Basketballer spricht über Football

Tyrese Rice: Warm-Up für den Super Bowl

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Interview inklusive Football: tz-Reporterin Lena Meyer mit Tyrese & Ashawn Rice

München - In der Nacht auf Montag wechselt FC-Bayern-Spieler Tyrese Rice von Basketball auf American Football. Die tz hat den Fan der San Francisco 49ers zum Super-Bowl-Interview getroffen.

Beim 75:70-Erfolg der Bayern Basketballer in Braunschweig am Mittwoch konnte Guard Tyrese Rice nicht dabei sein. Der 25-Jährige laboriert momentan an einem hartnäckigen Grippe-Virus. Am Wochenende will Rice aber unbedingt wieder fit sein. Schließlich treffen die Roten Riesen am Samstag um 19 Uhr ­daheim auf Frankfurt. Und in der Nacht von Sonntag auf Montag spielt dann das Lieblingsfootballteam des US-Spielers, die San Francisco 49ers, im Super Bowl. Die tz traf den FCB-Profi, der in Virginia aufwuchs, und seinen Sohn Ashawn (7) im Vorfeld zum Footballspielen.

Herr Rice, Sonntagnacht findet der Super Bowl statt. Sie spielen einen Tag zuvor gegen Frankfurt. Was ist also besser, Basketball oder Football?

Rice: Basketball natürlich (lacht)! Wenn man die Football-Regeln nicht kennt, kann einem bei einem Spiel schnell langweilig werden. Basketball ist da anders: Es ist verständlicher, und es passiert einfach immer etwas.

Sie sind ein großer Fan der San Francisco 49ers. Wie kam es dazu?

Rice: Der Grund ist Jerry Rice, einer der besten Receiver aller Zeiten. Ich wurde als kleiner Junge andauernd gefragt, ob ich mit ihm verwandt bin. Dabei wusste ich mit fünf Jahren noch nicht einmal, wer er war. Also habe ich angefangen, seine Spiele anzusehen. Er wurde einer meiner Lieblingsspieler – und ich 49ers Fan.

Der letzte Super Bowl-Sieg der 49ers liegt nun 18 Jahre zurück. Haben Sie Erinnerungen daran?

Rice: Klar, ich erinnere mich an alles: An die erfolgreichen Zeiten, aber auch an die Zeiten, in denen die 49ers richtig schlecht waren (lacht).

Die sind ja jetzt scheinbar vorbei…

Rice: Ja – meiner Meinung nach, gehören sie einfach in den Super Bowl!

Also werden die 49ers siegen.

Rice: Natürlich werden sie das (lacht)! Dieses Jahr haben sich alle zusammengerauft und das herausgeholt, was wirklich im Team steckt! Ich denke, die Defense ist so gut wie die der Baltimore Ravens – wenn nicht sogar besser. Und die Offense hat mehr Power.

Sie verfolgen jedes Spiel?

Rice: Genau! Ich habe einen 49ers-NFL-Pass. Damit bekomme ich alle Updates und kann die Spiele im TV sehen. Ashawn schaut immer dann mit, wenn die Spiele nicht zu spät sind.

Ihr Sohn hat selber Football gespielt, oder?

Rice: Richtig. In den USA hat er Football und Basketball gespielt. Aber ich habe das Gefühl, dass er mehr natürliche ­Instinkte im Football hat.

Wie sieht Ihr Alltag als ­alleinerziehender Vater und Basketballprofi aus?

Rice: Es ist ziemlich einfach: Ashawn muss um neun Uhr in der Schule sein, mein Training beginnt um zehn. Also bringe ich ihn auf dem Weg zum Audi Dome in der Schule vorbei. Um vier hole ich ihn dort ab. Meistens möchte er zu unserem zweiten Training mitkommen. Wenn nicht, passt seine Nanny auf ihn auf, bis ich zu Hause bin.

Interview: Lena Meyer

Quelle: tz

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