Bayern treffen auf den EL-Titelverteidiger

Jetzt geht's durch die Hölle von Piräus

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Coach Svetislav Pesic.

Die FCB-Baskets müssen am Donnerstagabend in Griechenland ran. Es geht gegen Olympiakos Piräus. Und das wird heiß! Schließlich sind die griechischen Fans für ihre Leidenschaft bekannt und Piräus ist niemand geringerer als der Titelverteidiger.

Pyro-Technik, Münzwürfe aufs Spielfeld und ein tobendes Publikum! Auf griechischem Parkett ist nahezu alles möglich – für den Gegner kann’s hier höllisch heiß werden. Schließlich sind die Fans dort nicht nur für ihr Temperament, sondern auch die unbändige Basketball-Begeisterung bekannt. Und als wäre das noch nicht Herausforderung genug, müssen die FCB-Baskets genau dort am Donnerstagabend gegen den Euroleague-Sieger der vergangenen zwei Jahre ran: In Griechenland wartet um 20.15 Uhr Olympiakos Piräus (live bei Sport1).

Coach Svetislav Pesic und sein Team stehen also vor ihrer größten Herausforderung bisher! „Ich habe lange kein so gut eingespieltes Team gesehen“, meint Pesic. „Es ist ein Genuss, Olympiakos zuzusehen.“ Die Bayern wollen am Donnerstag natürlich nicht nur „zusehen“. „Wir sind auch nicht schlecht. Wir werden kämpfen und versuchen, unser Bestes zu geben“, verspricht der Coach. Und das heißt in erster Linie: Defense, Defense, Defense! FCB-Center Yassin Idbihi sagt: „Wir müssen über 40 Minuten konzentriert und hart verteidigen! Nur so haben wir eine Chance.“

Heißt: Dieses Mal dürfen sich die Roten Riesen keine Leistungseinbrüche erlauben. Eine Top-Mannschaft wie Olympiakos bestraft diese sofort. Schließlich haben die Griechen herausragende Spieler in ihren Reihen. Ein Beispiel ist Vasilios Spanoulis. Der Shooting Guard wurde 2005 mit der griechischen Nationalmannschaft Europameister. Pesic: „Er ist ein sehr erfahrener Spieler und unglaublich vielseitig! Wir können ihn zwar aus dem Spiel nehmen – aber wie oft, das müssen wir sehen.“ Eines ist jedenfalls klar: „Uns muss es gelingen, unsere Systeme durchzusetzen“, so ­Pesic. Man habe Respekt, konzentriere sich aber auf sich selbst, so der Serbe.

Und genau das wird auf dem griechischen Parkett unbedingt nötig sein. Idbihi, der in der vergangenen Euroleague-Saison mit ALBA Berlin hoch in Athen gegen Panathinaikos verlor, erklärt: „Natürlich ist die Stimmung dort eine ganz Besondere. Ich wurde zwar nie mit Münzen oder dergleichen beworfen. Aber die Atmosphäre ist auf jeden Fall aufgeheizt.“ Davon dürfe man sich als Spieler aber nicht beeindrucken lassen. Idhibi: „Es ist wichtig, sich ausschließlich aufs eigene Spiel zu konzentrieren und nur das Geschehen auf dem Feld im Blick zu haben.“

Schließlich wollen die Münchner am liebsten ihre Serie von zwei Euroleague-Siegen fortsetzen. „Wir werden nach dem Spiel wissen, wo wir stehen“, erklärt Pesic. „Olympiakos ist nicht Siena und auch nicht Zielona Gora. Diese Mannschaft könnte ohne Frage auch in der NBA eine gute Rolle spielen.“ Sein Team werde also auf jeden Fall viele neue Erfahrungen sammeln und lernen, so der Coach. Denn: Besteht man einmal in griechischen Hallen, kann einen so schnell nichts schocken.

Lena Meyer

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