1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. FCB Basketball

Rauch: "Die Stimmung ist einfach unglaublich"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Besuch beim Boss: Bernd Rauch empfing tz-Reporterin Lena Meyer in seinem Büro © sampics

München - Am Samstag beginnt für die Bayern-Baskets mit dem Heim-Duell gegen Oldenburg (19 Uhr) die zweite Hälfte der Saison. Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen. Die tz traf FCB-Vize Bernd Rauch zum Gespräch.

Herr Rauch: Wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?

Rauch: Sportlich gesehen – mit Platz zehn der Tabelle – ist die Zwischenbilanz natürlich nicht zufriedenstellend. Das Ziel war klar ausgegeben: Wir wollen die Playoffs erreichen! Wenn die Saison heute schon zu Ende wäre, hätten wir dieses Ziel verfehlt. Aber jeder von uns weiß: Es hilft nichts, zurückzublicken. Wir haben in der Hinrunde zweimal in der Verlängerung verloren oder beispielsweise in Ulm in letzter Sekunde – das ist im Sport so. Trotzdem, wir werden unser Ziel natürlich nicht korrigieren. Unsere sportliche Leitung wird alles genau analysieren und diese Zielsetzung weiter anstoßen.

Personell war die erste Saisonhälfte äußerst turbulent. Momentan wird auf die Rückkehr der Verletzten Je’Kel Foster und Bastian Doreth gewartet. Wie lange noch?

Rauch: Es stimmt, wir hatten viel Verletzungspech. Ein Foster war nicht zu ersetzen und auch Bastian Doreths Ausfall hat uns wehgetan. Ende Januar könnte Doreth wieder so weit sein und ins Mannschaftstraining einsteigen. Aber wir sind da vorsichtig, alles hängt von den Einschätzungen der ärztlichen Abteilung ab. Ich bin jedenfalls sehr optimistisch, dass wir einen erfolgreichen Start in die Rückrunde haben werden.

Mit weiteren Neuzugängen?

Rauch: Wir haben eine Supertruppe und einen exzellenten Trainerstab. Damit gilt es zu arbeiten. Die Coaches sind in der Lage, das, was in der Mannschaft steckt und noch nicht da ist, herauszuholen.

Auch zur Freude der Fans. Welche Resonanz bekommen Sie da?

Rauch: Wir hatten ja nicht nur die sportlichen Herausforderungen, sondern auch die, eine umgebaute Halle in Betrieb zu nehmen. Und wir hatten die Frage zu bewältigen: Wie bekommen wir die Halle voll? Da waren wir optimistisch und haben mit einem Schnitt von 5000 gerechnet. Jetzt liegen wir bei durchschnittlich 5700 Zuschauern pro Spiel. Die Stimmung ist selbst bei Spielen, die nicht ausverkauft waren, unglaublich gut. Das Publikum nimmt Basketball an, das ist eindeutig.

Erstklassig: Die Cheerleader der Bayern-Basketballer

Also läuft es auch finanziell zufriedenstellend?

Rauch: Absolut. Dieses Projekt trägt sich selbst. Dass wir schon im ersten BBL-Jahr ohne finanzielle Unterstützung des Vereins auskommen würden, hätte ich zu Beginn nicht geglaubt. Aber wir sind auch im Sponsoring abgedeckt, haben dort keinen Platz mehr. Natürlich war ein entscheidender Punkt, dass sich unser Präsident Uli Hoeneß dieser Sache angenommen hat, seinem Einsatz haben wir das zu verdanken. Bis auf den zehnten Tabellenplatz sind wir also rundum glücklich – und an der Platzierung arbeiten wir.

Haben Sie sich vor ein paar Jahren erträumt, dass dieses Projekt so laufen könnte? Wie stolz sind Sie nun?

Rauch: Ich bin eigentlich kein Träumer. Träumen hängt häufig mit einem Erwachen zusammen, das nicht so angenehm ist. Aber wenn ich auf etwas stolz bin, dann auf die Begegnungen, die ich in der vergangenen Zeit hatte: die vielen Menschen, die mit ihren Ideen und als Team dieses Projekt mitgetragen haben – einfach, weil sie begeistert und überzeugt von der Idee waren und sind. Das ist unglaublich motivierend.

Interview: Lena Meyer

Auch interessant

Kommentare