham und Dorell Wright

Am Mittwoch treffen die FCB-Basketballer im zweiten Halbfinal-Spiel auf Bamberg. Die Münchner erwarten einen deutlich stärkeren Gegner.

Bamberg - Wenn die Bayern am Mittwoch Abend um 20.00 Uhr im zweiten Halbfinalspiel in „Freak City“ auf Bamberg treffen, könnte es schon zu einer Vorentscheidung kommen. Dank des überdeutlichen 95:72-Erfolgs der Münchner am Sonntag im ersten Spiel der Best-of-five-Serie steht es momentan 1:0. Ein weiterer Erfolg, und das Team von Dejan Radonjic hätte sich bereits den Matchball für Partie Nummer drei am Samstag erspielt. Genau das ist das Ziel der Bayern. FCB-Geschäftsführer Marko Pesic: „Wir schauen jetzt, dass wir noch ein Spiel klauen können.“

Ein Mann könnte dabei von besonderer Bedeutung sein: Jared Cunningham sprang im ersten Halbfinalspiel einmal mehr in die Bresche und setzte alles daran, um auch das Fehlen von Stefan Jovic (muskuläre Probleme) zu kompensieren. Der US-Profi, der gestern seinen 27. Geburtstag feierte, lief wieder zur Hochform auf, sorgte für 26 Punkte und traf hundert Prozent seiner Dreier. „Meine Teamkollegen haben mich immer wieder auf dem Feld gefunden und für sehr gute Assists gesorgt. Ich freue mich, dass ich meiner Mannschaft zum Sieg verhelfen konnte“, so Cunningham. Nach den Problemen der vergangenen Wochen sei die Mannschaft noch näher zusammengerückt. „Wir haben viel miteinander gesprochen und uns gesagt, dass wir die Saison auf keinen Fall vorzeitig beenden wollen“, so Cunningham.

Nun will der FCB-Guard auch die eigenen Schwankungen in der Leistung gegen ein dauerhaftes Hoch austauschen. Denn neben Spielen wie dem am Sonntag, als Cunningham seine Bayern zum Sieg werfen konnte, gab es immer wieder Partien, in denen der Ex-NBA-Spieler keine Rolle spielte. In der internen Teamstatistik steht er mit durchschnittlich 12,0 Punkten pro Spiel auf Platz zwei hinter Devin Booker (12,8). Marko Pesic erklärt: „Jared ist ein Spieler, der fokussiert sein muss und dem man helfen muss, fokussiert zu sein. Eine herausragende Person, mit der man viel reden muss. Er trainiert jetzt besser und intensiver und hat gemerkt, dass ihm das guttut.“

Doch auch die Bamberger haben starke Schützen im Kader, die den Unterschied machen können. Forward Dorell Wright führt die Teamstatistik der Franken an. Er sorgte im Durchschnitt für 14 Punkte. Der 32-Jährige stammt wie Cunningham aus Kalifornien und bringt einiges an NBA-Erfahrung mit sich:Unter anderem war er bei den Miami Heat und den Golden State Warriors unter Vertrag. Am Sonntag waren er (17 Punkte) und Daniel Hackett (25 Punkte) ein Grund, warum die Niederlage der Bamberger nicht noch höher ausfiel. Wenn es Mittwoch zusätzlich in der Defensive der Franken stimmen sollte, dürften die beiden eine noch größere Herausforderung für die Bayern darstellen. Pesic warnt jedenfalls: „Wenn jemand weiß, wie man nach so einer Niederlage reagiert, dann ist es Bamberg.“

Lena Meyer

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